Leben Sprüche – trauerkarte
79 Sprüche gefunden
Still! Tiefstiller dunkler Schlaf sinkt über meinen Tag, daß ich nichts hoffen mehr, nichts fürchten mag! Das ganze Leben ... ich entsinne mich kaum, war es froh, war es traurig?! Alles wird Traum ... Es ist eine Wiege, von heimlicher Hand leise geschaukelt an Grabesrand! Still! ... Still!
Wie wenig Spur bleibt doch von einer Existenz zurück!
Mir summt im Herzen ein leises Lied Mir summt im Herzen ein leises Lied, Ich wag es nicht zu beginnen, Es ist zu traurig – Und ein Gedanke mich durchzieht, Ich wag' nicht ihm nachzusinnen, Er ist zu schaurig. Eine plötzliche Ahnung jedoch, Die möchte ich wissen: Ich werde beides noch Erleben müssen!
Nach jeder großen abgenommenen Sorge will ja das erschöpfte Herz sich wieder füllen und stärken und wie in eine große Lücke und Leere stürzt das Leben dann nur mit so ungefesselterer Gewalt.
Man überschätzt das Leben, und das macht dessen Verlust so schmerzlich.
Zu leben, wenn Einer wünscht, dass man tot wäre – schrecklich!
Wer aber würde in seinen Bemühungen nicht den Dank eines begüterten und mächtigen Menschen dem Anliegen eines guten, aber mittellosen Menschen vorziehen?
Du verfügst über das, was in der Hand des Schicksals liegt, und verlierst, was du in deiner Hand hast.
Erinnerung bringt die Pein der Furcht zurück, die Voraussicht nimmt sie vorweg; niemand ist unglücklich allein wegen der Gegenwart.
Das Leben ist nur ein langes Verlieren all dessen, was man liebt.
Fronleichnam Von Glockenschall, von Weihrauchduft umflossen, Durchwogt die Straßen festliches Gepränge Und lockt ringsum ein froh bewegt Gedränge An alle Fenster, – deines bleibt geschlossen. So hab auch ich der Träume bunte Menge, Der Seele Inhalt, vor dir ausgegossen: Du merktests kaum, da schwieg ich scheu-verdrossen, Und leis verweht der Wind die leisen Klänge. Nimm dich in acht: ein Tag ist schnell entschwunden, Und leer und öde liegt die Straße wieder; Nimm dich in acht: mir ahnt, es kommen Stunden, Da du ersehnest die verschmähten Lieder: Heut tönt dir, unbegehrt, vielstimmiger Reigen, Wenn einst du sein begehrst, wird er dir schweigen.
Für das Lebendige ist kein Ersatz.
Gräber kränzen und den Lebenden die Blumen am Wege weigern: das ist trauriges Tun!
Ein kalter Frühling ist für die Natur dasselbe wie für den Menschen eine traurige Jugend; kein später Sonnenschein vermag die Schäden ganz zu heilen.
Das Lied eines Lebens Es ist in kleines alltägliches Lied, Und doch das Lied eines Lebens: Der Frühling kam − und der Frühling schied, Ihn klagte ein Herz vergebens. Es weinte ihm nach, dem entschwundenen Mai, Es hat sich blutend verschlossen − Der Sommer, der freundliche, eilte vorbei, Vorüber ungenossen. Nun ward es Herbst! Die Rosen verblüht, − Sie blühten, verblühten vergebens −− Es ist ein kleines alltägliches Lied, Und doch das Lied eines Lebens.
Auf dem stürmischen Höhenpfad der Erdenwanderung verliert der Mensch viel, ohne dafür anderes zu finden.