Leben Sprüche – glück

480 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben glück

Und da man des Lebens mehr froh wird durch das, was man im freien Gebrauche desselben tut, als was man genießt, so können Geistesarbeiten eine andere Art von befördertem Lebensgefühl den Hemmungen entgegensetzen, welche bloß den Körper angehen.

Kant, Der Streit der Facultäten, 1798

Laß ab, mein Herz, von Klagen und Sehnen – es scheint die Sonne durch Regen und Tränen; – es ist kein Leben davon befreit: Ein jedes hat seine Regenzeit, und Tage, trüb und traurig.

Internet

Man hat kein Recht, weder auf Dasein, noch auf Arbeit, noch gar auf „Glück“: es steht mit dem einzelnen Menschen nicht anders als mit dem niedersten Wurm.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. November 1887 – März 1888

Alle Tiere sind nach dem Geschlechtsverkehr traurig, außer der Frau und dem Hahn.

Internet

Und ich darf noch Hie und da, dann und wann Ein Wehweh. Doch im ganzen: Ich, der ich nicht tanzen kann, Sehe gern andere tanzen. Noch immer in Arbeit gestellt Und die Arbeit genießend, Finde ich dich, ausstudierte Welt, Immer neu fließend. Gehe durch die Straßen einer Stadt Um Dinge herum, die stinken. Was Beine oder keine Beine hat, Kann blinken oder winken. Ich kann einen Pflasterstein, Der am Rinnstein liegt, aufheben. O schönes Auferdensein! Und ich darf noch leben.

Ringelnatz, J., Gedichte. 103 Gedichte, 1933

Erdenleben Nicht ganz zum Glück, nicht ganz bestimmt zum Leiden Ist uns die Welt; Bekümmernis und Freuden Besuchen wechselnd unsern Pilgergang. Ein Mittelstand von Himmel und von Hölle War unser Los, und diese Prüfungsstelle Entheiligt Murren mehr, als fröhlicher Gesang.

Internet

Was ist des Lebens höchste Lust? Die Liebe und der Wein.

Perinet, Die Schwestern von Prag, 1794

Voll Dornen ist des Lebens Pfad, Wer könnt' es anders sagen, Nur läßt zum Glück sie Gottes Rat Mitunter Rosen tragen!

Halm, F., Gedichte

Kleinigkeiten werden immer g'stohlen: Portemonnaies, Herzen, Silberlöffel, Couplets – es tut völlig wohl, wenn einmal etwas Großartiges passiert.

Nestroy, Frühere Verhältnisse, 1862

Niemand kann wünschen, glücklich zu sein, gut zu handeln und gut zu leben, wenn er nicht zugleich wünscht, zu sein, zu handeln und zu leben.

Spinoza, Ethik, nach geometrischer Methode dargestellt (Ethica Ordine Geometrico Demonstrata), verfasst 1665, posthum veröffentlicht 1677

Das Leben hat eine Sammlung von Erscheinungen, die wahrscheinlich von sehr hohem Wert sind, weil sie den Ungenügsamsten zu der genügsamen Äußerung hinreißen: "Da hab' ich schon gnua".

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Das Leben ist mehr als ein ständiger Wechsel, das Leben ist eine Legierung aus Lust und Leid, von Schwarzem und Weißem, allerhand Farben und Mittelstufen. Nichts auf der Welt ist absolut ernst, nichts ist absolut lustig.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Glücklich zu sein und andere glücklich zu machen, sonst hast du auf Erden nichts zu tun.

Internet

Lebensüberfluß Rauschende Bäche quellenden Lebens, Tönet wie Lieder in meine Ruh! Sehet, erfüllt ist's: nimmer vergebens Schau' ich in Sehnsucht den Wellen zu. Draußen in sommerdämmernder Laube Wiegt die holde Geliebte mein Kind, Hoch an dem Dache reift mir die Traube, Goldne Fäden die Parze spinnt. Schwellende Segel auf ruhigen Wogen Bringen mir Gäste, Früchte und Fracht; Meine Auen sind bienenumflogen, Nachtigallen singen bei Nacht. Rauschende Bäche quellenden Lebens, Spült ihr mich fort einst in Wogenschaum, Singen dann will ich: nicht vergebens Hab' ich geträumt den irdischen Traum!

Internet

Die kurze Dauer des Lebens kann uns nicht von seinen Freuden abbringen, noch über seine Mühsal trösten.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Aber im Gegenteile scheint mir derjenige erst zu leben und seines geistigen Daseins froh zu werden, der mit irgend einer Sache eifrig beschäftigt, durch eine treffliche Tat oder eine edle Kunst sich Ruf zu erwerben sucht.

Sallust, Über die Verschwörung des Catilina (De coniuratione Catilinae oder Bellum Catilinae), um 41 v. Chr. Übersetzt von Karl Cless, 1856

Das Vöglein Vöglein, Vöglein mit den Schwingen, Mit den Äuglein schwarz und klein, Laß uns mit einander singen, Laß uns liebe Freunde sein! Vöglein hüpfte auf den Bäumen, Endlich es mit Sang begann: Du kannst nur von Freiheit träumen, Dich seh' ich als Fremdling an! Mensch, auch Du hast Deine Schwingen, Äuglein klar und hell und rein, Könntest Freiheit dir erringen, Dann erst laß uns Freunde sein!

Internet

Lebe dein Leben und Amen.

Internet

Denn der hat viel gewonnen, der das Leben verstehen kann, ohne zu trauern.

Hölderlin, Reflexion, entstanden wohl 1799

Ein geordnetes Leben läßt sich nur in geordneten Verhältnissen führen – der beste Vorsatz muß an den unüberwindlichen Hindernissen erlahmen, und mit der Entmutigung tritt dann wieder das haltlos gleichgültige Dahintreiben ein, das den Menschen zum willenlosen Spiele der Umstände macht.

Byr, Mit eherner Stirn. Roman, 4 Bde., 1868

Das Leben ist wie ein Cirkus, die Hanswürste darin haben das meiste Glück beim Publikum.

Aachener Kritische Revue, 1891-94