Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Ich liebe dich, Du Seele, die da irrt im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke, ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt, der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke. Ich liebe deine armen wunden Schwingen, die ungestoßen in mir möchten wohnen; ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen; ich möchte dich in allen Tiefen schonen.
Sie und er Bleich in bleichen Kissen liegst du, süßer Schwäche Bild. Deines Leibes Pein besiegst du durch ein Lächeln mild. Wünschtest du die Schuld der Herzen ungeschehen, sprich? Doch du lächelst unter Schmerzen: Nein – ich liebe dich.
2. Mamillaria Pusilla Sie stehen fremd in einem reinen Rund, Tief in sich eingehüllt wie in Gefieder. Sie gehn in sanfter Wölbung auf und nieder, Sie bergen Zärtlichkeit in ihrem Grund, Der unergründlich ist: sie ragen nah Und sind Entfernte, zauberisch bewehrt. Dann plötzlich, so entfremdet abgekehrt, Scheinen sie näher und vertrauter da, Rufen sie eine sanft verwehte Gier Nach Liebkosungen, darin sie erschlossen Sich öffneten. Doch einem schönen Tier Unfaßbar gleich in ihrer stummen Ruh Stehen sie unbewegt und ungenossen Und sie versagen sich so tief wie Du.
Ich bin wie Leib dem Geist, wie Geist dem Leibe dir! Ich bin wie Weib dem Mann, wie Mann dem Weibe dir! Wen darfst du lieben sonst, da von der Lippe weg Mit ew’gen Küssen ich den Tod vertreibe dir? Ich bin dir Rosenduft, dir Nachtigallgesang, Ich bin der Sonne Pfeil, des Mondes Scheibe dir: Was willst du noch? was blickt die Sehnsucht noch umher? Wirf alles, alles hin: du weißt, ich bleibe dir!
Für heut Ich will dir keine Freude rauben und binde dich mit keiner Pflicht; ich baue nicht auf Treu und Glauben, ein festes Wort begehr ich nicht! Für all die Liebe laß mich danken, die du mir reich und glühend gibst, – und mag dein Herz schon morgen wanken: Ich weiß, daß du mich heute liebst! Noch schäumt der Wein im Goldpokale, noch duftet frisch der Blütenstrauß, die Jugend gießt die volle Schale des Glücks ob unsern Häupten aus; – mit allen seinen Glutgedanken zu eigen nimm mein tiefstes Sein… und mag der Erdball morgen wanken. Für heut, Geliebter, bist du mein!
Wir im Welteninnen Pflanze auf meine Lenden Deiner Liebesküsse Raserei! Sieh: mein Schrei Brüllt wie eine Fackel auf zu Weltenbränden. Laß die Sterne bleich ins Nichts verrinnen, Laß die Erde sich in Asche modern: Wir im Welteninnen Werden wie die Hölle ewig lodern!
Wenn mein Herz auch müde ist, Müde von zu vielen Schmerzen, Ist dies müdeste der Herzen Doch zu dir in Glut entbrannt. Ach, daß du mir ferne bist. Doch mein Herz ist deiner Güte, Wie dem Himmelslicht die Blüte, Sonnenstrahlendzugewandt. Und so wird durch deine Strahlen Aller Schmerzen, aller Qualen Bald mein Herz entladen sein, Denn der Liebe Licht heilt schnelle. Sende, spende deine Helle, Du mein lieber Sonnenschein.
Lieben ist Geben: Gedanken geben, Herz geben.
Die Liebe ist der Stimmhammer des Herzens und setzt dem Ehrgeize und jedem anderen Geize oder Laster Ziel und Maß.
Lieben! Ihr fragt mich, was unglücklicher Liebe Gewinn sei? Ist nicht Liebe für sich schon ein lebend'ger Gewinn?
Wenn Lieb' und Treue stärken, So wird Entbehren einem Manne leicht.
Wie die Pulsschläge sich nach der Beschaffenheit des Leibes richten, so richtet sich die Glückseligkeit des Lebens nach dem Maß der Liebe: So viel Liebe, so viel Glück.
Wo die Liebe herrscht, da fallen alle Schranken, da sinken alle Hüllen der Kultur, und das Letzte ist, was das Erste war: Adam und Eva.
Aus dem Stammbuch einer Verlobten: "Man heiratet den, der Nichts – und liebt den (weiter), der Alles weiß."
Trübe wird's die Wolken jagen, Und der Regen niederbricht, Und die lauten Winde klagen: "Teich, wo ist dein Sternenlicht?" Suchen den erlosch'nen Schimmer Tief im aufgewühlten See. Deine Liebe lächelt nimmer Nieder in mein tiefes Weh!
Das ist der Schatten Magst du mich ganz in deine Flammen hüllen und mag das Blut, das deinen Leib durchmißt, mein Herz durchpulsen, meine Adern füllen – es bleibt ein Rest, ein Rest, der du nicht bist! Das ist der Schatten unsrer Sonnenliebe, auf unsern Himmelstraum, der Erdenspott. Wenn dieser Rest, du, dieser Rest nicht bliebe: wir wären Gott. –
Stelldichein Es kann ein Augenblick genügen, Ein einziger, zu unserm Glück: In deinen süß belebten Zügen Las ich von diesem Augenblick. Ich las – und alle Pulse schlugen! Dir sagt kein Wort, was ich empfand; Ich las – und alle Sinne frugen, Ob, was ich las, ich recht verstand. Es ist so leicht, mich zu betrügen, Rasch ist ein liebend Herz bethört: O kann dein Auge, kann es lügen, das schwörend lacht und lachend schwört? O komm herab! die Sterne dringen In dieser Bäume Schatten nicht! O komm! die Nachtigallen singen Und Wahrheit wird mein Traumgesicht.
Lieb' und Leid Wie flüchtig rinnt die Stunde, Da in verschwiegner Glut Sich neiget Mund zu Munde Und Herz am Herzen ruht! Der Mond hört auf zu scheinen, Kühl geht des Morgens Hauch – Kurz Lachen, langes Weinen, Das ist der Liebe Brauch. Und doch, wiewohl sie Leiden Allzeit zum Lohne gibt, Nie mag von Liebe scheiden, Wer einmal recht geliebt. Er trägt die heißen Schmerzen Viel lieber in der Brust, Als daß er nie im Herzen Von solchem Glück gewußt.
Lieb' und Lieblichkeit umfächeln Deine Stirne voll Verstand: Ganz bezwingt mich dieses Lächeln, Diese schöne weiche Hand! Deine Hand in meine flechten Durft' ich, was ich längst erbat: Stets gehört zu Deinen Knechten, Wer ans Herz gedrückt sie hat! Schlag', o Herz, entgegen zucke Eine Hand so voll und weich: Ach, in jenem Händedrucke Lag ein ganzes Himmelreich! Ach, es thun sich immer wieder Meinem innern Auge kund Diese Hände, diese Glieder, Dieses Lächeln, dieser Mund! Ewig werd' ich dich vermissen, Ewig fehlst du meinem Glück: Die du ganz an dich gerissen, Meine Seele gieb zurück!