Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
5474 Sprüche in dieser Kategorie
Ohne Liebe Dein Fuß zertrat den Veilchenstrauß, den eine Kindeshand gewunden, ins Leben stürmtest du hinaus; hoch stieg dein Stern, – im eignen Haus nur hast du nie das Glück gefunden. Und nun dein Stolz in Scherben bricht, – was liegt daran, ob selbst verschuldet, – nun tröstet dich kein traut Gesicht: du nahmst ins Haus die Liebe nicht, die alles hofft und trägt und duldet. O, wär der Weg nicht meilenweit, nicht alle Brücken abgebrochen, ich ständ noch heute dir zur Seit. mit einem Gruß der Jugendzeit an deine trotzge Brust zu pochen. doch unausfüllbar gähnt die Kluft, mag noch so bang das Herz erbeben, – verweht ist lang der Veilchenduft, und keines Gottes Stimme ruft die toten Blüten mehr ins Leben.
An * Leise kam es, wie so Vieles, Unter Scherz und unter Lust Stand ich an dem End' des Zieles, Des Erringens unbewußt. Und des Glükes schöne Spende Nannt' ich froh und dankend mein, Drükte seelig dir die Hände, Und mein ganzes Herz war dein. Wie gekommen, so vergangen, Ferne seh' ich wieder dich, Freude glüht auf deinen Wangen, Aber, ach! kein Strahl für mich. Und das Herz will trüb' sich regen, Alte Wünsche werden wach, – Sieh', da zieht auf fernen Wegen Jedes stumm dem Schiksal nach.
An F – Geliebte! mitten in der Qual, Die meinen Erdenpfad umdrängt (Ach, trüber Pfad, den nicht einmal Einsam erhellt einer Rose Strahl), Meine Seel' an einem Troste hängt: An Traum von dir – der allemal Mir Frieden bringt aus Edens Tal. So ist das Deingedenken mir Wie fern verwunschnes Inselland Inmitten aufgewühlter Gier Des Ozeans: ein Meer-Revier In Sturm – indes doch unverwandt Ein heitrer Himmel blauste Zier Grad über jenes Eiland spannt.
Nichts Unsterblicheres ist im sterblichen Menschen, als Liebe! Schliefe sie Jahre lang, sie erwacht zum lebendigen Leben, Wenn sie der Finger dessen berührt, der sie unserer Brust gab!
Wie oft und schwer wirst du dich verlieben, bis du weißt, wo du liebst.
Lieben wir einander? Haben wir – nicht uns, sondern einander je geliebt?
Der Funke der Liebe Der Funke der Liebe, im Herzen geboren, Geht nimmer Dem, der ihn empfunden, verloren, Er glühet und brennt in die Ewigkeit fort; Denn wäre dem Menschen die Kraft nicht gegeben, Zu lieben bis hin ins unsterbliche Leben, So gäb's wahre Liebe nicht hier und nicht dort. Nicht wird er entzündet an rosigen Wangen, Und nicht an dem Feuer des Jugendverlangen, So flüchtigem Dienste ist er nicht geweiht. Und selber die Freude auf schimmerndem Flügel, Sie bringet ihm nicht der Unsterblichkeit Siegel. – Der Funke der Liebe wohnt über der Zeit. Und nicht kann er langsam mit Tagen veralten, Auch nicht an dem Eise der Jahre erkalten, Das andre so heiße Gefühle verwischt. Es mögen auch glühende Thränen erzählen, Daß still sie gebrochen die mildesten Seelen; – Der Funke der Lieb' nicht in Thränen erlischt. Die Asche der Theuren selbst kann ihn nicht decken; Er weiß aus Zerstörung das Leben zu wecken, Und Gräber und Staub hemmen nicht seinen Lauf. Denn so wie der Phönix aus rein'genden Flammen, – Bricht einstens das Erdengerüste zusammen, – So schwingt er sich froh zur Unsterblichkeit auf.
Der Funke der Liebe wohnt über der Zeit.
Ist's wirklich Liebe, sag mir denn, wie viel?
Man liebt immer bloß die Stellvertreter der Richtigen. … Wenn ein Mensch zum zweiten Mal liebt, so verwechselt er zwar nicht die Personen, aber das Bild der neuen ist an vielen Stellen nur eine Übermalung von dem der alten.
Die wilde Rose Es glänzt der helle Thränenthau In Deinem Kelch, dem todesmatten; Du sehnst Dich nach des Himmels Blau Hinaus aus düstrem Waldesschatten. Es rauscht der Bach am Felsenspalt Sein melancholisch Lied. Hier ists so eng, hier ists so kalt, Wo nie der Nebel flieht. Du meine süße Himmelslust, O traure nicht und laß das Weinen! Dir soll ja stets an treuer Brust Die Sonne meiner Liebe scheinen. Drum schließe Deine Augen zu, Worin die Thränen glühn. Ja, meine wilde Rose, Du Sollst nicht im Wald verblühn!
Wenn ich Frauen betrogen habe, so war das Hintergangenwerden gegenseitig. So etwas zählt nicht; denn wenn die Liebe mit ins Spiel kommt, sind gewöhnlich beide Teile angeführt.
Die Liebe macht scharfe Augen; freilich, im übrigen ist sie für alles was, drum und dran ist, gewöhnlich blind und taub – die Liebe nämlich – und merkt nichts, bis sie mit der Nase auf das Wahre und Reelle gestoßen wird.
Liebe ohne Hoffnung Wer nicht dann noch lieben kann, Wenn die Hoffnungen verwehen, Schwingt sich zu den Himmelshöhen Wahrer Liebe nie hinan. Herzen, die das Glück besticht, Folgen nur verwöhntem Triebe, Lieben nur den Preis der Liebe, Lieben die Geliebte nicht. Liebe trägt sich selbst, und hält Ihren Fittich unter Blitzen, In sich fest und ohne Stützen, Wie des Himmels Sternenwelt.
An – Einst hab' ich fest an meine Kraft geglaubt. Wie hat der Ehrgeiz diese Brust durchwühlt! Die Schläfe hab' ich pochen oft gefühlt, Als wäre sie von einem Kranz umlaubt. Der grüne Baum der Hoffnung ist entlaubt. Die Liebe ist's, die jetzt die Ruh' mir stiehlt, Wenn deine weiße Hand die Stirn mir kühlt Und in dem Schooß dir liegt mein krankes Haupt. Wohl fahr' ich wie im Traume oft empor: »Verträumt die Jugendzeit, die hinter mir – Wie weit das Ziel, das ich mir einst erkor!« Doch schau' ich in dein lieblich Auge dir, Dann miss' ich gern die Welt, die ich verlor; – Ich habe dich, den Himmel ja dafür!
Abendstunde Es weht dein ferner Atem mich sachte kühlend an. Ganz tief lieg' ich verwoben in dieser Stunde Bann. Und alles unser Wissen zerrinnt in Abendglut, von allen unsern Worten bleibt eins nur: sei mir gut!
Abendgang Durch schmiege Nacht Schweigt unser Schritt dahin Die Hände bangen blaß um krampfes Grauen Der Schein sticht scharf in Schatten unser Haupt In Schatten Uns! Hoch flimmt der Stern Die Pappel hängt herauf Und Hebt die Erde nach Die schlafe Erde armt den nackten Himmel Du schaust und schauerst Deine Lippen dünsten Der Himmel küßt Und Uns gebärt der Kuß!
Man liebt nicht nur etwas, weil es schön ist, sondern es wird auch schön, weil man es liebt.
Die Leiden der Liebe sind sicher in allen Völkern die gleichen. … Allen tut es gleich weh, das Entbehren, und allen gleich wohl, das Geküßtwerden.
Sphinx Und wärst du das teuflische Nixenweib, Das die Seele mir saugt aus dem sehnenden Leib, Mit grausamem Blick im düst'ren Gesicht, – Ich fürchte mich nicht, ich fürchte dich nicht! Und ruhten wir beide so Brust an Brust, Und rissest das Herz du mir aus vor Lust, Ich schaute dich an, ich lachte dich an Und wär' noch im Sterben ein seliger Mann.
Die singende Muschel Als Kind sang eine Muschel mir das Meer. Ich konnte träumelang an ihrem kühlen Munde lauschen. Und meine Sehnsucht wuchs und blühte schwer, und stellte Wünsche und Gestalten in das ferne Rauschen.