Leben Sprüche – zeit
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Alles Menschliche hängt an einem dünnen Faden.
Ihr lebt, als ob ihr immer siegreich sein würdet, niemals kommt euch eure Zerbrechlichkeit in den Sinn.
Ein jeder nimmt sein Leben vorweg und wird geplagt von der Sehnsucht nach dem Zukünftigen und vom Überdruss des Gegenwärtigen.
Das muss sehr sorgfältig bewahrt werden, wovon man nicht weiß, wann es zur Neige geht.
Du verfügst über das, was in der Hand des Schicksals liegt, und verlierst, was du in deiner Hand hast.
Das Leben teilt sich in drei Zeitabschnitte: in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Davon ist die Gegenwart, in der wir handeln, kurz und was wir zukünftig tun werden, unsicher – nur was wir getan haben, ist sicher.
Wir alle sind an das Schicksal gebunden: Die Kette der einen ist locker und golden, die der anderen kurz und verschmutzt – was aber tut das?
Jedem kann zustoßen, was irgendeinem zustoßen kann.
Ob die Welt wächst oder vergeht, hängt von jedem einzelnen Menschen ab.
Die Stunden verinnen und die Tage und Monate und Jahre und weder kehrt jemals die verronnene Zeit zurück, noch kann man wissen, was folgt.
Ein großer Teil des Lebens vergeht, wenn man Schlechtes tut, der größte Teil, wenn man nichts tut, das ganze Leben jedoch entgleitet, wenn man irgendetwas tut.
Wir quälen uns mit Zukünftigem und Vergangenem.
Erinnerung bringt die Pein der Furcht zurück, die Voraussicht nimmt sie vorweg; niemand ist unglücklich allein wegen der Gegenwart.
Niemand aber kann viel von einem herabfallenden Tropfen vergeuden.
Folgendes ist der einzige Grund, weswegen wir über das Leben nicht klagen können: Es hält niemanden fest.
Alle Dinge geschehen zu bestimmten Zeiten: sie müssen entstehen, wachsen und vergehen.
Alles Leben ist Raub.
Sterben wirst du, nicht weil du krank bist, sondern weil du lebst.
Schnell erstarrt das Leben in untätiger Ruhe, wenn man alles, was Anstoß erregt, aufgeben muss.
Alle Dinge aber, die wir beklagen und vor denen wir uns entsetzen, sind Tributzahlungen an das Leben.
Was zwischen dem ersten Tag des Lebens und dem letzten liegt, ist wechselvoll und ungewiss.