Liebe Sprüche – klassisch

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Ich glaube doch, dass kein Mann je ein rechtes Leben geführt hat, der nicht geheiligt wurde durch die Liebe einer Frau, gestärkt durch ihren Mut und geleitet durch ihre Umsicht.

Ruskin, Ausgewählte Werke in vollständiger Übersetzung, 15 Bde., 1900-1906. Band 2: Sesam und Lilien, 1900

Nicht hat ein Ende der Mensch – hat er doch keinen Beginn: welche sich selber verlieren, die hat der Liebste erkannt.

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Es erfordert größere Tugenden, das gute Geschick zu ertragen als das böse.

Rochefoucauld, Betrachtungen oder Moralische Sentenzen und Maximen

Venus und Bacchus sind gerne beisammen, wie das Sprichwort sagt. Bei mir ist Venus munterer, wenn sie von der Nüchternheit begleitet ist.

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Die Liebe ist der Herrscher der Jugend und der Tyrann des Alters.

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Liebe ist die Weisheit des Narren und die Torheit des Weisen.

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Gegen die Männerkrankheit der Selbstverachtung hilft es am sichersten, von einem klugen Weibe geliebt zu werden.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Siebentes Hauptstück. Weib und Kind

Nie kann eine Frau vergessen zu lieben, sie möge dichten oder herrschen.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Viertes Kapitel. Erziehung der Mädchen. § 100

Der Wunsch Du holder Gott der süß'sten Lust auf Erden, der schönsten Göttin schöner Sohn! Komm, lehre mich die Kunst, geliebt zu werden; die leichte Kunst zu lieben weiß ich schon. Komm ebenfalls und bilde Phyllis' Lachen, Cythere, gib ihr Unterricht, denn Phyllis weiß die Kunst, verliebt zu machen; die leichte Kunst zu lieben weiß sie nicht.

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Die gegeißelte Psyche Wo von alter Schönheit Trümmern Marmorhell die Säle schimmern, Windet blaß und lieblich eine Psyche sich im Marmelsteine. Unsichtbarem Geißelhiebe Beugt sie sich in Qual und Liebe, Auf den zarten Knieen liegend, Enge sich zusammenschmiegend. Flehend halb, und halb geduldig, Trägt sie Schmach und weiß sich schuldig Ihre Schmerzensblicke fragen: Liebst du mich? und kannst mich schlagen? Soll dich der Olymp begrüßen, Arme Psyche, mußt du büßen! Eros, der dich sucht und peinigt, Will dich selig und gereinigt.

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Sicher ist die Liebe, die dem Charakter gilt; die körperliche Schönheit aber fällt dem Alter zum Opfer. Certus amor morum est; formam populabitur aetas.

Ovid, De medicamine faciei, auch Medicamina faciei femineae (Über die Gesichtspflege bei Frauen). 45

Entscheide dich stets für die Liebe! Wenn du dich ein für allemal dazu entschlossen hast, wirst du die ganze Welt bezwingen.

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Die sogenannte griechische Liebe, die platonische, ist im Grunde die höchstmögliche Zuneigung überhaupt.

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Schicke dich, geliebtes Kind, in unruhevolle Zeiten; dann und wann kann Sturm und Wind unverhofft in Hafen leiten. Nun ist wohl niemand besser dran, als wer getreu und klug und ewig lieben kann.

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Bist du denn fremd hierher gezogen – Ach, warum weinst du, Nachtigall? Und hast ermattet dich verflogen? Ach, warum weinst du, Nachtigall? Hast hohe Berge überschritten? Bist über Flüsse tief geglitten? Hast Trennung du vom Freund erlitten? Ach, warum weinst du, Nachtigall? Ach, wie so bitter klingt dein Flehen! Neu läßt du meinen Schmerz entstehen! Du möchtest deinen Freund wohl sehen? Ach, warum weinst du, Nachtigall? Du kannst doch deine Flügel breiten Und kannst sie ja zum Fluge weiten Und alle Schleier überschreiten! Ach, warum weinst du, Nachtigall? Du wohnst im Lenz im Rosenhage, Dir duften Blüten alle Tage, Doch immer neu klingt deine Klage: Ach, warum weinst du, Nachtigall? Ihr Augen, die im Schlafe ruhten, Erwachend hebt ihr an zu bluten – Mein Herz entbrennt in hellen Gluten – Ach warum weinst du Nachtigall?

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Liebe schont der Götter nicht, sie kann alles überwinden, sie kann alle Herzen binden, durch der Augen klahres Licht. Selbst des Phebus Hertze bricht, seine Klarheit muß verschwinden, er kann keine Ruhe finden, weil der Pfeil noch in ihm sticht. Jupiter ist selbst gebunden, Hercules ist überwunden durch die bittersüsse Pein; wie dan können doch die Herzen bloßer Menschen dieser Schmerzen gantz und gahr entübrigt seyn?

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An den Domherren von Rochow, als er gesagt hatte, die Liebe müsse sie gelehrt haben, so schöne Verse zu machen Kenner von dem sapphischen Gesange! Unter deinem weißen Überhange Klopft ein Herze, voller Glut in dir! Von der Liebe war es unterrichtet, Dieses Herze, aber ganz erdichtet Nennst du sie die Lehrerin von mir! Meine Jugend war gedrückt von Sorgen, Seufzend sang an manchem Sommermorgen Meine Einfalt ihr gestammelt Lied; Nicht dem Jüngling thöneten Gesänge, Nein, dem Gott, der auf der Menschen Menge, Wie auf Ameishaufen niedersieht! Ohne Regung, die ich oft beschreibe, Ohne Zärtlichkeit ward ich zum Weibe, Ward zur Mutter! Wie im wilden Krieg, Unverliebt ein Mädchen werden müßte, Die ein Krieger halb gezwungen küßte, Der die Mauer einer Stadt erstieg. Sing ich Lieder für der Liebe Kenner: Dann denk ich den zärtlichsten der Männer, Den ich immer wünschte, nie erhielt; Keine Gattin küßte je getreuer, Als ich in der Sappho sanftem Feuer Lippen küßte, die ich nie gefühlt. Was wir heftig lange wünschen müssen, Und was wir nicht zu erhalten wissen, Drückt sich tiefer unserm Herzen ein; Rebensaft verschwendet der Gesunde; Und erquickend schmeckt des Kranken Munde Auch im Traum den ungetrunknen Wein.

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Niemals sucht in Wahrheit der Liebende, ohne von dem Geliebten gesucht zu werden. Wenn das Licht der Liebe in dieses Herz gesenkt wurde, muß man wissen, daß es auch in jenes Herz gesenkt wurde. Wenn die Liebe zu Gott in deinem Herzen wächst, hat Gott auch zweifellos Liebe zu dir. Kein Händeklatschen stammt allein von einer Hand.

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Laut klag' ich oft aus tiefster Brust, Daß du ein Mensch bist - und sterben mußt.

Dahn, Th., Gedichte, in: Felix Dahn’s sämtliche Werke poetischen Inhalts, 21 Bde., 1899 (Neufassung in 4 Bänden 1903)

… Und Liebe ist unsterblich und der Tod nur ein Horizont und ein Horizont ist nur die Grenze unseres Blickes…

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Wer zum ersten Male liebt, Sei's auch glücklos, ist ein Gott; Aber wer zum zweiten Male Glücklos liebt, der ist ein Narr. Ich, ein solcher Narr, ich liebe Wieder ohne Gegenliebe! Sonne, Mond und Sterne lachen, Und ich lache mit – und sterbe.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr, 63.