Leben Sprüche – glück

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Sind uns die kurzen bunten Lumpen zu mißgönnen, die ein jugendlicher Mut, eine angefrischte Phantasie um unsers Lebens arme Blöße hängen mag? Wenn ihr das Leben gar zu ernsthaft nehmt, was ist denn dran? Wenn uns der Morgen nicht zu neuen Freuden weckt, am Abend uns keine Lust zu hoffen übrig bleibt, ist's wohl des An- und Ausziehens wert?

Goethe, Egmont, 1788. 2. Akt, Egmont zum Sekretär

Den preis' ich selig, der von innerm Zuge Geführt sich einen Lebensgang erkoren, Und für ihn seine Kräfte fühlt geboren. Wie sich der Aar geboren fühlt zum Fluge.

Aurora. Mit Beiträgen von Freih. von Rachwitz, Franz Bonn, Fr. von Münchberg, Theodoret Volker, Dr. H. Holland, J. B. Vogl, Friedrich Klar, J. Schrott. Hg. von Reding von Biberegg, 1854. Aus: Neue Sonette (III.)

Gottlob! daß ich auf Erden bin Und Leib und Seele habe; Ich danke Gott in meinem Sinn Für diese große Gabe. Der Leib ist mir doch herzlich lieb Trotz seiner Fehl und Mängel, Ich nehme gern mit ihm vorlieb Und neide keinen Engel. Ich küsse gern mein braunes Weib Und meine lieben Kinder, Und das tut wahrlich doch mein Leib, Und mir ist es gesünder, Als wenn ich mit Philosophie Die Seele mir verdürbe, Denn ein klein wenig Not macht sie, Die liebe Weisheit, mürbe.

Novalis, Gedichte. Gottlob! daß ich auf Erden bin...

Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Leben! Auch du bist eine Gewebe von Träumen Fröhlichen leicht, Betrübten schwer.

Schmidt/Lautsch (Hg.), Klamer Eberhard Karl Schmidt's Leben und auserlesene Werke hg. von dessen Sohne Wilhelm Werner Johann Schmidt und Schwiegersohne Friedrich Lautsch, 3 Bde., 1826-1828

Dann erst genieß ich meines Lebens recht, wenn ich mir's jeden Tag aufs neu' erbeute.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 3. Akt, 1. Szene, Tell

Man lebe, wie man soll, so hat es keine Not!

Fleming, P., Gedichte. Deutsche Gedichte. Poetische Wälder. Aus: In Groß-Neugart der Reußen, 1631

Wer die Kunst versteht, mit sich selbst leben zu können, kennt keine Langeweile.

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Pflege das Leben, wo du es triffst.

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Wer, wie er muß, nicht leben will, lebt gar nicht!

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Viele leben zu sehr in der Gegenwart; die Leichtsinnigen. Andere zu sehr in der Zukunft: die Ängstlichen und Besorglichen. Selten wird einer genau das rechte Maß halten.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Ob glücklich oder unglücklich, das Leben ist der einzige Schatz, den der Mensch besitzt; und wer es nicht liebt, ist seiner nicht wert.

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Das Leben ist ernst, und der Freuden sind so wenig. Aber dies ist wohl eine: in Ruhe, bei einer Tasse Kaffee und einer Zigarre zu hören, wie sich die Leute aufregen und abhaspeln und ihr schlechtes Deutsch herunterschnurren und sich versprechen und schimpfen, schimpfen, schimpfen . . .

Tucholsky, Werke 1907-1935. Helden am Telefon, in: Berliner Volkszeitung, 21.08.1922 (Ignaz Wrobel)

Was hin, sei vergessen, ob Liebe oder Traum. Ein Meer ist das Leben. Das Glück ist wie Schaum.

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Und man holt recht gut Luft, ohne zu wissen wie sie geholt werden muß und geholt wird.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Übungen im Stil. c) Bedenklicher Stil

Lebe, bis du satt geküßt und des Trinkens müde bist.

Lessing, G. E., Gedichte. Lieder, Ausgabe 1771. Aus: Der Tod

Ein glückliches Leben ist unmöglich: Das Höchste, was der Mensch erlangen kann, ist ein heroischer Lebenslauf.

Schopenhauer, A., Nachlass. Senilia (1853)

So gelebt zu haben, daß man mit Freuden auf sein Leben zurückblickt, heißt zweimal gelebt zu haben.

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Ich weiß, daß das Leben sein bißchen Honig woanders saugt.

Fontane, T., Briefe. An Friedrich Witte

Wer lebt in dulci jubilo (in süßem Jubel), der stirbt nicht in adagio (ruhevoll).

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Alles, was lebt, das lebt gern.

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