Hoffnung Sprüche
Sprüche über Hoffnung und Zuversicht
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Hoffnung O Hoffnung, Hoffnung! durch das ganze Leben Gibst du dem Menschen freundlich das Geleite, Ermutigst ihn im harten Schicksalsstreite, Daß er nicht Raum mög' der Verzweiflung geben. Ob Gram und Leid auch seinen Blick umweben Und sich das Unheil hält an seiner Seite, Doch sucht sein Blick aufs neue stets das Weite, Und neu durch dich wird wiederum sein Streben. Du hüllest lieblich ihm die Zukunft ein, Erleichterst ihm der Gegenwart Beschwerden Und milderst seines Herzens schlimmste Pein. Drum wird verkündet immerfort auf Erden, Wagst du gleich oft der Täuschung Mutter sein: "Hoffnung läßt nimmermehr zuschanden werden."
Es ist auf Erden keine Nacht, Die nicht noch ihren Schimmer hätte!
Zerstoben sind die Wolkenmassen Zerstoben sind die Wolkenmassen, Die Morgensonn' ins Fenster scheint: Nun kann ich wieder mal nicht fassen, Daß ich die Nacht hindurch geweint. Dahin ist alles, was mich drueckte, Das Aug ist klar, der Sinn ist frei, Und was nur je mein Herz entzückte, Tanzt wieder, lachend, mir vorbei. Es grüßt, es nickt; ich steh' betroffen, Geblendet schier von all dem Licht : Das alte, liebe, böse Hoffen – Die Seele läßt es einmal nicht.
Das ist wohl das bitterste in deinem Leben, wenn das Hoffen daraus ausgelöscht wird, wenn du selbst verzichten mußt, wo du sicher geglaubt hattest, etwas zu erreichen, wo du deines Herzens heißesten Wunsch als unerreichbar aufgeben mußt und entsagen, wo du besitzen solltest.
Nichts schwächt so sehr die Kräfte des Menschen, als die Hoffnung außerhalb der eigenen Anstrengung irgendwo Seligkeit und Heil zu finden.
Das Liebespfand Schick mir ein Zeichen, daß mein Hoffen sprieße, Mein rastlos Grübeln endlich schläft und ruht! Schick etwas Honig, der mein Haus versüße, Daß ich das Beste hoff in Liebesglut. Ich will nicht ein von dir geflochtnes Band, Die Lieb zu knüpfen in den Zauberbund Erneuter Jugend; keinen Ring – den Stand Der Neigung zeigend – die gleich glatt und rund: So sollten unsre Lieben schlicht sich finden! Korallen nicht, die deinen Arm umschränken, Die sich in schöner Harmonie verbinden – Das heißt: im gleichen Grund ruh unser Denken! Auch nicht dein Bild, aufs lieblichste zu sehen Und sehr erwünscht, da es dir gleich geblieben, Nicht kluge Zeilen, die schon häufig stehen In all den Briefen, die du mir geschrieben ! Mich zu bereichern, schick mir nichts mehr her – Nur schwör: du glaubst, ich liebe dich ! Nichts mehr !
Die Hoffnung Ich zog mir Hoffnung, eine schöne Blume, Und hegte sie gleich einem Heiligthume, Versäumte nichts zu köstlichem Gedeihn Durch Licht und Luft und milden Sonnenschein. Sie wuchs empor in freudig grüner Fülle, Und Blatt um Blatt entrollend aus der Hülle, Trieb schwellend sie hervor in stolzer Kraft Aus ihrem Kern den schlanken Blüthenschaft. Und leise schwillt's in knospendem Verkünden, Von Tag zu Tag sich lieblicher zu ründen, Schön röthet sich der Knospen zartes Grün, In Freuden stand mein Herz: Bald soll sie blühn! Da kam zur Nacht, deß muß ich ewig klagen! Ein blinder Wurm, sie gierig zu zernagen! Nun ist es öde und ein Ort der Schmerzen, Was mir so lieblich war in meinem Herzen!
Lerne mit deinen Hoffnungen zu leben, und nicht mit deinen Erinnerungen.
Den Fluß hinab Im Mittagsschein fahr ich im Boot allein den Fluß hinab, der mit mir sinnt und träumt. Kein Laut im Kreis; der Kiel gluckst schläfrig, leis; von Linden ist das Ufer hoch umsäumt. Der Sonne Glut strahlt wider aus der Flut mit Bäumen, deren Kronen abwärts stehn. Im Fluß erhellt sich eine Spiegelwelt, wieviel auch Wellen kommen und vergehn. Metallen blank, stahlblau und zierlich schlank fliegt die Libelle auf der Spiegelung. So leichtbeschwingt, von Sonnengold umringt, flog meine Seele einst, sehnsuchtsvoll, jung. Zu jung vielleicht, getäuscht, enttäuscht so leicht, genoß sie Hoffnung nur, wenn sie genoß; verfolgte wild ihr eignes Spiegelbild in einer Welt, die wie ein Fluß zerfloß.
Die Hoffnung und die Furcht Es reisten (Wann? Vielleicht zu unsern Zeiten) Die Hoffnung und die Furcht durchs Land. Wie jene leichtlich Freunde fand, So wohnte diese gar bei denen, die sie scheuten. Sogleich verändert sich der Menschen Wahn und Stand. Bald fängt der Mangel an, sich voller Muth zu brüsten, Der Ueberfluß, verzagt zu sein. Warum? Die Hoffnung kehrt beim ärmsten Alchymisten, Die Furcht beim reichsten Wuchrer ein.
Catilina kannte die Gefahr einer Verschwörung wohl, aber sein Mut ließ ihn hoffen, er werde sie überwinden: die Meinung beherrscht nur die Schwachen; aber die Hoffnung täuscht die größten Seelen.