Krieg Sprüche – mut

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Krieg ist ein gewichtig Wort, aber die Ehre ist gewichtiger; Friede ist ein lieblich Wort, aber das Recht ist lieblicher; wo er Ehre und Recht angreift, muß der Krieg nicht abgewiesen sein, wenn auch der Friede willkommener wäre.

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Feld der Ehre, – sage oft: Feld der … – sprich! — der Eitelkeit.

Grabbe, Napoleon oder Die hundert Tage. Ein Drama in fünf Aufzügen, 1831

Wer den Tod im heil'gen Kampfe fand, Ruht auch in fremder Erde im Vaterland!

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Krieg frisst Gold und scheißt Kieselsteine.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Der Säbel hat kein Erbarmen, die Kugel keine Augen.

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Stets wurde ich gewahr, daß alle großen Nationen ihre Wehrhaftigkeit und Geistesstärke im Krieg erworben haben; daß der Krieg sie unterrichtet, der Friede sie betrogen, der Krieg sie geschult, der Friede sie irregeführt hat; mit einem Wort, daß der Krieg sie geschaffen, der Frieden sie getötet hat.

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Machiavelli hat über den Krieg geschrieben, wie ein Blinder von der Farbe spricht.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906

Krieg verlangt viele Hände, aber nur einen Kopf.

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Man wählt mithin den Krieg um des Friedens willen, die Arbeit der Muße wegen, das Notwendige und Nützliche des sittlich Schönen wegen.

Aristoteles, Politik. 1333a (VII, 14.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)

Reiter-Weckruf »Ist's nicht genug geruht? Ist's nicht genug geruht? Auf! Auf! Auf, frisches Reiterblut! Denkt euch, der Feind sei da! Auf, auf! Ja! ja!« So thut es, so klingt es, So schmettert's, so singt es, So stößt es und fährt durch den Nebelduft Hinaus in die Morgenluft. Trompetenruf, Trompetenstoß! O, gieng' es los, o, gieng' es los! Auf den Feind hinein In gedrängten Reih'n! Marsch! Marsch! und eingehauen! Dürfte ich das noch schauen! Nicht schauen allein! Mitten unter den Braven sein, Mitthun, zu Rosse sitzen, Wenn die Thiere wiehern, die Klingen blitzen, Und erjagen helfen im Schlachtenbrand Ein Vaterland, ein Vaterland, Ein Deutschland, das wir nicht haben, Mit dem Säbel holen und graben, Wenn ein heiliger Krieg uns endlich eint Gegen den alten frechen Feind, Den Räuber, der seiner Beute Sich rühmet noch heute! Und dann, ja dann, Ganz Mann, Dann im flammenden Kampfgewühl, In des Lebens schwellendem Hochgefühl Todeswund Ausschütten die Seele auf blut'gen Grund, Sterben als braver Soldat In einer That, Ja, das wär' etwas, Das steht nicht so blaß! Sterben als braver Reiter, Das wär' gescheidter.

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Am zweiten August 1914 Es stehen zwei Wetterwände Über dem Tal, Es fallen die Feuerbrände Strahl um Strahl. Sie fallen in reifender Ähren Wogendes Gold Sie sengen und verzehren Im Höllensold. Auf stehen die Völkerheere – Fiel nicht ein Schuß? 's treibt einer auf dunkler Fähre Über den roten Fluß.

Bosshart, J., Gedichte

In einer Schlacht zahlt immer der Gewinner den Preis.

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Die Kriege haben vielerlei Vorwände, aber nur eine Ursache – die Armee.

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Vermeidet den übermäßigen Geist. Er ist im Krieg unbrauchbar. Was gebraucht wird, sind: Genauigkeit, Charakter, Einfachheit.

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Ihr mögt von Kriegs- und Heldenruhm So viel uns, wie ihr wollt, verkünden, Nur schweigt von eurem Christentum, Gepredigt aus Kanonenschlünden! Bedürft ihr Proben eures Muts, So schlagt euch wie die Heiden weiland, Vergießt so viel ihr mögt des Bluts, Nur redet nicht dabei vom Heiland. [...] Noch gläubig schlägt das Türkenheer Die Schlacht zum Ruhme seines Allah – Wir haben keinen Odin mehr, Tot sind die Götter von Walhalla. Seid was ihr wollt, doch ganz und frei, Auf dieser Seite wie auf jener; Verhaßt ist mir die Heuchelei Der kriegerischen Nazarener.

Bodenstedt, F., Gedichte. Zeit- und Gelegenheitsgedichte. Aus: Die kriegerischen Nazarener, 1854

Ich habe keine Angst vor einem Heer von Löwen, das von einem Schaf angeführt wird. Ich habe aber Angst vor einem Heer von Schafen, das von einem Löwen angeführt wird.

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Der beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold.

Schiller, Demetrius. Fragment, 1805; uraufgeführt in Weimar am 15. Februar 1857. Erster Aufzug, 4. Szene, Marina

Strategie ist, wenn man ohne Munition weiterfeuert.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Man sollte eine Schlacht nur beginnen, wenn man keine andere Wahl hat, da der Erfolg einer Schlacht von ihrer Natur her zweifelhaft ist. Von dem Moment aber, wo der Kampf beginnt, sind wir verpflichtet zu siegen oder zu sterben.

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Gesicht im Walde Ich hatte mich verirrt im tiefsten Wald, Schwarz war die Nacht, unheimlich troff der Regen, Der Sturm ging in den Wipfeln wild und kalt. Da sah ich plötzlich unfern meinen Wegen Durchs feuchte Laub blutrote Funken sprühn, Und Hammerschläge dröhnten mir entgegen. Durch Dornen und durch Buschwerk drang ich kühn, Und bald gewahrt' ich, rings vom Wald umfangen, In hoher Hall' ein Schmiedesfeuer glühn. Drei Riesen waren's, die die Hämmer schwangen, Berußt, die Augen nur aufs Werk gekehrt, Dazu sie schauerliche Weisen sangen. Sie schmiedeten an einem großen Schwert, Zweischneidig war's, der Griff als Kreuz gestaltet, Die Kling' ein Strahl, der züngelnd niederfährt. Und einer sang in Tönen, fast veraltet, Doch also tief, wie wenn emporgeschwellt Der mächt'ge Hauch in dumpfer Orgel waltet: "Es rührt im Birnbaum auf dem Walserfeld Sich schon der Saft, und seinem Volk zum Heile Erscheinen wird der langersehnte Held. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Das Schwert, das Königsschwert muß fertig sein, Und unser Werk hat Eile, Eile, Eile!" Er schwieg, und singend fiel der zweite ein Mit einer Stimm', als wollt' er aus den Grüften Mit Erzposaunenschall die Toten schrein: "Es hat zu Nacht gedonnert in den Klüften Des alten Bergs, den man Kyffhäuser heißt, Und einen Adler sah ich in den Lüften. Wie Sturmesrauschen klingt es, wenn er kreist, In seinen Fängen trägt er Blitzeskeile, Die Rabenbrut entflieht, wo er sich weist. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Zur rechten Stunde sei das Werk getan; Das Kreuzesschwert hat Eile, Eile, Eile!" Und tief einfallend hub der dritte an, Das scholl, wie unterird'sche Donner grollen, Wenn sich die Lava rühret im Vulkan: "Die Zeit ist schwanger, aus den dürren Schollen Wird eisern aufgehn eine Kriegersaat, Sein rotes Banner wird der Kampf entrollen. Drum schreiten hohe Geister früh und spat Durchs deutsche Land und pochen an die Türen Und mahnen laut: der Tag des Schicksals naht! Viel eitles Blendwerk wird der Feind erküren, Mit Lächeln locken, dräun mit Blitzgeschoß, O lasse keiner dann sein Herz verführen! Denn Füße nur von Ton hat der Koloß, Und stürzen wird er über kurze Weile, Im Fall begrabend seiner Knechte Troß. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Ihr Bälge blast, ihr Funken sprüht empor! Das Schwert des Siegs hat Eile, Eile, Eile!" So sangen sie. Dann schwieg der dumpfe Chor, In kaltem Schauer bebten meine Glieder, Doch wagt' ich nicht mich in der Halle Tor. Zurück ins schwarze Dickicht floh ich wieder, Und sah verlöschen bald der Flamme Licht, Nur bang im Haupt noch summten mir die Lieder. Kaum weiß ich jetzt, war's Traumbild, war's Gesicht? Doch mahnt es, daß auch wir das Schwert bereiten, Das Schwert des Geistes, welches nie zerbricht. Wachet und betet! Schwer sind diese Zeiten.

Geibel, E., Gedichte. Hundertste Auflage, Jubel-Ausgabe, Stuttgart 1884

Und ziehst du aus… Und ziehst du aus zu Kampf und Tat, Das Auge froh, das Schwert gewetzt, Es liegt der Toten stumme Saat, Wo auch dein Pferd die Hufe setzt. Und wirbst du keck um Ehr' und Gut, Und liegt der Morgen frühlingsklar, Sieh, unter jeder Scholle ruht Schon einer, der hier glücklich war. Ob im Turnier ein Schwert sie traf, Ob sie die Schlange leis beschlich, Sie lächeln alle tief im Schlaf Und warten, warten nur auf dich…

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