Liebe Sprüche – glück

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Das Glück des Menschenherzens ist das Licht, das weder Ozean noch die Weltteile alle jemals gesehen: die menschliche Liebe.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Selig, wer eines im Leben erfährt, Daß sich die Liebe im Leiden bewährt.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Ein Mann kann durch vieles glücklich werden, die Frau nur durch Liebe.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920

Die da viel lieben, die schweigen selig. Die nicht lieben, sind stets Aufpasser der Liebe.

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… wir sind geschaffen zu lieben. Alle Genüsse des Lebens sind für diejenigen, die lieben. Seid fröhlich und ohne Angst.

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Nachklang Rose der Liebe, in Schuld entsprossen, in Qual erblüht, mit Thränen begossen, o laß an Deinem Duft mich berauschen – die Seligkeit sollt ich um Alltagsglück tauschen? Ich will kein langes, kein reuloses Glück, Vollwonne nur einen Augenblick. Mein heimliches Glück, einer andern geraubt, mein ist es dennoch, stolz heb ich das Haupt, von der Sitte verdammt, von der Welt getadelt, Durch Sünde geächtet, durch Liebe geadelt.

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Lebensmotto Fromme Seelen, fromme Herzen, Himmelssehnend, lebenssatt; Euch ist rings ein Thal der Schmerzen, Eine finst're Schädelstatt! Mag in schreckenden Gesichten Bang vor mir das Schicksal steh'n; Nie soll mich der Schmerz vernichten, Nie zerknirscht und reuig seh'n! Freiem Leben, freiem Lieben, Bin ich immer treu geblieben! Leben – Meer, das endlos rauschend Mich auf weiten Fluten trägt: Deinen Tiefen freudig lauschend Steh' ich sinnend, stummbewegt. Stürzt Gewittersturm, der wilde, Jauchzend sich in's Meer hinein, Schau' ich in dem Flammenbilde Meines Lebens Wiederschein. Freiem Leben, freiem Lieben, Bin ich immer treu geblieben! Liebe – von der Welt geächtet, Von dem blinden Wahn verkannt, Oft gemartert, oft geknechtet, Ohne Recht und Vaterland; Fester Bund von stolzen Seelen Den des Lebens Glut gebar, Freier Herzen freies Wählen Vor der Schöpfung Hochaltar! Freiem Leben, freiem Lieben, Bin ich immer treu geblieben! Und so lang' die Pulse beben, Bis zum letzten Athemzug, Weih' der Liebe ich dies Leben, Ihrem Segen, ihrem Fluch! Schöne Welt, du blühend Eden, Deiner Freuden reicher Schatz Giebt für alle Schicksals Fehden Vollen, köstlichen Ersatz! Freiem Lieben, freiem Leben, Hab' ich ewig mich ergeben!

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Gleichgültigkeit Als ich gestern lag in meinem Bette, Klopfte es so gegen Mitternacht. Meine Meinung war, es sei Jeanette, Und natürlich hab' ich aufgemacht. Leise kam es jetzt hereingeschlichen, Setzte sich an meines Bettes Rand, Hat mir über meinen Kopf gestrichen Mit der ziemlich großen, dicken Hand. Doch ich merkte bald an ihren Formen: Dieses Weib ist ja Jeanette nicht, Deren Hüften nicht von so enormem Umfang sind und solchem Schwergewicht. Trotzdem schwieg ich. Denn ich überlegte: Nicht das Wer, das Wie kommt in Betracht, Außerdem, die Absicht, die sie hegte, War entschieden löblich ausgedacht. Was bedeutet dieserhalb ein Name? In der Liebe ist das einerlei. man verlangt nur, daß es eine Dame Und von angenehmem Fleische sei.

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Es sucht jeder in der Liebe nur sich, und es ist das höchste Glück sich in ihr finden [...].

Arnim, Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, 1835. Dritter Teil

Sonntag Wie lieb' ich es, an Sonntagnachmittagen Allein zu sitzen im vertrauten Zimmer; Durchs Fenster bricht der Sonne heller Schimmer, Das Buch vergoldend, das ich aufgeschlagen. Die Straßen; es rollen keine Wagen; Des Marktes Lärm verstummt, als wär's auf immer, Und all des Sonntagsstaates bunter Flimmer, Er ward hinaus in Wald Flur getragen. Verlassen fühlt sich, wer zurückgeblieben, Und manches schöne Auge blickt verdrossen, Und manche Wünsche unerfüllt zerstieben. Es ruht das Leben, wie in sich zerflossen; Doch still erfüllt sich auch geheimes Lieben, Und einsam wird des Geistes Glück genossen.

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Hätt ich geahnt, als ich zuerst Dich schaute daß mich die warme Sonne Deiner Blicke verjüngen würde und mit dem Geschicke feuriger Glut im Alter noch betraute. Ich wäre, wie der Hirsch, der Luchs, der Panther entflohen jeder schnöden Schicksalstücke und wäre hingeeilt zu meinem Glücke. Längst wären wir begegnet dann einander! Doch warum gräm ich mich, wo ich nun finde in Deinen Engelsaugen meinen Frieden, all meine Ruhe und mein ganzes Heil? Vielleicht wär damals mir dies Angebinde noch nicht geworden, das mir nun beschieden, seit Deiner Tugend Fittich ward mein Teil.

Michelangelo, Sonette. An Tommaso Cavalieri, 1532

Der Gipfel des Glücks ist es, geliebt zu werden von einer schönen Seele, der Gipfel des Ruhms, bewundert zu werden von einem großen Geist.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Die Glückliche Der Sommer glüht im Purpur der Granaten, Und auch die kleinsten Blümchen schimmern golden, Und wenn der Abend weht in grünen Saaten, Wird alles sanft der gleiche Schein vergolden; So kann auch Einen Sinn nur fühlend raten, Die Seele in des Freundes Wort, dem holden. Ein Sinn, der, wie die Worte schweben, bliebe: Was ihr klagt oder scherzt, es ist nur Liebe.

Schlegel, F., Gedichte. Stimmen der Liebe. Ansichten

Die Liebe Tausend Leiden, tausend Freuden Schweben um die Liebe her. Wer von ihren Jüngern, wer Schmeckte eines nur von beiden? – Wechsel ist der Liebe Los. Heute kämpfet sie mit Sorgen, Und vielleicht am nächsten Morgen Ruht sie in der Freude Schoß.

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Eine geliebte Frau in den Armen halten! Das ist das Äußerste an menschlichem Glück.

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Wenn jemand liebt, was zu lieben ihn beseligt, so möge er seiner glücklichen Leidenschaft froh sein und in seinem Schifflein mit günstigem Winde einherfahren.

Ovid, Remedia amoris (Heilmittel gegen die Liebe)

Aus ihren Augen lacht die Freude, Auf ihren Lippen blüht die Lust, Und unterm Amazonenkleide Hebt Mut und Stolz und Drang die Brust. Doch unter Locken, welche fliegen Um ihrer Schultern Elfenbein, Verrät ein Seitenblick beim Siegen Den schönen Wunsch, besiegt zu sein.

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Das glückliche Weib liebt schwächer als das unglückliche.

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Im Glück Dem Schmerze konnt' ich Worte geben, In Liedern sang ich meine Qual; Doch seit mein herbstlich ödes Leben Durch dich erblüht zum zweitenmal, Und seit in meiner Seele Gründen Ein neuer Frühling Wunder thut, Da weigert sich mein Mund zu künden Des Herzens sel'ge Wonneglut. Kein irdisch Auge kann ertragen Der Sonne volle Strahlenpracht; So kann dir auch mein Lied nicht sagen, Was meine Seele jauchzen macht. Drum siehst du sprachlos mich erbeben, O frag', Geliebte, nicht warum: Dem Schmerze konnt' ich Worte geben, Doch meine Seligkeit ist stumm.

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Wir armen Teufel von Männern sind am glücklichsten, wenn wir lieben und geliebt werden. Bitter und traurig muß das Schicksal eines Mannes sein, der liebt, ohne wiedergeliebt zu werden.

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XXV Mag, wen ein günstiges Geschick erschuf, an Titeln sich und äußrer Ehre laben. mir, der sich fern fühlt solcherlei Beruf, ward der Gewinn, ein andres Glück zu haben. Von Gunst besonnt, der Höfling fett gedeiht und tut sich auf wie eine Dotterblume; ein laun’scher Zufall endet seine Zeit, ein zorn’ger Blick begegnet seinem Ruhme. Der nie besiegte Sieger, der zuletzt doch einmal seinen Sieger hat gefunden, wird aus der Ruhmestafel ausgeätzt, und tausend Siege sind dahingeschwunden. Welch andres Glück: ich lieb und bin geliebt, ein Glück, an dem es keinen Wandel gibt!

Shakespeare, Sonette (Sonnets), 1609. Übersetzt von Karl Kraus, 1933