Leben Sprüche – zeit

886 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben zeit

Der größte Fehler des Lebens ist es, dass es stets unvollkommen ist.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 101. Brief. Übers. Internet Originaltext: Maximum vitae vitium est quod imperfecta semper est.

Lass die Furcht vor dem Tod: Töricht ist es, für die ganze Zeit, während du den Tod fürchtest, die Freude am Leben zu verlieren.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.3. Übers. Internet Originaltext: Linque metum leti: nam stultum est, tempore in omni, dum mortem metuas, amittere gaudia vitae

Da du sterblich bist, sorge dich um sterbliche Dinge.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.2. Übers. Internet Originaltext: Cum sis mortalis, quae sunt mortalia cura

Versprich dir kein langes Leben: Wohin auch immer du gehst, stets folgt dir als Schatten der Tod des Körpers.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 4.37. Übers. Internet Originaltext: Tempora longa tibi noli promittere vitae: quocumque ingrederis, sequitur mors corporis umbra

Lebe stets in dem Gedenken daran, wie kurz dein Leben ist!

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 2, 6, 97. Übers. Internet Originaltext: Vive memor, quam sis aevi brevis!

Schlecht lebt, wer ewig zu leben glaubt.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Male vivunt, qui se semper victuros putant

Es ist oft eine Umschreibung, zu sagen: "Die Zeit vergeht," um nicht zu sagen: Das Leben vergeht.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Gräber kränzen und den Lebenden die Blumen am Wege weigern: das ist trauriges Tun!

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Nichts aus unserem Leben können wir wiederholen. Jeder Atemzug ist neu.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Den Stand unseres Lebens erkennen wir an den zunehmenden Erinnerungen und den abnehmenden Erwartungen.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Leben und Strom fließen kraftvoll und lautlos. Der Lärm ist immer am Ufer.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Wie die ganze Natur, so kann man auch das Leben, sowie alle Verhältnisse und Einrichtungen der Menschen in vier Jahreszeiten einteilen.

Karl von Österreich-Teschen, Aphorismen, 1893

Das Lied eines Lebens Es ist in kleines alltägliches Lied, Und doch das Lied eines Lebens: Der Frühling kam − und der Frühling schied, Ihn klagte ein Herz vergebens. Es weinte ihm nach, dem entschwundenen Mai, Es hat sich blutend verschlossen − Der Sommer, der freundliche, eilte vorbei, Vorüber ungenossen. Nun ward es Herbst! Die Rosen verblüht, − Sie blühten, verblühten vergebens −− Es ist ein kleines alltägliches Lied, Und doch das Lied eines Lebens.

Dix, Aus jungem Herzen, 1898

Über den Gräbern finden wir die Poesie des Lebens.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Das Leben gleicht einem dunkeln Kerker, in dem sich die Gefangenen um die besten Plätze streiten, und keiner weiß, weil es dunkel ist, welches die besten Plätze sind.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Menschenlauf Dem Leben reist man steil entgegen − Und weiß es nicht. Man streift das Glück auf vielen Wegen − Und weiß es nicht. Man wird zum letzten Schlaf sich legen − Und weiß es nicht.

Schleich, Aus dem Nachlass, 1927 (EA: 1923)

Während wir leben, häufen sich in unserer Seele Lebensreste an, die von Zeit zu Zeit durch einen Sturm hinausgefegt werden müssen.

Ernst, Sankt Yoricks Glockenspiel, 1914

Das Leben ist wie eine Zigarre; wenn sie mit Verstand und Geschmack verbrannt wird, schmeckt auch der letzte Rest noch gut; wenn sie unsinnig verpafft wird, brennt sie schief, und das Ende stinkt.

Ernst, Sankt Yoricks Glockenspiel, 1914

Wenn ihr doch lerntet, dass Leben nichts heißt, als den Kranz runden und zu seinem Ursprung zurückkehren!

Steinmüller, Die Rhapsodien des Lebens, o.J. (um 1920)

Spärlich sind die glänzenden Steine wolkenloser Sommertage in den Jahresgürtel gefügt.

Steinmüller, Die Rhapsodien von der Freude, o.J. (um 1920)

Auf dem stürmischen Höhenpfad der Erdenwanderung verliert der Mensch viel, ohne dafür anderes zu finden.

Steinmüller, Rhapsodien vom wahren Frieden, o.J. (um 1940)