Leben Sprüche – neuanfang

254 Sprüche gefunden

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Die Geschichte hat ihre Launen im Erhalten wie im Zerstören.

Scheffel, Ekkehard. Eine Geschichte aus dem zehnten Jahrhundert, 1855

Ich bin in jedem Augenblick der Wanderer, der über den eigenen Weg zu entscheiden hat.

Kaergel (Hg.), Das Hermann Stehr-Buch. Eine Auswahl aus seinen weltanschaulichen Dichtungen und Gesprächen, 1927

Viele müssen das Leben erst zu leben anfangen, wenn sie glauben, mit ihm abgeschlossen zu haben.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Das Leben fängt, wie das griechische Drama, mit Possen an.

Jean Paul, Flegeljahre, 4 Bde., 1804-1805. Viertes Bändchen. Nr. 58. Giftkuttel

Wahres Leben beginnt nur dann, wenn die Selbstverleugnung beginnt.

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Auch unser Leben hat Jahreszeiten, hat Steigen und Fallen, hat Tag und Nacht.

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Dies Kommen und Gehen in unserem Gasthaus Erde ist doch was recht Sonderbares – kaum, daß man sich einschreibt ins Fremdenbuch!

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Hervortun soll der Mensch sich, daß auf Erden Sein erstes Leben hinterlaß ein zweites.

Dante Alighieri, Die göttliche Komödie (La Divina Commedia), entstanden ca. 1307-1321; Erstdruck 1472

Siehe, auch ich – lebe Also ihr lebt noch, alle, alle, ihr, am Bach ihr Weiden und am Hang ihr Birken, und fangt von neuem an, euch auszuwirken, und wart so lang nur Schlummernde, gleich – mir. Siehe, du Blume hier, du Vogel dort, sieh, wie auch ich von neuem mich erhebe... Voll innern Jubels treib ich Wort auf Wort... Siehe, auch ich, ich schien nur tot. Ich lebe!

Morgenstern, C., Gedichte

Die Weltordnung ist Veränderung, das Leben persönliche Wahrnehmung.

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Existenz ist Wandel, Wandel Reifung, Reifung ewige Selbsterneuerung.

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Wo das Leben aufhört, fängt das Überleben an.

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Und hörst du auch fremde Länder und Kontinente erklingen: du kannst ja gar nicht aus deinem Kreise springen! Von Stund an, wo sie dich pudern, bis zum gemieteten Grab spielt sich alles und alles und alles unter zweihundert Menschen ab.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Deine Welt, in: Die Weltbühne, 17.04.1928, Nr. 16 (Theobald Tiger), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Jeder Tag ist neu wie nie dagewesen und jedes Leben uranfänglich wie noch niemals gelebt. An jedem Tage wird die Welt neu aus dem Chaos geschaffen und jedes Leben frisch aus der Finsternis des Todes gehoben. Alles ist nur einmal und doch urig.

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Jeden Abend muss unser Lebensfahrzeug zur Ausbesserung auf dieselbe Werft, die Bettstatt gebracht werden, auf der es einst gebaut und von Stapel gelassen worden ist.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wenn ich noch einmal zu leben hätte dann würde ich mehr Fehler machen; ich würde versuchen, nicht so schrecklich perfekt sein zu wollen; dann würde ich mich mehr entspannen und vieles nicht mehr so ernst nehmen; dann wäre ich ausgelassener und verrückter; ich würde mir nicht mehr so viele Sorgen machen um mein Ansehen; dann würde ich mehr reisen, mehr Berge besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr Sonnenuntergänge beobachten; dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten als nur eingebildete; dann würde ich früher im Frühjahr und später im Herbst barfuß gehen, dann würde ich mehr Blumen riechen, mehr Kinder umarmen und mehr Menschen sagen, daß ich sie liebe. Wenn ich noch einmal zu leben hätte, aber ich habe es nicht…

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Wir müssen alle harte Nüsse knacken, der eine heut, der andre morgen, das ist der ganze Unterschied.

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Immer das Gleiche – das ist ein Produkt beständiger Verwandlung, in der sich das Wesen behauptet. Mit jedem Hauche ein anderer – das ist immer derselbe, unter der Wirkung eines jeden Angriffs.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Kommt man in der einen Welt nicht auf seine Kosten, dann eben in einer anderen.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph)

Ihr meint, das Feuer sei ausgegangen? Aber es hat nur die Scheiter verbrannt, und selber brennt es stets irgendwo. Seht – mit dem Leben ist es ebenso!

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Welttheater Der klügste Direktor ist Gottvater! Er leitet geschickt das Welttheater. Zwar gibt er immer das gleiche Stück, Doch hat er einen himmlischen Trick: Er läßt, wenn eine Reihe um, Entstehn ein neues Publikum, Das von Jahrhundert zu Jahrhundert Das alte Stück als neu bewundert.

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