Leben Sprüche – glück
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Das Leben ist schön, nur der Mensch ist hässlich.
Im Strom ist Leben, und wohl ist allen denen, die an der starken Lebensstraße wohnen. Der Strom führt Güter heran und Güter davon, und nur im Wechsel ist Glück. Die aber, die auf einsame Inseln flüchten, müssen versiegen wie Teiche, die ohne Zufluß sind.
Das Leben ist ein Spieltisch, an dem man sich nur in dem Maße vergnügt, als man ein gewagtes Spiel spielt.
O selig, die da leben, nicht nur sind!
Lebe so, daß du an jedem Abende sagen kannst, dieser Tag ist gewonnen.
Wohl dem, der das Treppengeländer des Lebens herunterrutscht, ohne auf abstehende Holzsplitter zu treffen.
Wer nicht viel tragen kann, viel wohltun, viel vergeben, versteht die Weisheit nicht, und nicht die Kunst zu leben.
Es kommt im Leben auf die Kleinigkeiten an.
Die Menschheit hat einen größeren Gewinn, wenn sie jeden nach seinem Gutdünken leben lässt, als wenn sie jeden zwingt, nach dem Gutdünken der andern zu leben.
Aussicht Komm zum Garten denn, du Holde! In den warmen, schönen Tagen Sollst du Blumenkränze tragen, Und vom kühl kristallnen Golde Mit den frischen, roten Lippen, Eh ich trinke, lächelnd nippen. Ohne Maß dann, ohne Richter, Küssend, trinkend singt der Dichter Lieder, die von selbst entschweben: Wunderschön ist doch das Leben!
Die Güter des Lebens scheinen oft ungenießbar, bloß darum, weil sie oft eine rauhe Hülse tragen und tragen müssen, aber der Kern ist darum denn doch auch gewährt.
Manche Menschen gelangen eigentlich niemals zum Genuß des Daseins. Sie spähen immerfort nach dem Zeitpunkte aus, wo ihre Wünsche sich erfüllen sollen. Und unversehens wird ein schwarzer Deckel geöffnet, und man legt sie hinein als Toren, die um des Zuvielerstrebten nichts ihr eigen nennen dürfen. Nur der, welcher jeden Tag zu einem Festtag glücklichen, wenn auch bescheidenen Genießens macht, ihn nützt und denkt: "Für den kommenden gibt's keine Schlüssel, die Pforten des Glücks sind geöffnet oder versperrt! Keiner vermag es zu wissen!" der ist weise.
Ich lebe von meinem Wunsch zu leben.
Weißt du das Leben nicht recht zu genießen, so weiche Erfahrenen.
Lied Oft, wenn wir lang im Dunkel schweifen Durch eine tiefverhüllte Nacht, Dann werden uns die Purpurstreifen Aurorens plötzlich angefacht. Verzweifle keiner an den Wegen, Die das Verhängnis mächtig geht, Sie bringen uns dem Glück entgegen, Das wunderbar am Ziele steht. Und hat dich Mißgeschick betroffen, Und hat dich mancher Schmerz verletzt, Hör dennoch nimmer auf zu hoffen, Und die Erfüllung naht zuletzt. Es quälen uns so manche Plagen, Eh' uns der Götter Gunst beglückt, Wir müssen manche Dornen tragen, Eh' uns der Kranz der Freude schmückt. So wechselt's in den ird'schen Dingen, Das ist der Fluch der flücht'gen Zeit, Und will ich morgen fröhlich singen, So muß ich kläglich weinen heut. Zwar kommt Erhörung oft geschritten Mit ihrer himmlischen Gewalt, Doch dann erst hört sie unsre Bitten, Wenn unsre Bitten lang verhallt.
Für den ist kein Übel im Leben, der sich wahrhaft überzeugt hat, dass nicht zu leben kein Übel sei.
In Unbewußtheit leben ist das Süßeste, bis man erkennt, was Freude sei, was Schmerz.
Es lebt nur, wer nicht sich allein lebt.
Wie weise und glücklich ist der, welcher so lebt, wie er am Ende wünschen wird, gelebt zu haben.
Leben ist ein großes Fest, Wenn sich's nicht berechnen läßt.
Was will ich mehr! Noch halt mit beiden Händen ich Des Lebens schöne Schale fest, Noch trink und kann nicht enden ich Und denk nicht an den letzten Rest. »Doch einmal wird die Schale leer, Die letzte Neige schlürftest du.« So trank ich doch, was will ich mehr, Dem Tod ein volles Leben zu.