Liebe Sprüche – glück

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Vor dem Glücklichen her tritt Phöbus, der pythische Sieger, Und der die Herzen bezwingt, Amor, der lächelnde Gott.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Holzhacker Er hackt sein Holz jahrein, jahraus, Müht sich vom frühsten Morgen; Und sie besiegt im kleinen Haus Die tausend großen Sorgen. Tropft abends ihm der heiße Schweiß Von seiner Stirne nieder; Sie trocknet sanft, sie trocknet leis Die furchenreiche wieder. – So haben sorgen sie gemußt Seit langen, harten Jahren. Und keiner hat es wohl gewußt, Wie glücklich beide waren.

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Wie macht das Gefühl bloßen Sichnaheseins Liebende schon glücklich.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Kein Glück Kein Glück! So hat die Alte mir mit fahlem Lächeln prophezeit, wer in der Liebe Spuren geht, des Weggenoß heißt Herzeleid. Kein Glück! Ich ging durch Klamm und Kluft stieg gipfelauf in Mittagglast und trank der Sonne rotes Blut und mit mir trank der bleiche Gast. Kein Glück! Ich trug den Demantkranz, das Purpurkleid im Märchenschloß, und steh nun doch an Abgrunds Rand – und leise lacht mein Weggenoß.

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Jede erste Liebe ist glücklich, – denn sie allein ist gläubig und genügsam.

Polko, Verklungene Akkorde. Gedenkblätter, 1869

Wir wissen nicht, warum wir geliebt werden und können es nicht verstehen; aber es ist ein seliges Gefühl, das uns über die schwere Wolkendecke des Lebens zur Sonne emporträgt.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wo kein Gift im Herzen ist, sondern harmlose Liebe, da blühen sonder Kunst und Geld wie auf freier Wiese tausend Blumen, tausend Freuden auf dem Lebensacker.

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Es gehen zwei Gäste ein und aus, So lang du wohnest in diesem Haus. Sie sind geheißen Lieb und Leid; Du sollst sie wohl empfangen beid.

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Glück der Liebe Einem Schmetterlinge gleicht die Liebe; Wie er flatternd über Blumen schwebt, So entflieht sie oft auf leichten Schwingen, Und nur selten kehrt sie uns zurück. Um gewaltsam ihre Flucht zu hemmen, Strebt das kranke Herz mit leisem Weh; Möcht' ihr gern die raschen Flügel binden, Gern sie bannen in der Treue Kreis. Aber wie des Schmetterlinges Farben Selbst in zarten Händen untergehn, So vernichten Fesseln auch die Reize, Die der Liebe freie Regung schmücken. Darum öffne ihrem kurzen Glücke Willig und geniessend Geist und Herz; Aber will es wankelmüthig weichen Trauere dann – doch halt es nicht zurück!

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Es ist überaus glücklich, daß die Liebe nicht die Wissenschaft zur Voraussetzung hat.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Sicherung Du meinst, daß Nacht und Frost die Glut verscheuchten, Weil Flammen nicht mehr heiß in Dunkel schwellen – Mich sättigt wunschlos das gestillte Leuchten, In dessen Hut sich Weg und Ferne hellen. Ich spüre, wie auf immer uns vereine Der Glanz, den unvergessne Tage spenden, Und trage still, wie in geweihtem Schreine, Ihr Heiligstes in unbeschwerten Händen. Ich weiß mich fahrlos, was mir auch begegnet, Und nah, wie auch ins Ferne Schicksal ladet, Ich fühle jedes Glück von Dir gesegnet Und jede Schönheit nur durch Dich begnadet.

Stadler, E., Gedichte. Verstreute Gedichte aus den Jahren 1910 bis 1914

Nächst dem Siege ist nichts so süß als Niederlage, wenn dich nur der rechte Gegner überwindet.

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Don Juan lehrt, sich in Liebesdingen über nichts zu wundern: möglichst wenig zu erwarten und auf alles gefaßt zu sein. Nur so ist es möglich, Enttäuschungen zu vermeiden. Auch dann liebesfroh zu bleiben, wenn einmal etwas mißlingt.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Wer sich am Süßen der Liebe will laben, Ohne das Bittre genossen zu haben, Will im Tempel zu Mekka ruhn, Ohne das Pilgerkleid anzutun.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Vierzeilen

Die passive Natur des Weibes will geben, leisten, will pflegen, opfern, glücklich machen; der aktive Geist des Mannes will glücklich gemacht werden, will empfangen, gepflegt, geliebt sein.

Goltz, Zur Charakteristik und Natur-Geschichte der Frauen, 1859

Was du liebest, das lebest du.

Fichte, Die Anweisung zum seligen Leben, oder auch die Religionslehre (Vorlesungen), 1806. 1. Vorlesung

Den Kelch der Liebe muss man genießen, wie die Biene den Blumenkelch. Sie nimmt nur das Gute, aber das Gift lässt sie liegen.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Schön ist das Leben, Schön ist die Liebe: Gäb's nur in Beiden – Nicht so viel Diebe!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wer ist glücklicher? Der, der viel geliebt hat oder der, welcher viel geliebt wurde?

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Der Liebende scheint mir immer weniger genießen als gefallen zu wollen, und dennoch ist er Egoist: er will gefallen, um zu genießen.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Uns glücklich macht nur lieben, Ach, und geliebt zu sein?

Platen, Gedichte. 1820