Leben Sprüche – glück

480 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben glück

Lebe heute, vergiß die Sorgen der Vergangenheit.

Internet

Das ganze Geheimnis sein Leben zu verlängern, besteht darin: es nicht zu verkürzen.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

So sind die Menschen! Sie suchen früh und spät Das Bittere im Kelche; Wer keine Plage hat, Der macht sich welche.

Internet

Nicht darauf muss unsere Sorge gerichtet sein, lange zu leben sondern nur darauf, genügend lange zu leben.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 93. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Non ut diu vivamus curandum est, sed ut satis

Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.

Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. 8. Kapitel. Übersetzt von J. M. Moser (1829)

Das Leben beginnt erst mit 70 Jahren, dann erst wird es wirklich schön.

Internet

Jeder Zustand ist so gut, als man ihn sich macht.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Wohl mir, mein müder Geist Wird wieder Staub, Wird, wie der Weltlauf kreist, Wurzel und Laub; Wird sich des keimenden Daseins freuen, Frühlingstriebe still erneuen, Saftige Früchte zur Erde streuen; Freilich sein spreitendes Dach zu belauben, Wird er andern die Säfte rauben, Andern stehlen Leben und Lust: Wohl mir, er frevelt unbewußt!

Hofmannsthal, H., Gedichte. Sünde des Lebens

Unser Leben hängt so g[e]nau in der Mitte zwischen Vergnügen und Schmerz, daß uns schon zuweilen Dinge schädlich werden können, die uns zu unserm Unterhalt dienen, wie ganz natürlich veränderte Luft, da wir doch in die Luft geschaffen sind. Allein wer weiß ob nicht vieles von unserm Vergnügen von diesem Balancement abhängt, diese Empfindlichkeit ist vielleicht ein wichtiges Stück von dem was unsern Vorzug vor den Tieren ausmacht.

Lichtenberg, Sudelbuch A, 1765-1770. [A 64]

Mögest du alle Tage deines Lebens leben.

Internet

Je leichter du bist, um so besser trägt dich die Woge des Lebens.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

O tränenwertes, wahres Bild des Lebens! Die Freude tritt zur Tür herein, aus der Kaum ging der Schmerz! Das Glück nimmt ein das Bett, Woraus entwichen die Verzweiflung kaum! Was wird, besetzt die Stelle des Gewes'nen; Des Lebens Becher ist stets gleich gefüllt, Nur daß ihn eine Hand ergreift, die andre Ihn wegstellt. Ach! wenn oftmals unser Auge Die Glückesschalen, welche überschäumen Zu müssen scheinen, gründlich prüfen könnte: Ergäbe dann sich nicht, daß jede Lust Des einen Menschen, mit des andern Asche Und Tränen sich vermengt?

Lamartine, Jocelyn, 1836

So lang du lebst, sei lebendig.

Internet

Wenn alles im Leben glatt ginge, glitte man noch öfter im Leben aus.

Internet

Die Illusion Was ist die Freude, das Glück, das Leben ohne den Traum von Hoffnung und von Ruhm! Eine Straße, endlos, öd, uneben: immer müder wird dein Pilgertum. Gieb mir Melodieen – oh, nur eine: wiege das Herz in Träume, wenn es schreit! und dir wachsen ewige Marmorsteine aus der Asche der Vergangenheit. Hoffnung! Ruhm! was soll ich mich beklagen; ein Diadem zieht strahlend vor mir her. Was tut’s, ein Leben wie ein Bettler tragen, wenn man stirbt wie Pindar und Homer!

Internet

Ist auch mein Licht nicht ausgeglommen, Schön war das mir vergönnte Stück. Wie ich's aus Gottes Hand bekommen, Glüh ich es ihm zurück. Ich habe tief gewußt hienieden Was groß und schön war, tat und sann. Ich scheide von der Welt in Frieden Und muß nicht fragen wann. Ich sah den Glanz der Werde-Tage Und fühlte Segnung wo ich litt. Ich liebte, ward geliebt und trage Die holden Bilder mit.

Internet

Das Leben ist nur ein Gedanke, Der aus dem Glück des Himmels fiel; Wir sollten ihn in Taten wandeln, Das ist des Gottgedankens Ziel.

Branco, Gnomen

Ach, es ist wahrlich all eins, ob man bettelt oder gut lebt, wem das Herz freundlich ist zu geben und seine Liebe wieder willig zu empfangen, der allein ist reich.

Internet

Denn ein Gott hat Jedem seine Bahn Vorgezeichnet, Die der Glückliche Rasch zum freudigen Ziele rennt; Wem aber Unglück Das Herz zusammenzog, Er sträubt vergebens Sich gegen die Schranken Des ehernen Fadens, Den die doch bittre Schere Nur einmal löst.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Vermischte Gedichte. Aus: Harzreise im Winter

Lerne hoffen, ohne zu hoffen! Leider ein allzu schweres Stück; Wer's könnte, der hätte das Ziel getroffen: Glücklich zu sein auch ohne Glück. Dennoch ist's wahr und guter Rat, Wird er auch niemals ganz zur Tat. Leben ist Schuld, Da will's Geduld; Im Genuß entsagen, Leidend nicht klagen, Verzichtend wagen, Dem Schein nicht trauen, Doch freudig schauen, Schaffen und bauen! Versuch es, und kann es nicht ganz gelingen: Soviel du vermagst, es doch zu zwingen, Soviel ragst du aus Zeit und Schein Empor, in die Ewigkeit hinein.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

Lust ist die Grundlage des Lebens. Wären Zeugen und Essen mit Schmerzen verbunden, so würde alles Leben an Unlust zugrunde gehen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929