Hoffnung Sprüche
Sprüche über Hoffnung und Zuversicht
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Wie das Ende der Hoffnung schwache Seelen vernichtet, so verleiht es starken Seelen erhöhte Fassung und Ruhe.
Aufgegeben Stets öder wird's auf meinem Pfade, Am Herzen nagt mir dumpfe Pein. O Hoffnung, du Scheherezade! Wieg' mich mit deinen Märchen ein! Die Nacht, der ich entgegenschreite, Verhülle mir mit ros'gem Flor, Und gib mir tröstend zum Geleite Holdsel'ger Zukunftsträume Chor. Wird ihnen die Erfüllung nimmer In diesem schwanken Erdenhaus, So breite deinen milden Schimmer Weit über's dunkle Grab hinaus. O nahe mir wie Frühlingsrauschen, Vor dem des Eises Rinde springt, Und laß mich deinen Märchen lauschen, Bis froh mein Herz davon erklingt! Die Hoffnung drauf: »Ein Märchen nennst Du selbst, was ich zu künden weiß, Und sagst damit, daß du erkennst, Wie fern und fremd du meinem Kreis. Zu tief ist deiner Stirn das Zeichen Ruchlosen Zweifels eingebrannt! Nie wieder wird er von dir weichen, Du bist und bleibst an ihn gebannt. Und so ist mir die Macht benommen, Dir vorzuspiegeln holden Wahn. Mein Zuspruch könnte dir nicht frommen, Denn, ach! Du glaubtest nicht daran!« sollt' es auch das Fell euch kosten!
Man soll von keinem Menschen die Hoffnung aufgeben, daß er sich ändern kann, aber der Mangel an Kraft wird am allerschwersten gebessert.
Hoffnung ist die einzige gute Göttin, die noch unter den Menschen weilt, die andern sind von uns fort zum Olymp geflohen; fort ist die Treue, die mächtige Göttin, fort die Besonnenheit der Männer; auch die Huldgöttinnen, Freund! haben die Erde verlassen. [...] Aber so lang einer lebet und siehet das Licht der Sonne, bleibe er, ehrfurchtsvoll gegen die Götter, der Hoffnung treu, er flehe zu den Göttern und opfere, glänzende Schenkel verbrennend, der Hoffnung zuerst und zuletzt.
Der Genesene an die Hoffnung Tödlich graute mir der Morgen: Doch schon lag mein Haupt, wie süß! Hoffnung, dir im Schoß verborgen, Bis der Sieg gewonnen hieß. Opfer bracht ich allen Göttern, Doch vergessen warest du; Seitwärts von den ewgen Rettern Sahest du dem Feste zu. O vergib, du Vielgetreue! Tritt aus deinem Dämmerlicht, Daß ich dir ins ewig neue, Mondenhelle Angesicht Einmal schaue, recht von Herzen, Wie ein Kind und sonder Harm; Ach, nur einmal ohne Schmerzen Schließe mich in deinen Arm!
Wir gehen weniger an einem gewissen Kummer, als an enttäuschten Hoffnungen zu Grunde.