Liebe Sprüche – hochzeit

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Immer wieder, ob wir der Liebe Landschaft auch kennen und den kleinen Kirchhof mit seinen klagenden Namen und die furchtbar verschweigende Schlucht, in welcher die andern enden: immer wieder gehen wir zu zweien hinaus unter die alten Bäume, lagern uns immer wieder zwischen die Blumen, gegenüber dem Himmel.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Gedichte 1906 bis 1926. Vollendetes

Liebe macht den Himmel himmlischer – die Erde zu dem Himmelreich.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786. Theosophie des Julius. Liebe

Ines II. Und ob wir beide hier uns ewig quälen mit unserm blinden Fern- und Nahesein und doch nie wir, nur Trinker ohne Wein, die atemlos den Rest der Stunden zählen. Und ob wir täglich wieder uns erwählen, dass du in meine Seele dringest ein und ich in dich – und sind uns ewiges Nein! – Was soll dies stets verströmende Vermählen? Doch will mir sein: Aus diesem Nicht-Ergreifen tönt eine Stunde an, die uns errettet, und ob wir noch so sehr aus uns gerissen. Mit jedem Abschied wir uns näher reifen. O tief und innig sind wir hingebettet in dieses leise Voneinander-Wissen

Stamm, Der Aufbruch des Herzens. Gedichte, 1919

Damit Liebe entstehen kann, muss notwendig Glaube vorangehen.

Melanchthon, Loci praecipui theologici, 1559. Übers. Internet Originaltext: Ut igitur dilectio oriatur, necesse est praecedere fidem.

Liebe ist die Freude, die zwei Herzen miteinander teilen.

Internet

Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen und wär' es ein Misthaufen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Die Liebe ist stark Getränk für die Seele. Sie betrinkt sich in ihr, und Verliebten geht's kein Haar besser als Leuten, die ein Gläschen über den Durst getrunken haben.

Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie nebst Beylagen A, B, C, 1778-81

Selten muss sein, was du lange lieben willst.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Rarum esse oportet, quod diu carum velis

Im Verborgenen beginnen die Augen die Liebe, der Liebesakt vollendet sie.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Oculi occulte amorem incipiunt, consuetudo perficit

Wen die wahre Liebe ergriffen hat, den wird sie festhalten.

Seneca, Thyestes. V. 551. Übers. Internet Originaltext: Quos amor verus tenuit, tenebit

Ich hab' nicht Worte – ach! – zu sagen, Was Liebe uns an Glück verspricht.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. VI: Gedichte. Aus: Tamerlane. Übers. K. Merling

Liebe mit Bedacht, aber urteile nicht nach der Liebe.

Pseudo-Seneca, De moribus. 48. Übers. Internet Originaltext: Ames iudicio, non amore iudices.

Ein argloses Ding ist die Liebe.

Ovid, Metamorphosen, entstanden um 1 oder 3 bis 8 n. Chr. 7,826. Übers. Internet Originaltext: Credula res amor est.

Kein Liebender bedenkt, was sich schickt.

Ovid, Heroides, auch Epistulae Heroidum (Heldinnen bzw. Briefe von Heldinnen), fiktive Liebesbriefe berühmter Frauen der Sage, die Briefe werden Ovid zugeschrieben, seine Autorschaft wird aber bezweifelt. 4,154. Übers. Internet Originaltext: Quid deceat, non videt ullus amans.

Weibliches Urteil Männer richten nach Gründen, des Weibes Urteil ist seine Liebe; wo es nicht liebt, hat schon gerichtet das Weib.

Schiller, F., Gedichte. 1789-1805

Liebe muß rechtmäßig erworben sein.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Gewohnheit lähmt die Flügel der Liebe.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Liebe kann man nicht versprechen, eher schon Treue.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Es gibt eine Liebe, die treibt duftende Blumen, und eine, die zieht nahrhafte Gemüse; die beiden können sich weder verstehen noch würdigen, ob sie auch wollen, und das bringt viel Herzeleid und viel Sünde in die Welt!

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Echte Liebe beweist sich erst während der Ehe.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Nichts schmiedet die Liebe mehr als Leid.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919