Liebe Sprüche – glück

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Nicht draußen im Strudel verrauschender Lust Erwarte das Glück dir zu finden: Die Seligkeit wohnt in der eigenen Brust, Hier mußt du sie ewig begründen.

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Ein Herz sein eigen nennen, alles sagen können in der Gewißheit, verstanden zu werden, ist das nicht Glück?

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Im Augenblicke der glücklichen Liebe schaue nicht auf die Uhr, damit du nicht wahrnehmest, wie kurz dein Glück gewährt.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Die Liebe hat all' meinen Mißmut vertrieben, Denn Liebe weckt Leben – und leben heißt lieben.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

In der Liebe gibt es einen Moment, wo sie sich selbst genügt, wo sie glücklich ist, zu existieren.

Balzac, Das verfluchte Kind (L’enfant maudit), 1831

Minne, der Welt Unseligkeit, Da reine Lust so flüchtig ist, Da du so wankelmütig bist Was minnt nur all die Welt an dir? Ich seh doch wohl, du lohnest ihr, So wie der Ungetreue tut. Dein Ende, das ist nie so gut, Wie du versprichst im Anbeginn: Da lockst du den betörten Sinn Mit kurzer Lust zu langem Leid. Mit schmeichlerischer Trüglichkeit, Die in so falscher Süße schwebt, Die trüget alles, was da lebt.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Zerbrich, verbrenne und zermalme, Was dir nicht völlig wohlgefällt! Ob mich die Welt an einem Halme, Ob sie mich an der Kette hält, Ist alles eins in deinen Augen, Da nur ein ganz befreiter Geist, Der alles andre Schaden heißt, Und nur die lautre Liebe taugen.

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Ach, Liebesglück und Freude sind So flüchtig wie der Frühlingswind.

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Wahre Freude, wahres Leid Nein, es sind nicht Berg und Thäler, Die uns Fried' und Freude geben, Freude geben nur die Menschen, Die mit uns auf Erden leben. Nein, es sind nicht Frost und Hitze, Die uns Noth und Schmerzen geben, Schmerzen geben nur die Menschen, Die mit uns auf Erden leben. Und es giebt auch solche Menschen, Die uns freuen und betrüben; Das sind die allerschlimmsten, Die wir lieben, die wir lieben.

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Vergangenheit War's nicht ein schöner Morgen? War's nicht ein Maientag, Wo ich, im Glück geborgen, Im Arm der Liebe lag? War nicht es sternenhelle, Und sonnenhell zugleich? Lag nicht an armer Schwelle Ein unermeßlich Reich? Zog nicht vom Himmel nieder Unsterblich tausendmal Die Göttin ew'ger Lieder Mit Kränzen ohne Zahl? Ihr wiegt das Haupt verneinend, Zieht mich zur Welt zurück – Mir selbst gestorben scheinend – Alt Glück, du bist mein Glück! –

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Gegenliebe zu finden – das ist ein Glück, bei dem man viel Pech haben kann!

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Alter Glückszettel Zwischen Hetzen und Hasten, In Lärmen und Lasten, Von Zeit zu Zeit Mag gerne ich rasten In Nachdenklichkeit. Fliege, fliege, mein Denken, zurück, Suche, suche: in heimlichen Ecken Dämmergrauer Vergangenheit Mag wohl von verklungenem Glück Blinkend ein Blättchen stecken. Und ich suche in meinem Andenkenkasten. Zwischen Bändern und Briefen, die lange schliefen, Aus trockenen Blumen und blassen Schleifen Will ich mir was Liebes greifen. Da fand einen Zettel ich, bleistiftbeschrieben, Der hat mir die Wärme ins Herz getrieben. Was stand denn da? Von meiner Hand; I mag Di gern leid'n; Du: Magst Du mi aa? In schmächtigen Zügen darunter stand: Ja. In Lärm und Last, In zager Zeit War mir ein Gast Aus Glückseligkeit Dies kleine Ja der Vergangenheit.

Bierbaum, O. J., Gedichte. Erstdruck in: Erlebte Gedichte, Berlin (Issleib) 1892

Versteckte Jasminen Mädchen, was hast du, was ist dir begegnet, Hat dir der Tag heut die Laune verregnet, Siehst so betroffen und wunderlich aus. Guck mir ins Auge, und häng nicht das Köpfchen, Soll ichs von hinten her hoch ziehn am Töpfchen, Mädel, was ist denn, so sprich dich doch aus. Wird sie verlegen ganz, greift in die Tasche, Bleibt ihr die Hand dort, ein Fisch in der Masche; Endlich, Jasminen, wie sind sie mir lieb. Blitzend dann lacht sie: Ich hab sie gestohlen, Mußte sie heimlich vom Park her holen, Hast sie so gern ja, und hier steht der Dieb. Lachen wir beide, der Weg ist gefunden, Fliegende Freuden und flatternde Stunden, Süßes Geplapper, Getändel und Kuß. Ward doch im Leben aus Liebe, aus Liebe Einmal auch meinethalb jemand zum Diebe; Galgen und Rad sind nicht immer der Schluß.

Liliencron, Nebel und Sonne, 1900

Wenn zwei Menschen zugleich anfangen, einander zu lieben, das ist ein großes Glück. Ein noch größeres Glück aber ist, wenn beide auch zu gleicher Zeit aufhören, einander zu lieben.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Österreich in Geschichte und Literatur, Band 18), 1974

Sieghafte Lust In deinem Arm, an deinem Herzen – O sag', was hat die Erde noch? Und brächte sie mir tausend Schmerzen Nach diesem Tag, ich jauchzte doch! Und gilt es, durch die Dunkelheiten Der letzten, großen Nacht zu gehn: Der Schimmer dieser Seligkeiten Wird leuchtend überm Wege stehn!

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Man suche die leuchtendsten Augenblicke seines Lebens und analysiere sie, und man wird finden, dass in der Regel die Liebe im Spiele war. Die Liebe setzt dem Leben das Gold auf.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Neues Leben Hat dich die Liebe berührt, Still unter lärmenden Volke, Gehst du in goldner Wolke, Sicher von Gott geführt. Nur wie verloren, umher Lässest die Blicke du wandern, Gönnst ihre Freuden den Andern, Trägst nur nach einem Begehr: Scheu in dich selber verzückt, Möchtest du leugnen vergebens, Daß nun die Krone des Lebens, Strahlend die Stirn dir schmückt.

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Liebesglück Wenn Dichter oft in warmen Phantasieen, Von Liebesglück und schmerzlichem Vergnügen, Sich oder uns, nach ihrer Art, belügen, So sei dies Spielwerk ihnen gern verziehen. Mir aber hat ein gütger Gott verliehen, Den Himmel, den sie träumen, zu durchfliegen, Ich sah die Anmut mir im Arm sich schmiegen, Der Unschuld Blick von raschem Feuer glühen. Auch ich trug einst der Liebe Müh und Lasten, Verschmähte nicht den herben Kelch zu trinken, Damit ich seine Lust nun ganz empfinde. Und dennoch gleich ich jenen Erzphantasten: Mir will mein Glück so unermeßlich dünken, Daß ich mir oft im wachen Traum verschwinde.

Mörike, E., Gedichte

Die Liebe ist kein Scheck auf Glück, den der andere einlösen soll.

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Wen nie die Liebe leiden ließ, dem schenkte Liebe niemals Glück.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Wie mag ein Herz, das liebet, doch überselig sein! Das tote Selbst zerstiebet, im andern lebt's allein. 's ist wie ein tiefer Bronnen, darin du untergehst, und in dem Reich der Wonnen beseligt auferstehst.

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