Leben Sprüche – glück

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Der Russe hat mehr die Liebe zum Leben, wie es ist, der Deutsche mehr die zum Leben, wie es sein sollte, könnte, müßte.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1905

In die Welt hinaus! Außer dem Haus Ist immer das beste Leben; Wem's zu Hause gefällt, Ist nicht für die Welt – Mag er leben!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien. Axiom

Einer acht's, der andre verlacht's, der dritte betracht's, was macht's?

Inschrift. Am Rathaus zu Wernigerode, 1492

Wer weiß zu leben? Wer zu leiden weiß. Wer weiß zu genießen? Wer zu meiden weiß. Wer ist der Reiche? Der sich beim Ertrag des eignen Fleisches zu bescheiden weiß.

Strauß, Der alte und der neue Glaube, 1872

Lasst uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen.

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Das ganze Leben ist der größte Unsinn. Und wenn man achtzig Jahre strebt und forscht, so muß man sich doch endlich gestehen, daß man nichts erstrebt und nichts erforscht hat. Wüßten wir wenigstens, warum wir auf dieser Welt sind. Aber alles ist und bleibt dem Denker rätselhaft, und das größte Glück ist noch das, als Flachkopf geboren zu sein.

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Wechsel Lebensfreude, Lebensschmerz Wechseln immerwährend, Denn das eine wär' fürs Herz Geradezu verzehrend.

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Glücklich, wer jung in seinen Tagen; glücklich, wer, mit der Zeit gestählt, gelernt, des Lebens Ernst zu tragen.

Puschkin, Eugen Onegin, übersetzt von Theodor Commichau, München 1921

Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst.

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Der Mensch erfährt, er sei auch, wer er mag, ein letztes Glück und einen letzten Tag.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

Wer aus der Idee lebt, lebt weise, wer aus der Maxime, klug, wer aus den Sinnen, gestaltlos und leer, wer aus dem Herzen, schön aber unglücklich, wer aus allen vieren zusammen, würdig, schön und glücklich.

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Im Leben muß man den Sorgen, Enttäuschungen und Kümmernissen ihren Anteil lassen und bescheiden genießen, was übrigbleibt.

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Unser Hauptfehler ist, daß wir unser bißchen Bewußtsein über den Moment zu einem Bewußtsein über alle Zukunft ausdehnen möchten. Keine schönere Naturen, als diejenigen, die sich ohne Dumpfheit und Frechheit in gläubigem Vertrauen ans Leben hingeben.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1844

Wird nur erst der Himmel heiter, Tausend zählt ihr, und noch weiter.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott, Gemüt und die Welt

Auf dem Faulbett Auf mein Faulbett hingestreckt Überdenk' ich so meine Tage, Forschend, was wohl dahintersteckt. Daß ich nur immer klage. Ich habe zu essen, ich habe Tabak, Ich lebe in jeder Sphäre, Ich liebe je nach meinem Geschmack Blaustrumpf oder Hetäre. Die sexuelle Psychopathie, Ich habe sie längst überwunden - Und dennoch, ich vergess' es nie, Es waren doch schöne Stunden.

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Über seine Verhältnisse kann man nur leben, wenn man welche hat.

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Das Leben besteht aus einer ununterbrochenen Folge von Stimmungen, sie gleichen den Rosenkranzperlen auf den Gebetketten. Wenn wir sie der Reihe nach durchgehen, erweisen sie sich als verschieden gefärbte Linsen, die die Welt in ihre eigenen Farben tauchen. Jede von ihnen zeigt uns, was in ihrem Brennpunkt liegt.

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Das Leben ist nur ein Traum, aber wecke mich nicht auf.

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Komm, mein Leben! Feld und Hain erglühen hold Unter Blütenträumen Und das Licht, wie helles Gold Rauscht es in den Räumen. Komm, mein Leben, meine Lust, Tritt in Gottes Helle, Daß sich wärmer Brust zu Brust, Lust zu Lust geselle!

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Die Menschen freuen sich über den Aufgang und auch über den Untergang der Sonne und werden nicht gewahr, dass dabei auch ihr Leben dahinschwindet.

Böhtlingk (Hg.), Indische Sprüche. Sanskrit und Deutsch, 3 Bde., 1863-65. Bd. 1, 1411. Ramayana II, 105

Wie unglücklich würden neunundneunzig von hundert Teilen des menschlichen Geschlechts sein, wenn die mitleidige Natur nicht von Zeit zu Zeit etliche Tropfen aus diesem ihrem Zauberbecher [der Freude] auf die Beschwerden ihres Lebens fallen ließe!

Wieland, Sokrates mainomenos oder die Dialogen des Diogenes von Sinope. Aus einer alten Handschrift, 1770; späterer Titel: Nachlass des Diogenes von Sinope. Gedanken über eine alte Aufschrift, 1795