Leben Sprüche – glück

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Einmal will ich, das versprech ich, ohne Liebgekose leben, Wann die Blumen hier im Garten nach den Tafeln Mose leben; Hör ich abends auf den Straßen einen Vogel, eine Flöte, Sag ich bei mir selbst: Es möge dieser Virtuose leben! Freund! es ist der Lenz gekommen, unsre Wege sind verschieden: Lebe wie die keusche Lilje, laß mich wie die Rose leben! Laßt mich euren Rat vernehmen, was das Beste sei von Zweien: Weise leben, lose reden? Weise reden, lose leben? Wollt ihr mich durchaus verkennen, tut es immerhin, denn immer Werd ich, ob ich lächle drüber oder mich erbose, leben!

Platen, Gedichte. Ghaselen

Das Leben magst du wohl vergleichen einem Feste, Doch nicht zur Freude sind geladen alle Gäste. Gar manchen, scheint es, lud man nur, um die Beschwerde Zu übertragen, daß die Lust den andern werde. Den Esel lud man einst zu einem Hochzeitschmause, Weil es zu tragen Holz und Wasser gab im Hause. Der Esel dachte stolz, geladen bin ich auch. Ja wohl, beladen mit dem Tragreff und dem Schlauch.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Ein freier Mensch denkt mehr an das Leben als an den Tod.

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Wie läßt sich doch das Leben genießen, wenn man es versteht.

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Lebensverlängerung Ärger und Sorgen Dem Nächsten spare, Kannst ihm das Leben Verlängern auf Jahre.

Pesendorfer, Mein Spruchbüchlein, 1913

Zurück ins schon gelebte Leben Sieh selten nur, wenn's traurig macht, Und, Rechenschaft davon zu geben, Dir nicht das Herze lacht!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Ich hinge wahrlich nicht so sehr An diesem leidigen Leben, Wenn irgend sonst noch ein Mittel wär', Um Allerlei zu erleben.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Beherzt im Leiden, Im Glück bescheiden, Gerecht in beiden Der armen Welt, Die viel verspricht Und wenig hält; Doch ob sie bricht, Ob stählt den Mut, Nur immer tut Gar wohl bestellt, Was Gott gefällt.

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Die Bejahung des Lebens ist immer ein Siegesgefühl.

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Der Reichtum des Lebens steckt nicht in einem Menschen, er steckt in allen.

Peters, Strahlende Kräfte! Wege zum Glück durch Charakter-, Willens- und Menschenbildung, 1916

Leben ist aussuchen.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Aussortierten, in: Die Weltbühne, 13.01.1931, Nr. 2 (Peter Panter), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Das Leben ist gut und es ist Wonne und Glück, ein Mensch zu sein und auf der Erde zu wohnen.

Pestalozzi, Christoph und Else, 1782. 21. Abendstunde (Christoph)

Zum Salat des Lebens liefert uns die Sorge den Essig und der Humor das Öl.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Es ist ein Leben, ob es weint oder lacht.

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Man kommt nicht in die Welt, um sich auszusuchen, sondern um ›vorlieb‹ zu nehmen.

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Das Leben wirft bald tiefe Schatten über unsere Seele, bald teilt es ihr Licht und Freude mit.

Dilthey, Gesammelte Schriften, 26 Bde., 1914-2006. Weltanschauungslehre

Ein Glück ist's, daß jedem nur sein eigner Zustand zu behagen braucht.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, im Oktober 1803

Aber man muß das Leben nehmen, wie es ist. Kommt nach Sturm und Regen nicht die Sonne – kühler Vollmondschein hat auch seinen Wert.

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Das Leben wär' ein Narrentanz, Wenn's nicht so ernsthaft wäre.

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854

Wenn du des Lebens überdrüssig bist, sei dir sicher, es beruht auf Gegenseitigkeit.

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Man lebt nur gut allein.

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