Leben Sprüche – glück

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Guten Morgen… Gute Nacht…, dies ist das Leben.

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Sei du im Leben wie im Wissen Durchaus der reinen Fahrt beflissen; Wenn Sturm und Strömung stoßen, zerrn, Sie werden doch nicht deine Herrn; Kompaß und Pol-Stern, Zeitenmesser Und Sonn und Mond verstehst du besser, Vollendest so nach deiner Art Mit stillen Freuden deine Fahrt. Besonders, wenn dich's nicht verdrießt, Wo sich der Weg im Kreise schließt; Der Weltumsegler freudig trifft Den Hafen, wo er ausgeschifft.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Zahme Xenien, Kap. 6

Mancher genießt das Leben nur halb, so lange er es ganz hat, und genießt es erst ganz, wenn er's nur halb besitzt.

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Das Leben ist gerade so viel wert als Glückseligkeit darin ist.

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Das Leben ist besser als der Tod, und doch ist es bessertodmüde zu sein alslebensmüde.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wer wußte je das Leben recht zu fassen, Wer hat die Hälfte nicht davon verloren Im Traum, im Fieber, im Gespräch mit Toren, In Liebesqual, im leeren Zeitverprassen?

Platen, Gedichte. Sonette

Warum wollen Sie irgendeine Beunruhigung, irgendein Weh, irgendeine Schwermut von Ihrem Leben ausschließen, da Sie doch nicht wissen, was diese Zustände an Ihnen arbeiten?

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Das Öl der Lebenslampe ist die Lust am Leben.

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Hoppla, wir leben!

Toller, Hoppla, wir leben! Ein Vorspiel und fünf Akte, Potsdam 1927

Lebe rein, mein Herz, dies schöne Leben, Rein von allem Fehl und bösem Wissen, Wie die Lilie lebt in stiller Unschuld, Wie die Taube in des Haines Wipfeln; Daß du, wenn der Vater niederblicket, Seist sein liebstes Augenmerk auf Erden, Wie des Wandrers Auge unwillkürlich An den schönsten Abendstern sich heftet; Daß du, wenn die Sonne dich einst löset, Eine reine Perl' ihr mögest zeigen, Daß dein Denken sei wie Duft der Rose, Daß dein Lieben sei wie Licht und Sonne, Wie des Hirten Nachtgesang dein Leben, Wie ein Ton aus seiner sanften Flöte.

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Klage nie das Leben an! Denn du selber bist das Leben!

Peters, Strahlende Kräfte! Wege zum Glück durch Charakter-, Willens- und Menschenbildung, 1916

Lebe ein allen offenes Leben.

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Den einen faßt das Leben lind Den einen faßt das Leben lind, Mag hoch die Flut auch schwellen, Es tragen, wie ein Liebeskind, Geduldig ihn die Wellen. Den andern will der Wogen Spiel Entrücken seinen Wegen, Und bis zum Tod, nach seinem Ziel Schwimmt er dem Strom entgegen. Ein dritter bleibt am Ufer steh'n, – Des Lebens Glück und Leiden, Er darf sie nur von ferne seh'n Und sehnt sich wohl nach beiden! O Tag um Tag vorbei ihm schwebt, Heut klarer, morgen trüber, Er hat das Leben nicht gelebt, Es ging an ihm vorüber!

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Klage nicht, das Leben sei dir eine Last; Frage dich, ob besser du verdient es hast!

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Willst du der Menschheit Lagen kennen? Ein kurzer Reim kann sie dir alle nennen; Sie heißen: Leiden, Tragen, Missen, Und Ruh'n und Wirken und Genießen!

Lavater, Devisen, in: Johann Kaspar Lavater's ausgewählte Schriften, hg. von Johann Kaspar Orelli. Erster Theil, Zürich 1841

Unser Leben würde herrlich werden, wenn wir nur all seiner Niedrigkeit gewahr würden.

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Hüben und Drüben Wer langes Leben wünscht im irdischen Gewimmel, Der weiß nicht, was er tut: er kürzt sich ja den Himmel.

Hebbel, F., Gedichte

(Prinzessin:)Wohl ist sie schön die Welt! In ihrer Weite Bewegt sich so viel Gutes hin und her. Ach, daß es immer nur um einen Schritt Von uns sich zu entfernen scheint, Und unsre bange Sehnsucht durch das Leben Auch Schritt vor Schritt bis nach dem Grabe lockt! So selten ist es, daß die Menschen finden, Was ihnen doch bestimmt gewesen schien, So selten, daß sie das erhalten, was Auch einmal die beglückte Hand ergriff! Es reißt sich los, was erst sich uns ergab, Wir lassen los, was wir begierig faßten. Es gibt ein Glück, allein wir kennen's nicht: Wir kennen's wohl, und wissen's nicht zu schätzen.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 2. Szene, Prinzessin zu Leonore

Gibt's mehr als einen Silberblick im Leben?

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Leben war noch nie Verbrechen, Und der Lebende hat Recht!

Fallersleben, H., Gedichte. Aus: Trinklied

Freunde! Nicht taugt die Moral Zum Lied, längst schwor ich sie ab; Wen schert Vernunft, der einmal Sich ganz der Tollheit ergab! Kein Lied ist zu schlecht, Wenn mit Huren man zecht, Epikur stellt es fest. Wird Apollo bekränzt, Wenn uns Bacchus kredenzt? Trinkt, lacht! Zum Teufel den Rest! Hundert Jahre versprach Hippokrates jedem Kumpan. Wird auch das Bein schließlich schwach, Was kommt es uns darauf an? Wenn nur die Hand bis zuletzt, Die das Glas an die Lippe setzt, Nicht locker läßt –. Komme das Alter heran, Stoßt mit mir an, Trinkt, lacht! Zum Teufel den Rest! Wie er zur Welt kam, versteht Vortrefflich ein jeder Wicht, Aber fragst du, wohin er geht, So weiß es der Klügste nicht. Doch spar dir darob den Verdruß, Überlaß dem Himmel den Schluß, Daß wir sterben, steht fest. Doch ist nicht minder gewiß, Daß wir leben; das andre vergiß! Trinkt, lacht! Zum Teufel den Rest!

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)