Leben Sprüche – neuanfang

254 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben neuanfang

Die Bewegung des Lebens geschieht nicht immer durch diametrale, große Gegensätze, sondern durch eine Zersetzung hindurch. Das Leben selber bleibt stets sichtbar.

Burckhardt, Historische Fragmente aus dem Nachlass, gesammelt von Emil Dürr, 1929. Zur Beurteilung des spätem Mittelalters

Das Leben wird sein, was ich daraus mache.

Rolland, Der Triumph der Vernunft (Le triomphe de la raison). Drama in drei Akten, uraufgeführt in Paris 1899. 3. Akt, Hugot

Das Hohe erkennt man an den Übergängen. Alles Leben ist ein Übergang.

Hofmannsthal, Andreas oder die Vereinigten, Fragment entstanden ab 1907, Erstdruck 1932 (posthum). Gespräche mit Sacramozo

Keines verbleibt in derselben Gestalt, und Veränderung liebend Schafft die Natur stets neu aus anderen andere Formen, Und in die Weite der Welt geht nichts – das glaubt mir – verloren; Wechsel und Tausch ist nur in der Form. Entstehen und Werden Heißt nur anders als sonst anfangen zu sein, und Vergehen Nichts mehr sein wie zuvor. Sei hierhin jenes versetzet, Dieses vielleicht dorthin: im Ganzen ist alles beständig.

Ovid, Metamorphosen, entstanden um 1 oder 3 bis 8 n. Chr. Fünfzehntes Buch, Pythagoras. Aus dem Lateinischen von Johann Heinrich Voß. Originaltext der Übersetzung

Wenn wir Toten erwachen, sehen wir, daß wir niemals gelebt haben.

Ibsen, Wenn wir Toten erwachen (Når vi døde vågner), 1899. Originaltext der Übersetzung (Ausspruch der Figur Irene im Original mit Unterbrechung)

Das Glück noch einmal zu beginnen, wenn dies überhaupt möglich sei.

Zola, Nana, 1880, dt. Erstausgabe 1881

Alles bewegt sich – man könnte sagen, wallende Horizonte.

Zweig, Emile Verhaeren, 1910. Zitiert u. übers. v. Stefan Zweig

Das Leben ist etwas Flüssiges. Es ist also kein Wunder, daß sich die Menschen täglich, stündlich, ja augenblicklich verändern. Wenn wir jemanden im höchsten Grad seiner Liebe für uns in Marmor verwandeln könnten! Aber wer wollt es aushalten? Drum laßt's gehn, wie es geht, und schickt euch so gut drein, als ihr könnt.

Heinse, Aus Briefen, Werken, Tagebüchern, hg. von Richard Benz, Stuttgart 1958. IV. Das Spiel des Wesens. Originaltext

Es ist unsere Sache, unser Leben zu gestalten.

Ramuz, Adam und Eva (Adam et Eve), 1932, dt. von Werner Johannes Guggenheim, Steinberg Verlag Zürich, 1943

Ob die Welt wächst oder vergeht, hängt von jedem einzelnen Menschen ab.

Internet

Neues Leben Fass' es, Mensch, und wirf zusammen Alles nun in einen Brand, Was zur Schwäche mag verdammen, Was mit Feigheit dich umwand. Soll dich etwas so bedrohen, Dass es willenlos dich beugt? Gib's dem Feuer! Lass es lohen! Sei der Geist, der selbst sich zeugt! Deine Flamme sei die Stunde, Deine Wiege der Moment – Sei mit jener Macht im Bunde, Die kein Recht von gestern kennt. Wisse, Schuld wird ungeheuer, Die ihr Konto nie zerreißt – Lass es lohen! Gib's dem Feuer! Sei der Zeuger, sei der Geist!

Henckell, Gedichte, 1898. Im Weitergehn, 1911

Was zwischen dem ersten Tag des Lebens und dem letzten liegt, ist wechselvoll und ungewiss.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 99. Brief. Übers. Internet Originaltext: Hoc quod inter primum diem et ultimum iacet varium incertumque est.

Jeder glückliche Morgen, an dem wir einem neuen Tag entgegensehen, unsere Welt mit unserem Gemüt neu geschenkt umfassen, ist ein innerer Sonnenaufgang mit einem glanzvollen Gestirn und Rosenwolken; und jeder sinkende Tag, an dem unser Herz zusammenfassend über die Welt hinwegblickt, ein solcher Sonnenuntergang. Und zwischen beiden liegt der heitere oder trübe oder gewitterschwangere Himmel unserer Lebenstage.

Pauly, Aphorismen, 1905

Ein unerfreuliches und unglückliches Leben musst du führen, um dich immer wieder neuen Mühen zu stellen.

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 17. Übers. Internet Originaltext: Ingrata miser vita ducenda est in hoc, novis ut usque suppetas laboribus.

Ein Springbrunnen inmitten eines Flusses, das ist ein Sinnbild für das Leben der Meisten.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Menschen, Leben und Welt

Nichts aus unserem Leben können wir wiederholen. Jeder Atemzug ist neu.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Zurückkehren heißt, etwas im Leben den Rücken zugewendet haben.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Am Morgen Ein neuer Schritt zum Ziele! Herz, fange mutig an. Du hast so viele, – viele Ja schon getan. Frischauf, und schaffe wieder! Gib deinem Leid nicht Raum. Bald neigt die Nacht sich nieder Mit Rast und Traum, Mit lösendem Vergessen Von Erdenkampf und -leid, – Mit seligem Ermessen Der Ewigkeit.

Dix, Zu Freude und Trost, 1910

Der interessanteste Moment im Leben ist der Übergang von einer Welt in die andere.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Jedes Menschen Leben enthält einen Roman.

Schleich, Aus dem Nachlass, 1927 (EA: 1923)

Das Leben ist das allmähliche Erwachen eines Gefangenen, der von der Freiheit träumte.

Ernst, Sankt Yoricks Glockenspiel, 1914