Leben Sprüche – glück

480 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben glück

Jeder glückliche Morgen, an dem wir einem neuen Tag entgegensehen, unsere Welt mit unserem Gemüt neu geschenkt umfassen, ist ein innerer Sonnenaufgang mit einem glanzvollen Gestirn und Rosenwolken; und jeder sinkende Tag, an dem unser Herz zusammenfassend über die Welt hinwegblickt, ein solcher Sonnenuntergang. Und zwischen beiden liegt der heitere oder trübe oder gewitterschwangere Himmel unserer Lebenstage.

Pauly, Aphorismen, 1905

Kurz ist das Leben, länger wird es durch Unglück.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Brevis ipsa vita est, sed malis fit longior

Wie glücklich ist das Leben, das ohne Hass verlief.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quam est felix vita, quae sine odiis transiit

Hoffnung erquickt den Armen, Besitz den Geizigen und Tod den Unglücklichen.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Spes inopem, res avarum, mors miserum levat

Glücklich über dein Schicksal wirst du dein Leben weise gestalten.

Horaz, Briefe (Epistolae). 1,10. Übers. Internet Originaltext: Laetus sorte tua vives sapienter

Lebt froh, solange das Schicksal es zulässt!

Seneca, Der rasende Herkules (Hercules furens). V. 177-178. Übers. Internet Originaltext: Dum fata sinunt, vivite laeti!

Wenn du gut bist, kannst Du vom Zufall leben.

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 3, 38 Übers. Internet Originaltext: Si bonus es, casu vivere [...] potes.

Was wird mit mir, dem das Leben angenehm ist, wenn du lebst, schwer aber, wenn es anders kommt?

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 1. Übers. Internet Originaltext: Quid nos, quibus te vita se superstite, iucundas, si contra, gravis?

Wer das Glück und die Liebe kennt, lebt erst. Das andere ist nur ein Scheinleben, man arbeitet, um zu essen, und lebt, um zu sterben. Amen.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Manche Leute führen Seiltänzerexistenzen; sie halten sich nur mit Balanzierstangen aufrecht, erfassen vor dem Absturz schnell ein rettendes Seil, schaukeln sich aber gleich wieder lächelnd daran hin und her in erheuchelter Sicherheit, ihr Publikum dabei von oben herab grüßend.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Das Leben ist ein Vermögen, welches jeder besitzt. Viele sind Geizhälse, welche nichts damit tun, als es hüten; andere geben es aus.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Menschen, Leben und Welt

Das ereignisreichste Leben ist durchaus nicht unbedingt das gehaltvollste.

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Auf dass dein Leben sich heiter gestalte – nimm es ernst.

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Wir leben auf Erden, um uns die Eigenschaften anzueignen, die wir haben müssen, um auf Erden und im Himmel glücklich zu sein.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Das Leben Leben, bitter und süß: Lieben ein Teilchen, Hassen ein Weilchen − doch, sei gegrüßt!

Kayssler, Wege − ein Weg. Eine Auswahl aus Gedichten, Prosa und Aphorismen, 1929. Erstes Buch: Ja. Gedichte (1929)

Es ist zuweilen schwer, die Zahl zu finden, in welcher die Brüche des Lebens ohne Rest aufgehen.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)

Es gibt Naturen, und zwar nicht wenige, welche nur in den Verhältnissen leben können, in welchen sie sich – nicht wohlfühlen!

Conradi, Gedichte und Aphorismen. Moderne Dichtercharaktere, hg. von Wilhelm Arent, 1885

Im Omnibus des Lebens fährt mancher blinde Passagier auf dem ersten Platz.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899