Liebe Sprüche – hochzeit

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Im Morgenland wird der Mann so wenig von den Frauen seines Harems geliebt, wie in Frankreich der Ehemann sicher ist, der Vater seiner Kinder zu sein.

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Liebe: Eigenliebe zu zweit.

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Unter der Linden, an der Heide, da unser zweier Bette was, da möget ihr finden hold sie beide gebrochen Blumen so wie Gras. Vor dem Walde in einem Tal tandaradei! lieblich sang die Nachtigall. Ich kam gegangen zu der Aue, da schon mein Trauter kommen hin. Da ward ich empfangen, hehre Fraue, daß ich noch immer selig bin. Küßt er mich? Wohl tausend Stund. tandaradei! Seht, wie rot mir ist der Mund! Da hat er gemachet mir und sich von Blumen eine Bettestatt. Des wird noch gelachet inniglich, kommt jemand an den selben Pfad. Bei den Rosen er wohl mag tandaradei! merken, wo das Haupt mir lag. Daß er bei mir lag, wüßt es einer, behüte Gott, so schämt ich mich. Was er mit mir pflag - keiner, keiner befinde das, als er und ich, und ein kleines Vogelein: tandaradei! Das mag wohl getreue sein.

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Kein schöner Ding ist auf Erden Als Frauenlieb', wem sie mag werden.

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Die Liebe, die ein Leben ausfüllt, beseligt oder vernichtet, ist immer gegenseitig.

Glümer, Frau Domina, 1873

Für die Liebe einer Rose macht sich der Gärtner zum Sklaven von tausend Dornen.

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Erstens gleicht eine Liebe nie irgendeiner anderen Liebe. Und dann unsere! So was hat es noch nie gegeben; die ist einzig.

Keyserling, Beate und Mareile. Eine Schloßgeschichte, 1909. Günther

Eine Liebe auf höheren, selbst auf allerhöchsten Befehl gibt es nicht.

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Und am Ende braucht Liebe nur zu lieben. Können muss sie dies; sonst kommt jeder günstige Zufall umsonst.

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Die Liebe ist die Ruhe für den Müden, das Obdach für den Wanderer, das volle Licht für den Ankommenden und die vollendete Krone für den Sieger.

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Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.

Neues Testament. Der Brief des Paulus an die Kolosser (#Kol 3,19)

Die fruchtbringende Liebe verschönt, wenn sie begonnen. Das ist der Same, den sie hat und kraft dessen sie nie vergehen wird.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Es haben unsre Herzen Geschlossen die heil'ge Allianz; Sie lagen fest aneinander, Und sie verstanden sich ganz. Ach, nur die junge Rose, Die deine Brust geschmückt, Die arme Bundesgenossin, Sie wurde fast zerdrückt.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 24.

Die beiden Sie trug den Becher in der Hand – Ihr Kinn und Mund glichen seinem Rand –, So leicht und sicher war ihr Gang, Kein Tropfen aus dem Becher sprang. So leicht und fest war seine Hand: Er ritt auf einem jungen Pferde, Und mit nachlässiger Gebärde Erzwang er, daß es zitternd stand. Jedoch, wenn er aus ihrer Hand Den leichten Becher nehmen sollte, So war es beiden allzu schwer: Denn beide bebten sie so sehr, Daß keine Hand die andre fand Und dunkler Wein am Boden rollte.

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Liebe ist unser Königreich aus dem Paradiese; worüber wir mit Liebe herrschen, das ist gewiß unser. Je weiter wir also dieses verbreiten, und je enger zugleich es an uns ziehen können, desto weiser und glücklicher sind wir, in den rechten Schranken des menschlichen Lebens.

Herder (Hg.), Salomons Lieder der Liebe. Die ältesten und schönsten aus Morgenlande, 1778. II. Über den Inhalt, die Art und den Zweck dieses Buchs in der Bibel

Dies ist das Ewige, daß man Liebe habe und Liebe bewahre bis ans Ende.

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Dem, der wahrhaft liebt, wird alles Liebe.

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Reine Liebe macht den Traum des Lebens zur Wahrheit.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Die wahre Liebe, die ihrer höhern Abstammung treu bleibt und gewiß ist, erwärmt gleich der Sonne, so weit ihre Strahlen reichen, und erhellt verklärend alles in ihrem lautern Glanz.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 17. Oktober 1825

Ratsam ist und bleibt es immer Für ein junges Frauenzimmer, Einen Mann sich zu erwählen Und womöglich zu vermählen.

Busch, Bildergeschichten. Die fromme Helene, 1872

Des Mannes Seele beugt sich schauernd vor dem Heiligtum der hingebenden weiblichen Liebe.

Wildenbruch, Die heilige Frau, 1885