Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Wenn wir Toten erwachen, sehen wir, daß wir niemals gelebt haben.
Menschheit Ob du in Samt und Seide gewiegt Oder in härenem Tuch, In deiner Wiege von Anfang an liegt Ein Segen und ein Fluch. Der Fluch ist, daß du lebenmußtGeworfen in diese Welt. Der Segen, daß du sterbenkannst, Wann dirs gefällt.
Das Leben ist kein Geschäft, das Dasein ist eine geistige Gegebenheit.
Aufatmen läßt uns das Lebendige nie. Ja, jene höchsten Momente unserer Existenz, in denen eine ungeheure Freude, ein leidenschaftliches Glück, ein tiefstes Ungestüm unserer Seele uns in aller Nähe zugleich die wundervolle Spiegelung der Ferne, im Gröbsten ewige Gestalt umfangen läßt, sind doch nicht mehr als karge Durchblicke in die wahre Welt statt der wirklichen, die geahnte und still gewußte, statt der handgreiflichen, die klare statt der verworrnen.
Es gibt Lebensumstände, wo es einem beständig ist, als hätte man zu dünne Kleider an, als fahre einem der Wind über die Haut, als friere man. […] Und Häuser gibt es, wo es ist, als wäre da nie ein warmer Ofen, in denen die rechte, trauliche Behaglichkeit nie gesehen wird, keine fröhliche Freundlichkeit aufblüht weder Sommer noch Winter.
Freunde! Es gibt glücklichere Zonen Als das Land, worin wir leidlich wohnen, Wie der weitgereiste Wandrer spricht. Aber hatNaturuns viel entzogen, War dieKunstuns freundlich doch gewogen, Unser Herz erwarmt anihremLicht. Will der Lorbeer hier sich nicht gewöhnen, Wird die Myrte unsers Winters Raub, Grünet doch, die Schläfe zu bekrönen, Uns der Rebe muntres Laub.
Das Leben bedeutet eine fast lückenlose Reihe gemeinsamer Entdeckungen.
Der rechte Gebrauch des Lebens Wer hemmt den Flug der Stunden? Sie rauschen hin Wie Pfeile Gottes! Jeder Sekundenschlag Reißt uns dem Sterbebette näher, Näher dem eisernen Todesschlafe! Dir blüht kein Frühling, wenn du gestorben bist; Dir weht kein Schatten, tönet kein Becherklang; Dir lacht kein süßes Mädchenlächeln, Strömet kein Scherz von des Freundes Lippe! Noch rauscht der schwarze Flügel des Todes nicht! Drum hasch die Freuden, eh sie der Sturm verweht, Die Gott, wie Sonnenschein und Regen, Aus der vergeudenden Urne schüttet! Ein froher Abend, welchen der heitre Scherz Der Freundschaft flügelt, oder das Deckelglas; Ein Kuß auf deines Mädchens Wangen, Oder auf ihren gehobnen Busen; Ein Gang im Grünen, wann du, o Nachtigall, Dein süßes Maylied durch die Gesträuche tönst, Wägt jeden Kranz des Nachruhms nieder, Den sich der Held und der Weise wanden! Der Kuß, den mir die blühende Tochter giebt, Ist süßer, als die Küße der Enkelin, Die sie dem kalten Hügel opfert, Wo ich den eisernen Schlummer schlafe.
Lang ist gang in gleicher spur: Was ihr denkt und lernt und schafft... Doch des götter-rings verhaft Dauert Einen sommer nur!
Mächtig, selbst wenn eure Sehnen ruhten, Reißt das Leben euch in seine Fluten, Euch die Zeit in ihren Wirbeltanz.
Es kommt wohl für jeden eine Stunde, wo er mit Verwunderung vor sich selbst fragt: Wie lebt man nur! Und man lebt doch!
Wir leben zugleich in einer doppelten Atmosphäre, in einer sinnlichen und in einer übersinnlichen.
Daß außer ihren Gegenständen aus einer fernen Vergangenheit auch noch eine Gegenwart um ihn herum vorhanden sei, kam ihm nur äußerst schattenhaft zur Empfindung; für sein Gefühl waren Marmor und Bronze nicht tote Mineralien, vielmehr das einzig wirklich Lebendige, den Zweck und Wert des Menschenlebens zum Ausdruck Bringende.
Wir tauchten aus dem Strom, der jenseit fließt, und wo wir eines waren willenlos, und wandeln nun für eine kurze Weile in argen Fesseln unter Raum und Stunden, wir gehen Wege, welche weit getrennt sind, und nur mit Blicken, welche trösten sollen, von fern uns findend – eine kurze Weile, bis daß wir wieder zu dem Strome tauchen und wieder eines sind und willenlos.
Das Glück noch einmal zu beginnen, wenn dies überhaupt möglich sei.
Alles bewegt sich – man könnte sagen, wallende Horizonte.