Liebe Sprüche – glück
317 Sprüche gefunden
Reichtum Perlen gleiten durch meine Hand –: Das war Wasser, das verschwand; Gold kam über mich hergelaufen –: Wolkenberge, Wolkenhaufen; Nichts ist mehr in meiner Hand, Und ich kann mir garnichts kaufen, Und mir blieb nur, was ich fand: Ein Herz für mich, ein Glück für mich, Zwei Augen, die leuchten: Ich liebe dich, Und eine Wärme innerlich: Du, du und ich ...
Genügsam Wie irrig wähnest du, Aus Liebe gehöre das Mädchen dir zu. Das könnte mich nun gar nicht freuen, Sie versteht sich auf Schmeicheleien. Dichter: Ich bin zufrieden, dass ich's habe! Mir diene zur Entschuldigung: Liebe ist freiwillige Gabe, Schmeichelei Huldigung.
Ein Glück ohne Liebe ist wie eine Göttin ohne Altar.
… daß ich in einer armen, niedrigen Hütte schwarzes Brod mit dir esse und gesundes Wasser mit dir trinken will, und eben so glücklich und vielleicht glücklicher sein werde als im Glanz der Welt.
Wir können lieben, ohne glücklich zu sein; wir können glücklich sein, ohne zu lieben, aber lieben und glücklich sein – die beiden so großen menschlichen Genüsse zu verbinden, dazu bedarf es eines Wunders.
Amor fati Als ich ins Licht der Sonne sprang, stand meines Lebens Zickzackgang schon unzerstörbar vorgeschrieben; nun springe ich die Wege lang und fange diesen Zickzackgang wahrhaftig leise an zu lieben – doch dieser letzte Zickzackgang und lendenlahme Liebessang ist eben auch schon vorgeschrieben.
Einem Unzufriedenen Das dir zumeist am Herzen nagt? O prüfe dich! du wirst gestehen, Das Leid nicht ist's, das dir geschehen, Und nicht die Sorge, die dich plagt. Du könntest sie zur Not vergessen, Doch nimmermehr das Traumbild dessen Was dein Geschick dir streng versagt. Nur dieses, und nur dies allein, Steht immerdar vor deinen Augen, Es darf dir Kraft und Mut entsaugen, Zerrütten dir dein innerst Sein; O Thorheit! Thorheit, unermessen! Für Güter, die du nie besessen, Erträgst du des Verlustes Pein!
So mag es wohl dem Teufel seyn Wenn er in seiner Höll allein Nach Himmels Freunden seufzt und klagt Dass ihn der Unmuth r'ausgejagt.
Liebe Wo nur dem Leben Lust erblüht, Wo freudiger ein Auge glüht, Wer nahet gleich? die Liebe! Und wo ein Aug' in Thränen bebt, Wer ist so nah, als Liebe? Der Lust gesellt sich stets das Leid, Doch ist dem Herzen nimmer weit, In Leid und Lust, die Liebe – Und wie so Tag auf Tag entweicht, Verrinnt das ganze Leben leicht, In Lust und Leid und Liebe.
Die glückliche Liebe ist ein Verbrechen, die unglückliche ein verbrecherischer Wunsch.
Lieben! Ihr fragt mich, was unglücklicher Liebe Gewinn sei? Ist nicht Liebe für sich schon ein lebend'ger Gewinn?
Wie die Pulsschläge sich nach der Beschaffenheit des Leibes richten, so richtet sich die Glückseligkeit des Lebens nach dem Maß der Liebe: So viel Liebe, so viel Glück.
Spätes Finden Ich habe dich erst spät gefunden Nach mancher Lust, die mich entzückt, Nach mancher Spur von alten Narben, Die mir das Leben eingedrückt. Schon ging ich einsam und verschlossen Auf grüner Tage öder Bahn, Da ward es Licht: die Blumen knospen, Du blickst mich hell und freundlich an.
Ist heiter der Ernst, und der Scherz voll Mut, So lebt's mit der Liebe sich fröhlich und gut.
Du sollst das Glück mir nicht zerstören Du sollst das Glück mir nicht zerstören, Das unbewußt du selber bist; Ich will von dir das Wort nicht hören, Das nicht die Liebe selber ist. Und irrt mein Herz, so laß es irren; Es findet seine Heimat doch Und kann durch dieses Lebens Wirren Froh singen, denn es liebet noch. Für seinen Irrtum büßt es nimmer – Denn hat es nicht gebüßt genug? Im Mondlicht ist nur Sonnenschimmer. Und doch erfreut uns dieser Trug.
Spätes Glück Es hat ein Blümlein Tag für Tag Sich nach dem Glück gereckt, Die liebe Sonne fand es nicht, War gar zu tief versetzt. Erst, als der Sichel blanker Stahl Die Gräser rings gemäht, Hat’s warm der Sonnenschein geküßt – War aber viel zu spät.
Todtes Glück Als unsre Liebe noch blühend war, Haben wir unter den Zweigen gesessen, Hand in Hand, und die Sonne lag Wie eine Krone über dem Tag. Welk ist die Liebe – der Wintersturm Pfeift mir ein trotziges Lied vom Vergessen. Meine weinende Seele spricht:Leidenwill ich – vergessen nicht!
Wenn ich in Labyrinthe Des Sinnens mich verlor, Dringt plötzlich oft ein Seufzer Aus voller Brust hervor. Denn was ich auch betrieben, Bedünkt mich hohler Schein, Uns glücklich macht nur lieben, Ach, und geliebt zu sein?
Glück und Sonnenschein Ziehe hier ein. Auf Schritt und Tritt Gehe Liebe mit. Das Leben ist schön, Wenn wir's verstehn. –
Ach, die Liebe gibt uns Leben Und das Leben gibt uns Leid, Aber Leid und Liebe geben Uns des Himmels Seligkeit!
Liebe leidet nicht, Gesellen, Aber Leiden sucht und hegt sie; Lebenswoge, Well auf Wellen, Einen wie den andern trägt sie. Einsam oder auch selbander, Unter Lieben, unter Leiden, Werden vor- und nacheinander Einer mit dem andern scheiden.