Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Von allen Leidenschaften ist Liebe die allgemein herrschende, und ich darf beinahe sagen, daß sie die einzige ist, der ehrliche Leute frohnen, denn – man wird den ehrlichsten Mann, das ehrlichste Weib – verliebt sehen. Und der Sieg über sie ist nur dem Mißtrauen in sich selbst, und der Flucht gewähret.
Sieh, man hat mir wohl erzählet, Daß es leichte Menschen gebe, Deren Liebe nicht bloß brennt, Auch verbrennt, und dann erlischt: Menschen, die die Liebe lieben, Aber nicht den Gegenstand.
Von dem betörten Sinn läßt sich das Herz betrügen, Liebt ein beglaubtes Nichts und irret mit Vergnügen.
Bei Ragatz Dort, wo der Rheinstrom breit und träg hinfluthet durch's Markgrafenland, Dort knüpften wir ein inniges, ein engumschlingend-festes Band. Hier, wo er voll von Jugendmuth dahin sich stürzt in raschem Lauf, Hier wurde uns're Liebe kalt, hier hörte sie zu lieben auf. In's Leben wonnetrunk'ner Lust stürzt' ich hinein mich rasch und wild; Da war ich stolz, da war ich kühn, war ganz des jungen Rheines Bild. Doch seit – wie dieser Strom sich gießt in's blaue, ruhig-große Meer – Ich mich so ganz verlor in ihr, find' ich mein eigen Selbst nicht mehr.
Ein Rudel kleiner Wolken Ein Rudel kleiner Wolken Schwimmt durch die Abendhelle, Wie graue Fische im Meere Durch eine blendende Welle. Und Mückenscharen spielen Im späten Winde rege, Sie tanzen zierliche Tänze Am warmen staubigen Wege. Und zwischen Wolken und Erde, Über die Bäume, die schlanken Zieh'n auf der Straße zum Monde Die uralten Liebesgedanken.
Wer kränkt je Deine Liebe? Das Lieben ist ganz unbeleidigbar!
Nur wo nicht Klarheit ist und reine Liebe, Da irrt der Mensch im Nebel der Gefühle.
Lieb pringt laid, als hitz den regen, Des bedarff sich nyemant wunder ha'n. Wer Im das liesz ze hertzn ga'n, Der müst allzeit in trauren sein.
Morgentau Wir wollten mit Kosen und Lieben Genießen der köstlichen Nacht. Wo sind doch die Stunden geblieben? Es ist ja der Hahn schon erwacht. Die Sonne, die bringt viel Leiden, Es weinet die scheidende Nacht; Ich also muß weinen und scheiden, Es ist ja die Welt schon erwacht. Ich wollt, es gäb keine Sonne, Als eben dein Auge so klar, Wir weilten in Tag und in Wonne, Und schliefe die Welt immerdar.
Blüte Diamanten wandern übers Wasser! Ausgereckte Arme Spannt der falbe Staub zur Sonne! Blüten wiegen im Haar! Geperlt Verästelt Spinnen Schleier! Duften Weiße matte bleiche Schleier! Rosa, scheu gedämpft, verschimmert Zittern Flecken Lippen, Lippen Durstig, krause, heiße Lippen! Blüten! Blüten! Küsse! Wein! Roter Goldner Rauscher Wein! Du und Ich! Ich und Du! Du?!
Ach ja, es ist nur allzu wahr, Was nützt dir mein Lieben und Leben, Und würd' ich aus den Adern Mein rothes Blut dir geben. Blut ist Blut und bleibt es, Und wird ja nie zu Geld, Und Geld gehört zum Leben: Das ist der Lauf der Welt. Mein Leben nützt dir nichts; Bezahlte man mich für's Sterben, Ich stürbe ja gerne morgen Um Alles dir zu vererben.
Der kluge Vogel Läuft ein Bach durch die Au, durch die grüne, grüne Au, steht ein Holderbusch dran, singt ein Vogel dann und wann: Kuckuck, kuckuck. Wollt wissen, ob mein Schatz, o mein lieber, lieber Schatz, einen andern geküßt; rief er schnell, als ob er's wüßt: Kuckuck, kuckuck, kuckuck, kuckuck; und ich lief und lief und lief, bis der Vogel nicht mehr rief.
Ja fürwahr! die Liebe, die alle Qualen des Lebens Ueberlebte, sie stirbt nach dem Tode nicht hin. Ewig wirst du leben, mein Geist, in ewiger Liebe. Selbst im Himmel erlischst, lodernde Flamme, du nicht.
Man redet heute so viel von Liebe. Nachdem die Reiche dieser Welt in Hass untergegangen, sucht jeder nach dem verlorenen Kleinod, jeder jagt nach einer andern Seite, und was er findet, bringt er heim, laut verkündend, dass es das Wahre sei.
Keimende Liebe Was weinst du, weinst Du armes Herz? Was weinst du denn so sehr Fraß in der Nacht dein Liebesschmerz Als sonst in Nächten, mehr? Sieh doch hinaus: Der Sonne Licht, Das blaue Himmelszelt, Die Triebkraft, die durch Zweige bricht – Wie Alles wohlbestellt! Sieh doch hinaus, die Nachbarin Stellt Blumenstöcke auf: Bald schlagen sie – wie lang ist's hin? – Die Blüthenaugen auf! Sieh doch hinaus und fürchte nichts, Werd' wieder gut und jung! Und unterm Strahl des Himmellichts Flieg auf mit Lerchenschwung! Dann wird dir noch ein gold'ner Tag Von dem Geschick beschert, Mit Rosenblust und Amselschlag – Ein Tag des Lebens werth Und was in Kissen dir die Nacht Geraunt ins bange Herz, Wird schwingenleicht und trägt dich sacht Durch Wolken sonnenwärts!
… Und dein Haar, das niederglitt, nimm es doch dem fremden Winde, – an die nahe Birke binde einen kußlang uns damit. Dann: zu unseren Gelenken wird kein eigner Wille gehn. Das, wovon die Zweige schwenken das, woran die Wälder denken wird uns auf und nieder wehn. Näher an das Absichtslose sehnen wir uns menschlich hin; laß uns lernen von der Rose was du bist und was ich bin …
Er [Favorinus] war als Zwitter geboren und dies verriet schon sein Aussehen, denn er war unbärtig, sogar in seinem hohen Alter; aber auch seine Stimme verriet es, denn sie hatte einen hellen, zarten und hohen Ton, wie ihn die Natur den Verschnittenen verleiht; er war aber doch so hitzig in der Liebe, dass er von einem Konsul sogar des Ehebruchs beschuldigt wurde.
Der Lieb' in ihrem kleinen Kabinette Ist himmlisch wohl.
Die böse Sieben Am Wirtshaus an der Straße Sieben Birkenbäume stehn; Die sieben grünen Bäume, Die will ich gar nicht sehn. Die Sieben, ja die Sieben Ist eine böse Zahl; Sieben wunderschöne Mädchen, Die liebte ich einmal. Sechs Rosen ohne Dornen Die waren mein fürwahr; Die siebte, die ich pflückte, Voll Dorn und Distel war. Die siebte von den Sieben Die Kunst sie wohl verstand; Sie führt mich zum Altare Mit ihrer weißen Hand. Die sieben Birkenbäume, Die gehen hin und her; Ade, ihr roten Rosen, Ich pflücke keine mehr.