Leben Sprüche – glück

480 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben glück

Wenn's Leben nicht mit Narrheit verzuckert wär, so ertrüg es kein Bär.

Internet

Denn was der Mensch erstrebt hat, das ist in der Tat weder Schmerz noch Vergnügen, sondern einfach Leben.

Wilde, Der Sozialismus und die Seele des Menschen. Aus dem Zuchthaus zu Reading. Aesthetisches Manifest (The Soul of Man under Socialism), Erstdruck 1891

Dankbares Leben Wie schön, wie schön ist dieses kurze Leben, Wenn es eröffnet alle seine Quellen! Die Tage gleichen klaren Silberwellen, Die sich mit Macht zu überholen streben. Was gestern freudig mocht das Herz erheben, Wir müssen's lächelnd heute rückwärts stellen; Wenn die Erfahrungen des Geistes schwellen, Erlebnisse gleich Blumen sie durchweben. So mag man breiter stets den Strom erschauen, Auch tiefer mählich sehn den Grund wir winken Und lernen täglich mehr der Flut vertrauen. Nun zierliche Geschirre, sie zu trinken, Leiht, Götter! uns, und Marmor, um zu bauen Den festen Damm zur Rechten und zur Linken!

Keller, G., Gedichte. Sonette

Über keinen Vorfall sollte man in großen Jubel, oder große Wehklage ausbrechen; teils wegen der Veränderlichkeit aller Dinge, die ihn jeden Augenblick umgestalten kann; teils wegen der Trüglichkeit unsers Urteils über das uns Gedeihliche, oder Nachteilige.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Alle sind oben, so lang sie die Erde unter den Füßen und den Himmel voll Licht oder Sterne über dem Haupte haben.

Hebel, Vermischte Aufsätze, 1834. I. Allgemeine Betrachtung über das Weltgebäude. Die Erde und die Sonne

Tag meines Lebens! die Sonne sinkt. Schon steht die glatte Flut vergüldet. Warm atmet der Fels: schlief wohl zu Mittag das Glück auf ihm seinen Mittagsschlaf? – In grünen Lichtern spielt Glück noch der braune Abgrund herauf. Tag meines Lebens! gen Abend gehts! Schon glüht dein Auge halbgebrochen, schon quillt deines Taus Tränengeträufel, schon läuft still über weiße Meere deiner Liebe Purpur, deine letzte zögernde Seligkeit.

Nietzsche, Dionysos-Dithyramben, 1889. Die Sonne sinkt

Das Leben ist ein Gemälde – um so schöner, je ungenauer man es betrachtet.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Süßes Leben! schöne freundliche Gewohnheit des Daseins und Wirkens!

Goethe, Egmont, 1788. 5. Akt, Egmont zu Ferdinand

Nun laß die Liebe! In der Luft liegt es wie Hyazinthenduft, klingt es wie Raserei – Das Leben ist ein frecher Tanz, nur wer's verachtet, hat es ganz und klagt nicht, wenn's vorbei! Tokaier füll mir den Pokal – Daß ich das Gift nicht seh im Mahl, betäube mich mit Wein! Gott sei's geklagt, nach diesem Tanz wird ja mein armes Herz auch ganz, ja ganz zertreten sein!

Internet

Ein Rätsel ist das Menschensein, Kein Grübler denkt es aus; Jung lebt in Freuden man hinein, Aus Schmerzen alt hinaus!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1875

Wer leben will und sich wohl befinden, Kümmere sich nicht um des Nachbars Sünden.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Trotziges Leben Höhnisch Heulen Von herben Winden! Rauhe Schauer Rieseln durch Mark und Bein. Wirbelnde Blätter Von den Linden Schleifen in öden, Schlüpfrigen Schlamm hinein. Wolken weinen da droben; Pessimistische Zähren Spritzt mir der Sturm ins Gesicht – Leben voll Jammer und Schwären! Trotzig dich wehren! Kämpfend verklären! Lockenschüttelnd das Haupt erhoben, Seele voll Licht! Freude gebären! Modre, vermodre Du nur, du nur im Sumpfe nicht!

Internet

Beglückt ist der, der seine Rolle also spielt, Daß, wenn der Vorhang fällt, er keine Reue fühlt.

Die Weisheit an die Menschen. Eine Sammlung auserlesener Sentenzen und Wahrheiten, Leipzig 1801 (anonym)

Zuzeiten ist die Lebensführung von sehr kleinen Dingen abhängig.

Internet

Dem Klugen kommt das Leben leicht vor, wenn dem Toren schwer, und oft dem Klugen schwer, dem Toren leicht.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Willst du wissen, wie alt du bist, so frage nicht die Jahre, die du gelebt hast, sondern den Augenblick, den du genießt.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

»Erlaubt ist, was gefällt.« Ja – wem gefällt, um Gottes willen!

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Jedes Jahrzehnt des Menschen hat sein eigenes Glück, seine eigenen Hoffnungen und Aussichten.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 12. Kap., Eduard zum Major

Mit dem Leben ist es wie mit der Musik. Beides muß statt nach Regeln mit Phantasie, Gefühl und Instinkt komponiert werden.

Internet

Ein glückseliges Leben ist der Genuß der Gegenwart; das ewige Leben ist die Hoffnung der Zukunft.

Internet

Wir leben, und wir wissen, daß wir leben, und freuen uns dieses Lebens und dieses Wissens.

Internet