Leben Sprüche – glück
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Man muss das Leben nicht banalisieren, indem man das Wesen und das Schicksal auseinanderzerrt und sein Unglück abseits stellt von seinem Glück. Man darf nicht alles sondern. Es ist alles überall.
Kein Leben ist so hart, dass man es nicht leichter machen könnte durch die Art, wie man es nimmt.
Es gibt in der Existenz des Menschen entgegengesetzte Perioden, welche man die Glückszeit und die Unglückszeit des Lebens nennen könnte.
Es gibt Lebensumstände, wo es einem beständig ist, als hätte man zu dünne Kleider an, als fahre einem der Wind über die Haut, als friere man. […] Und Häuser gibt es, wo es ist, als wäre da nie ein warmer Ofen, in denen die rechte, trauliche Behaglichkeit nie gesehen wird, keine fröhliche Freundlichkeit aufblüht weder Sommer noch Winter.
Freunde! Es gibt glücklichere Zonen Als das Land, worin wir leidlich wohnen, Wie der weitgereiste Wandrer spricht. Aber hatNaturuns viel entzogen, War dieKunstuns freundlich doch gewogen, Unser Herz erwarmt anihremLicht. Will der Lorbeer hier sich nicht gewöhnen, Wird die Myrte unsers Winters Raub, Grünet doch, die Schläfe zu bekrönen, Uns der Rebe muntres Laub.
Mag denn Laune, Zufall, Vollenden helfen, was die größte Weisheit Doch nie allein zu Stande bringt. Das Leben Ist ein Gemisch von Freiheit und von Zwang.
Das Leben ist ein Berg; solange man hinaufsteigt, sieht man den Gipfel und fühlt sich glücklich. Ist man aber oben, dann erblickt man mit einem Mal den Abgrund und das Ende, nämlich den Tod. Bergauf geht es langsam, doch bergab schnell.
Es ist doch etwas Schönes, Herrliches, Erhabenes um das Leben!
Schnadahüpfl Ja de sell, de i möcht, Waar ma heut no ganz g'recht, Aba dös sell is a Frag, Ob i 's moring, ja moring no mag. Muaßt a 's fleißi oschaug'n, Kunnt da leicht was net taug'n, Kunnt di leicht was schiniern – – – Drum muaß ma 's Diandl, ja 's Diandl probiern. Ja a so muaß ma lebn! An jed'n Deckel aufhebn, A jede Schüssel neigspecht, Ja wann ma 's allabest-allabest möcht.
Es giebt nichts Einfacheres, aber auch nichts Friedlicheres, als unser Leben.
Die Philosophen sollen sich klarmachen, dass es nicht auf das Leben an sich ankommt, sondern darauf, dass es gut und glücklich oder besser gesagt, nicht gar zu schlecht und unglücklich verläuft.
Lebensstimmung O wer so recht die süße Kunst begriffe, Allein der schönen Gegenwart zu leben, Bei sanftem Windeshauch auf hohem Schiffe Ein südlich Meer mit Wonne zu durchschweben, Im Traubengarten überm Felsenriffe Beglückter Tage hold Gespinst zu weben, Als hätte nie das Herz in andern Stunden Des Lebens Schmerz und Bitterkeit empfunden! Wer das vermöchte! Wer bei jedem Gruße, Bei jedem Blick der Liebe könnte säumen! Wer es verstünde, stets in sel'ger Muße Sein Lied zu singen unter Blütenbäumen! Ihm würde gern mit leichtem Götterfuße Die Muse nahn in goldnen Dichterträumen, Und eh' er noch um solchen Preis gerungen, Wär' ihm die Stirn vom Lorbeer schon umschlungen. Ich hab' es oft versucht, und oft erglänzte Die Stunde mir, doch war's ein eitles Prangen; Denn wenn ich kaum das Haupt mit Blumen kränzte, Erwachten alte Schuld und altes Bangen; Am Becher, den der Freundschaft Hand kredenzte, Schien eine heiße Träne mir zu hangen, Und wenn ich froh die Saiten angeschlagen, Verhallten sie in sehnsuchtsvollen Klagen. Mir ist die Lust ein Schifflein, das zersplittert, Sobald's aus stiller Bucht hinausgeschwunden, Ein tönern Bild, das über Nacht verwittert, Wie schön es auch mit Rosen war umwunden, Ein Flötenhall, der in der Luft verzittert, Wenn er getönt zwei selige Sekunden, Im Lebenskelch der flücht'ge Kranz des Schaumes, Ein Duft, ein Hauch, der Schatten eines Traumes. Drum richtet nicht zu strenge die Gedichte, Wenn sie euch oftmals nahn im schwarzen Kleide; Nicht alle sind genährt vom frohen Lichte, Nein, viele tränkt' ein Herz mit seinem Leide; Und das bedenkt, dem Menschenangesichte Ist auch die Trän' ein köstliches Geschmeide, Und manchen Schatz, den ihr in Freudenstunden Vergeblich suchtet, hat der Schmerz gefunden.
Nichts aber ist liebenswerter und bereichernder als die Ähnlichkeit einer guten Lebensart.
Denn wenn wir einen günstigen Wind nutzen, gelangen wir zum besten Erfolg, und wenn er uns entgegenweht, werden wir zurückgeworfen.
Die Lage dessen, der durch Not beschwert ist, ist eine andere als die dessen, der bessere Lebensumstände erstrebt, ohne dass die seinigen unglücklich wären.
Es findet sich niemand, der sein Geld teilen will: an wieviele verteilt ein jeder aber sein Leben!
Die stärkste Freude des Lebens ist die schwache Freude der Illusion.
Im Leben gibt es angenehme und unangenehme Dinge. Beides liegt außerhalb unseres Einflusses.
Wenn auch das Glück viele von Strafe befreit, von der Furcht befreit es niemanden.
Trotzdem Manchmal vom Regal der Wand hol ich meinen Schopenhauer, einen ›Kerker voller Trauer‹ hat er dieses Sein genannt. So er recht hat, ich verlor nichts: in Kerkereinsamkeiten weck ich meiner Seelen Saiten glücklich wie einst Dalibor.
Im Unglück ist sogar das Leben eine Kränkung.