Krieg Sprüche

Sprüche über Krieg

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Man führt Krieg entweder um des Gewinnes willen oder um der Gerechtigkeit willen.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XIII - Yu Schï Lan. 2. Kapitel: Reaktion auf Verwandtes / Ying Tung

Es ist leicht für einen Staatsmann, sei es in dem Cabinete sei es in der Kammer, mit dem populären Winde in die Kriegstrompete zu stoßen und sich dabei an seinem Kaminfeuer zu wärmen oder von dieser Tribüne donnernde Reden zu halten und es dem Musketier, der auf dem Schnee verblutet, zu überlassen, ob sein System Sieg und Ruhm erwirbt oder nicht. Es ist nichts leichter als das, aber wehe dem Staatsmann, der sich in dieser Zeit nicht nach einem Grunde zu Kriegen umsieht, der auch nach dem Kriege noch stichhaltig ist.

Bismarck, Gedanken und Erinnerungen, 2 Bde., 1898 (3. Band nach langen Auseinandersetzungen zwischen der Familie Bismarck, dem Verlag und dem ehemaligen Kaiser Wilhelm II. publiziert im Jahr 1921). Erstes Buch. Drittes Kapitel

Über den Besitz von Geld und Gut entstehen alle Kriege.

Platon, Phaidon, entstanden um 380 v. Chr. 66c. Übersetzt von Friedrich Schleiermacher

So lang nur ein Mensch da ist, dem der Krieg Vorteil bringen kann, und dieser eine hat Macht und Einfluß genug, diesen Krieg zu entfesseln, ist jeder Kampf gegen den Krieg vergeblich.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Kriege und Geschäftsbücher werden mit Gott geführt.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. VI. Nachts

Jede Glorifizierung eines Menschen, der im Krieg getötet worden ist, bedeutet drei Tote im nächsten Krieg.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel [7], in: Die Weltbühne, 21.06.1932, Nr. 25 (Peter Panter)

Epimenides' Erwachen (Letzte Strophe) Verflucht sei, wer nach falschem Rat, Mit überfrechem Mut, Das, was der Korse-Franke tat, Nun als ein Deutscher tut! Er fühle spät, er fühle früh, Es sei ein dauernd Recht; Ihm geh es, trotz Gewalt und Müh, Ihm und den Seinen schlecht!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese, Zahme Xenien. Kap. 9

Wer einen Krieg recht führen will, muß nicht den Ereignissen nachgehen, sondern den Ereignissen vorauseilen.

Demosthenes, Staatsreden

Der Tag wird kommen, an dem euch die Waffen aus den Händen fallen werden; der Tag wird kommen, an dem der Krieg zwischen Paris und London, zwischen Petersburg und Berlin ebenso lächerlich erscheinen und ebenso unmöglich sein wird, wie zwischen Rom und Amiens, zwischen Boston und Philadelphia.

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Wenn die Kriegswunden heilen, so bleiben doch Narben und Schrammen.

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Natur und Krieg Hier, wo Gottes Sonne scheint, Welch ein emsig Weben! Eine tiefe Leitung eint Jedes Widerstreben. Und dem Krieg erklärt den Krieg Alles was empfindet, Treu dem Geiste, der den Sieg Jedem Krieg entwindet. Herrsche bald in Haus und Feld, Freundliches Jahrhundert, Wo sein Roß der Waffenheld Schwenket unbewundert; Wo zu mildgeführtem Streit Tönt des Krieges Plage, Wie aus der Vergangenheit Eine grause Sage!

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Helden fallen und Söhne gehen von Müttern. Das sind alles einfache Gesetze, einfache Rechte, Atem und Lidschlag ungeheuren Geschehens.

Binding, R. G., Gedichte. Aus: Beweinung

Dein Vater ist längst schon begraben, dein Bruder schon lange verbannt, im kalten Sibirien da klirrt er mit Ketten an Füßen und Hand.

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Was ist eigentlich bürgerlich am Bürgerkrieg?

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Es kämpfen die Parteien und im Wald entrollt sich der Farn.

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Des Krieges Eltern heißen Schwachsinn und Trägheit.

Morgenstern, Aphorismen und Sprüche, hg. von Margareta Morgenstern, 1960. Zeitkritisches, 1907. Erstdruck in: Das Goethenaum 1, 1921/22

Der Krieg lohnt seinen Herrn wie der Teufel seinen Knecht.

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Davon heilt die Wunde nicht, dass man den Degen in die Scheide steckt.

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Der Krieg ist ein Rubelfresser.

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Krieg hat noch nie etwas erreicht, das wir ohne nicht besser erreichen könnten.

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Auf euer Haupt wälzt er der Witwen und der Waisen Tränen, der toten Männer Blut, der Weiber Gram um Gatten, Väter und um Anverlobte, die dieser grimme Streit verschlingen wird.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600