Leben Sprüche – zeit

886 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben zeit

Alles Menschliche hängt an einem dünnen Faden.

Internet

Ihr lebt, als ob ihr immer siegreich sein würdet, niemals kommt euch eure Zerbrechlichkeit in den Sinn.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 3. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Tamquam semper victuri vivitis, numquam vobis fragilitas vestra succurrit

Ein jeder nimmt sein Leben vorweg und wird geplagt von der Sehnsucht nach dem Zukünftigen und vom Überdruss des Gegenwärtigen.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 7. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Praecipiat quisque vitam suam et futuri desiderio laborat, praesentium taedio

Das muss sehr sorgfältig bewahrt werden, wovon man nicht weiß, wann es zur Neige geht.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 8. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Id debet servari diligentius, quod nescias quando deficiat

Du verfügst über das, was in der Hand des Schicksals liegt, und verlierst, was du in deiner Hand hast.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 9. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Quod in manu fortunae positum est, disponis, quod in tua, dimittis

Das Leben teilt sich in drei Zeitabschnitte: in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Davon ist die Gegenwart, in der wir handeln, kurz und was wir zukünftig tun werden, unsicher – nur was wir getan haben, ist sicher.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 10. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: In tria tempora vita dividitur: quod fuit, quod est, quod futurum est. ex his quod agimus, breve est; quod acturi sumus, dubium; quod egimus, certum

Wir alle sind an das Schicksal gebunden: Die Kette der einen ist locker und golden, die der anderen kurz und verschmutzt – was aber tut das?

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 10. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Omnes cum fortuna copulati sumus: aliorum aurea catena est ac laxa, aliorum arta et sordida, sed quid refert

Jedem kann zustoßen, was irgendeinem zustoßen kann.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 11. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Cuivis potest accidere quo cuiquam potest

Ob die Welt wächst oder vergeht, hängt von jedem einzelnen Menschen ab.

Internet

Die Stunden verinnen und die Tage und Monate und Jahre und weder kehrt jemals die verronnene Zeit zurück, noch kann man wissen, was folgt.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Horae quidem cedunt et dies et menses et anni, nec praeteritum tempus umquam revertitur, nec quid sequatur sciri potest

Ein großer Teil des Lebens vergeht, wenn man Schlechtes tut, der größte Teil, wenn man nichts tut, das ganze Leben jedoch entgleitet, wenn man irgendetwas tut.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 1. Brief. Übers. Internet Originaltext: Magna pars vitae elabitur male agentibus, maxima nihil agentibus, tota vita aliud agentibus

Wir quälen uns mit Zukünftigem und Vergangenem.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 5. Brief. Übers. Internet Originaltext: Nos et venturo torquemur et praeterito

Erinnerung bringt die Pein der Furcht zurück, die Voraussicht nimmt sie vorweg; niemand ist unglücklich allein wegen der Gegenwart.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 5. Brief. Übers. Internet Originaltext: Timoris enim tormentum memoria reducit, providentia anticipat; nemo tantum praesentibus miser est

Niemand aber kann viel von einem herabfallenden Tropfen vergeuden.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 70. Brief. Übers. Internet Originaltext: Nemo multum ex stillicido potest perdere

Folgendes ist der einzige Grund, weswegen wir über das Leben nicht klagen können: Es hält niemanden fest.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 70. Brief. Übers. Internet Originaltext: Hoc est unum cur de vita non possimus queri: neminem tenet.

Alle Dinge geschehen zu bestimmten Zeiten: sie müssen entstehen, wachsen und vergehen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 71. Brief. Übers. Internet Originaltext: Certis eunt cuncta temporibus: nasci debent, crescere, extingui.

Alles Leben ist Raub.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: Dem Schmerz sein Recht. 10. Unergründlicher Schmerz, 1841

Sterben wirst du, nicht weil du krank bist, sondern weil du lebst.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 78. Brief. Übers. Internet Originaltext: Morieris, non quia aegrotas, sed quia vivis.

Schnell erstarrt das Leben in untätiger Ruhe, wenn man alles, was Anstoß erregt, aufgeben muss.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Cito inerti otio vita torpebit, si relinquendum est quidquid offendit.

Alle Dinge aber, die wir beklagen und vor denen wir uns entsetzen, sind Tributzahlungen an das Leben.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 96. Brief. Übers. Internet Originaltext: Omnia autem ad quae gemimus, quae expavescimus, tributa vitae sunt.

Was zwischen dem ersten Tag des Lebens und dem letzten liegt, ist wechselvoll und ungewiss.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 99. Brief. Übers. Internet Originaltext: Hoc quod inter primum diem et ultimum iacet varium incertumque est.