Leben Sprüche – hoffnung

204 Sprüche gefunden

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Und wenn zerfällt die ganz Welt, wer sich an ihn hält, und wen er hält, wird wohlbehalten bleiben.

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Betrübe dich nur nicht, zu kleingebrüstes Kind, Weil deine Pietzchen kaum so groß wie Erbsen sind. Deswegen findt sich doch ein Käterchen zum Mietzchen, Ist nur das Täschchen gut, wer fraget nach den Pietzchen?

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Denk an uns, damit wir leben. Gott, du liebst das Leben! Schreibe uns in das Buch des Lebens, um deines namens willen, lebendiger Gott.

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Ernst ist ja das Leben und soll es auch sein, doch so hat's der Schöpfer gewollt: Seht ja nicht in allem die Dornen allein, auch die Rosen, lieblich und hold. Du Menschenherz in Not und Pein, wie pochst du oft so bang. Gönn' dir doch etwas Sonnenschein, das Leben währt nicht lang.

Tonger (Hg.), Wollen und Wirken (der 'Lebensfreude' 2. Bd.). Sprüche und Gedichte, gesammelt und hg. von P. J. Tonger, o.J. (um 1910)

Der Lebenden sind wir ungewiß, aber nicht der treuen Toten, die unwandelbar bei uns bleiben, und in diesem Heilsgedanken steckt etwas, das uns tiefste Freudigkeit gibt, das uns aller Tränen und aller Klage entrückt und uns unser Leben leben und lieben lehrt.

Fock, Nordsee (Sammlung von Erzählungen), 1916

Was dich immer drückt, verzage nicht. Auch das Leiden adelt – klage nicht. Nur was wieder in den Staub dich zieht, das Gemeine nur vertrage nicht. Freude kann veredeln wie der Schmerz, drum des Lebens Lust entsage nicht. Vorwärts, unaufhaltsam rollt die Zeit, und ins Rad zu greifen wage nicht. Was du bist, das strebe ganz zu sein. und nach anderm Lohne frage nicht.

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So wäre denn auch dieses Stück Erdenweg wieder zurückgelegt, – und ich kann hoffen, auf demselben wieder etwas in mein Inneres aufgesammelt zu haben.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Hilfe, ich lebe!

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Wir leben nicht mehr, wir halten nur noch durch.

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Nicht Sonne nur sollst du erwarten, auch Regen braucht dein Lebensgarten.

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Zwei Meilen Trab Es sät der Huf, der Sattel knarrt, der Bügel jankt, es wippt mein Bart im immer gleichem Trabe. Auf stillen Wegen wiegt mich längst mein alter Mecklenburger Hengst im Trab, im Trab, im Trabe. Der sammetweichen Sommernacht Violenduft und Blütenpracht begleiten mich im Trabe. Ein grünes Blatt, ich nahm es mit, das meiner Stirn vorüberglitt im Trabe, Trabe, Trabe. Hut ab, ich nestle wohlgemut, Hut auf, schon sitzt das Zweiglein gut, ich blieb im gleichen Trabe. Bisweilen hätschelt meine Hand und liebkost Hals und Mähnenwand dem guten Tier im Trabe. Ich pfeif aus Flick und Flock ihm vor, er prustet, er bewegt das Ohr, und sing ihm eins im Trabe. Ein Nixchen, das im nahen Bach sich badet, plantscht und spritzt mir nach im Trabe, Trabe, Trabe. Und wohlig weg im gleichen Maß, daß ich die ganze Welt vergaß im Trag, im Trab, im Trabe. Und immer fort, der Fackel zu, dem Torfahrtlicht der ewigen Ruh, im Trabe, Trabe, Trabe.

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Laß' aus Mauern Blumen wachsen, dann hat das Leben die Oberhand.

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Wir bitten Gott um Hilfe, wenn unser Leben aus den Fugen gerät, nur um zu der Feststellung zu gelangen, dass Gott es ist, der uns schwanken lässt.

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Möge dein Lebensweg immer beleuchtet sein durch einen glücklichen Stern.

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Glaube an Wunder, Liebe und Glück. Schaue nach vorne und nicht zurück. Lebe dein Leben und stehe dazu, denn dieses Leben, das lebst nur du!

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Leider ist der Weg durchs Leben meistens nicht gewischt und eben. Aber, lieber Freund, was tut es, jedes Übel hat sein Gutes. Nur nicht zaudern oder klagen und sich täglich selber sagen: Lieber mühevoll hinauf als bergab in leichtem Lauf!

Nebelspalter, Schweizer Satire-Magazin, seit 1875

Unser Leben ist gleich wie eine Schiffahrt. Denn gleich wie die Schiffleute vor sich haben den Port, da sie sicher aus aller Gefahr sind, also ist uns die Verheißung des ewigen Lebens auch geschehen, daß wir in derselben gleich wie in einem Port fein sanft und sicher ruhen sollen. Weil aber das Schiff schwach ist, und gefährliche Wetter auf uns einfallen, so bedürfen wir eines verständigen Schiffmanns. Nun ist unser Patron allein Gott, der das Schiff nicht allein lenken will, sondern auch kann regieren, auf daß, da es gleich von ungestümen Sturmwinden hin und her geweht wird, es gleichwohl unversehrt an den Port kommen möge.

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Ich bin überzeugt, aufs innigste überzeugt, das Leben ist auf die Dauer gegen niemanden ungerecht [...].

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837. Aus einem Brief an Frau Dokt. S.[choppe] vom 25. Mai 1837

Wenn, was Gott dir zur Freude beschert, Deine Torheit in Leid verkehrt, Wird er dich künftig der Müh' überheben Und das Leid dir schon fertig geben.

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte. Sprüche, 7.

Glaub mir, du wunderschönes, Du wunderholdes Kind, Ich lebe und bin noch stärker, Als alle Toten sind!

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr

Gott soltu und nit der Welt nach leben; Hab guten Muth, den Todt bedenk eben!

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