Leben Sprüche – hoffnung
204 Sprüche gefunden
Die Ewigkeit erwartet dich, Behuetsamb löb, dich wohl versich!
Laßt uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt.
Im Sturm Sei tapfer, wenn die Masten krachen, Daß du nicht schreckversteinert stehst; Du wirst die Wogen dienstbar machen Sobald du klug das Steuer drehst. Laß' die verzweifelnden Gedanken, Daß sich dein Compaß nicht verirrt Und nie dein Schiff aus sicher'n Schranken Der off'nen See zur Brandung irrt. Gern packt das Unglück deine Schwächen. O, kämpfe, daß du nicht erliegst, Und kannst du auch den Sturm nicht brechen, So brich' nur selbst nicht und du siegst!
Wer wünschen well, das er reht leb, Der wünsch, das im got darzü geb Ein gsunder sinn, lib und gemüt, Und in vor vorcht des todes bhüt, Vor zorn, begir und bösem git.
Wer hat den Weg durchs wilde Meer gefunden, der nie mit Todesstürmen stritt? Es ist ein Herz mit seinen Wunden mehr wert als eins, das niemals litt.
Das schlechteste Leben ist besser als der beste Tod.
Es gehört auch zum Leben, sich einer schweren Notwendigkeit unterziehen zu lernen und von der Hoffnung zu zehren!
Nur ein Pfand ist unser Leben, Unsre Freud und unser Glück, Was der Himmel hat gegeben, Nimmt er wiederum zurück. Was wir waren, was wir hatten, Was wir haben, was wir sind, Alles ist wie Traum und Schatten, Alles mit der Zeit verrinnt. Laß das Weinen! Laß das Klagen! Fasse Mut in deinem Leid! In des Leben trübsten Tagen, Gibt Gott Trost nur und die Zeit.
Unser Leben gleicht der Reise Eines Wandrers in der Nacht; Jeder hat auf seinem Gleise Vieles, das ihm Kummer macht; Aber unerwartet schwindet Vor uns Nacht und Dunkelheit, Und der Schwergedrückte findet Linderungen für sein Leid. Darum laßt uns weiter gehen! Weichet nicht verzagt zurück! Hinter jenen fernen Höhen Wartet unsrer noch ein Glück. Muthig, muthig, lieben Brüder! Gebt die bangen Sorgen auf! Morgen geht die Sonne wieder Freundlich an dem Himmel auf.
Möge Gott auf dem Weg, den Du vor Dir hast, vor Dir hergehen. Das ist mein Wunsch für Deine Lebensreise. Mögest Du die hellen Fußstapfen des Glücks finden und ihnen auf dem ganzen Weg folgen.
Ganz unverkennbar ist alls, was geschehen, nicht das Letzte und Gute, wie es werden und bleiben soll, sondern nur die Bahnung des Weges zu einem besseren Ziele hin. Dieses Ziel scheint aber in weiter Entfernung zu liegen, wir werden es wahrscheinlich nicht erreicht sehen und darüber hinsterben. Wie Gott will; alles wie Er will. Aber ich finde Trost, Kraft, Mut und Heiterkeit in dieser Hoffnung, die tief in meiner Seele liegt. Ist doch alles in der Welt nur Übergang! Wir müssen durch!
Warum gibt Gott das Licht dem Mühseligen und das Leben den betrübten Herzen – die auf den Tod warten, und er kommt nicht, und nach ihm suchen mehr als nach Schätzen, die sich sehr freuten und fröhlich wären, wenn sie ein Grab bekämen –, dem Mann, dessen Weg verborgen ist, dem Gott den Pfad ringsum verzäunt hat?
Ausblick Jetzt einen Schritt, dann stürzt vom Rande mein Leben in die Schlucht hinab. Wie hängt die Sonne tief im Lande! Ich recke mich auf meinem Stande, und alle Sehnsucht fällt mir ab. Denn dort aus Wald- und Wolkenkränzen ragt mir erreichbar Firn an Firn. Die Wirklichkeit ist ohne Grenzen! Wie nah die fernen Dörfer glänzen, der Strom dazwischen wie ein Zwirn! Ich lehne mich zurück mit Grauen: was ist hier groß, was ist hier klein. Da blüht ein Enzian; nun schauen zwei Menschenaugen in den blauen, einsamen, winzigen Kelch hinein. In gelben Pollen reist der Samen, Unendlichkeiten ahnen mir; und selig ruf' ich einen Namen – Du Mutter meiner Kinder, Amen, mein Leben blüht, ich danke dir!
Geh dein Leben Schritt für Schritt. Geh nicht allein, nimm Freunde mit. Rutschst du aus, bleib ja nicht liegen. Wer nicht kämpft, kann auch nicht siegen!
Die Überschrift meines Lebens sollte lauten: Die Erbarmung Gottes.
Tod ist Gleichmut, aber Leben Hoffnung.
Bedachtsamkeit Sei ruhig; stürme, stürme nicht! Warum sollst du dich überstürzen? Tu recht und billig deine Pflicht; du kannst die Zeit doch nicht verkürzen. Sei ruhig; dräng dich nicht voran! Es gilt, die edle Kraft zu sparen. Wer diese Kraft nicht zügeln kann, der wird mit ihr nicht glücklich fahren. Sei ruhig, doch versäume nichts! Es darf sich keine Lücke zeigen. Willst du empor zum Quell des Lichts, hast du behutsam aufzusteigen. Sei ruhig, immer unbeirrt! Laß dich von andern nicht betören; denn wer sich selber untreu wird, der ist von ihnen leicht zu stören. Sei ruhig, wenn das Ende naht! Bist du nicht zaghaft wie so viele, so bringt die letzte, schwerste Tat auf Engelsschwingen dich zum Ziele.
Beresina-Lied Unser Leben gleicht der Reise Eines Wandrers in der Nacht; Jeder hat in seinem Gleise Etwas, das ihm Kummer macht. Aber unerwartet schwindet Vor uns Nacht und Dunkelheit, Und der Schwergedrückte findet Linderung in seinem Leid. Mutig, mutig, liebe Brüder, Gebt das bange Sorgen auf; Morgen steigt die Sonne wieder Freundlich an dem Himmel auf. Darum laßt uns weitergehen; Weichet nicht verzagt zurück! Hinter jenen fernen Höhen Wartet unser noch ein Glück.
Verborgen bleibt mir mein Dasein, bis du mich anblickst, Gott, und meine Finsternis so hell wird wie der Mittag.
Leben wecken können nur die Glaubensstarken … Das sind die wahren Propheten, die wirklich guten Menschen, die Führer der Menschheit.
Wes Leben so sich endet, Daß Gott nicht wird gepfändet Der Seele durch des Leibes Schuld, Und er dennoch sich die Huld Der Welt erhielt mit Würdigkeit, Der blieb vom rechten Ziel nicht weit.