Leben Sprüche – glück

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Ich lieb ein pulsierendes Leben Ich lieb ein pulsierendes Leben, das prickelt und schwellet und quillt, ein ewiges Senken und Heben, ein Sehnen, das niemals sich stillt. Ein stetiges Wogen und Wagen auf schwanker, gefährlicher Bahn, von den Wellen des Glückes getragen im leichten, gebrechlichen Kahn .... Und senkt einst die Göttin die Waage, zerreißt sie, was mild sie gewebt, – ich schließe die Augen und sage: Ich habe geliebt und gelebt!

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Grauer Himmel Grauer Himmel, trübe Tage, Keine Lust und keine Plage, Weder Sturm noch Sonnenglanz, Grauer Stunden dunkler Kranz. Wie ein Schiff auf stillem Meer Todt und traurig treibt umher, Wie ein Mühlrad ohne Bach Still verharr' ich Tag auf Tag. Manchmal muß es doch gewittern! Manchmal muß das Herz erzittern! Muß in Leid und Freud erheben! Wie so öd' ist sonst das Leben!

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Lass dein Leben schön sein wie Sommerblumen und deinen Tod leuchtend wie Herbstlaub.

Tagore, Verirrte Vögel (Stray Birds), 1916; hier übersetzt von Helene Meyer-Franck. [82]

Glücklich der, der Zeit hat zu leben!

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Im Leben ist oft das Beste nur ein Rausch.

Byron, Don Juan, 1819-24

Man sollte das Leben in seiner ganzen Fülle und Schönheit schlürfen, ohne sich die Einzelheiten vor Augen zu stellen. Einzelheiten sind immer gemein.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Am bittersten denken die vom Leben, die sich an seiner Süße den Magen verdorben haben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1899

Betrübe dich nicht über das was außer dir vorgeht! Die Menschen sind nicht anders gegen einander, im Großen wie im Kleinen.

Goethe, J. W., Briefe. An Christiane Vulpius, 5. August 1798

Gewiß fehlt es in jedem Leben an etwas, aber warum sollen die fetten Bissen gerade immer denen zufallen, denen es so schon gut geht?

Strindberg, Ehestandsgeschichten, 1898

Was narrt mich immer das Leben! Was narrt mich immer das Leben, Sobald ich mich vorwärts richte, Wenn müde ich bin zu verweilen Im lustigen Heim der Gesichte? Bin ich denn ein Fremder hier unten Nicht für die Erde geboren, Hat auf dem Weg zu den Sternen Ein Engel hier mich verloren? Nein! Nein, ich fühle hier drinnen: Der Erde gehöre ich, Das glühende Leben hier unten Ist grade ein Leben für mich; Und alle Gaben des Lebens Umfass ich in meiner Brust, Sowohl den bittersten Schmerz, Wie auch die herrlichste Lust. O! hätte ich Macht wie Willen Und Willen dazu wie Lust, Untergehn würde die Welt Bei Flammen in meiner Brust!

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Genieße dein Sein mehr als deine Art zu sein, und der liebste Gegenstand deines Bewußtseins sei dieses Bewußtsein selber!

Jean Paul, Leben des Quintus Fixlein, 1796. Des Quintus Fixlein Leben bis auf unsere Zeiten. Letztes Kapitel

Nicht wünsch' ich zurück Der Jugend Glück, Ihr Träumen, Sehnen und Hoffen, Als noch die Zukunft vor mir lag Weit offen. Ich habe gestrebt, Solang ich gelebt, Und viel gekämpft und gelitten, Drum halt' ich wert, was ich als Preis Erstritten. Mir ist es genug, Daß frei von Trug Und Täuschung mir wurde beschieden Im tiefsten Innern Harmonie Und – Frieden.

Hartmann (Hg.), De Senecute. Was alte Leute vom Alter sagen, gesammelt von Julius Hartmann, 1924

Alles in allem – welch eine Ballade war mein Leben.

Rosebery, Napoleon I. am Schluß seines Lebens, übersetzt von Oskar Marschall von Bieberstein, Leipzig 1901

Jeder muß zufrieden sein mit der Zeit, die ihm zum Leben gegeben wird.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übersetzt von Raphael Kühner 1864. Originaltext: Cuique temporis ad vivendum datur, eo debet esse contentus.

Wie sorglich blickt das Aug' umher! Wie freut man sich, wenn der und der, Noch nicht versunken oder matt, Den Kopf vergnügt heroben hat.

Busch, Bildergeschichten. Maler Klecksel, 1884

Ach Lust und Leid! Was ist die Lust Der sehnsuchtsvollen Menschenbrust? Ein Pilger, der, verirrt und matt, Uns nachts um Kost und Lager fleht, Und morgens, frisch gestärkt und satt, Ein Undankbarer von uns geht. Nicht so die großgesäugte Pein: Die fromme Schwalbe flattert heute Nach Nahrung auf die Flur hinaus, Und kehrt mit der errung'nen Beute Noch heute in ihr altes Haus: So läßt, auf kurze Zeit, der Schmerz, Sein warmes Nest, das Menschenherz, Und kehrt mit der erjagten Nahrung, Mit Haß und bitterer Erfahrung, Ins alte traute Kämmerlein.

Beck, Nächte. Gepanzerte Lieder, 1838. Drei und funfzigste Nacht

Gefällt Vielen dein Leben, so kann es dir selbst nicht gefallen.

Franck (Hg.), Sprichwörter, Schöne, Weise, Herrliche Clugreden und Hoffsprüch, 2 Bde., 1541

Ist dein Leben deiner Lust Oder deines Leidens Bild? Lebst du weiter, weil du will(s)t Oder weil du mußt?

de Nora, Gedichte. Hochsommer. Neue Gedichte, 1912

Leben heißt lachen mit blutenden Wunden.

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Wenn man wüsste, was Lebensglück kostet, möchte niemand es kaufen.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Um Menschen in Stimmung zu bringen, muss man es verstehen, die rechten Saiten aufzuziehen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899