Liebe Sprüche – romantisch

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Wer lieben kann, liebt nur einmal im Leben.

Musset, Frédéric und Bernerette, 1838

Lieben ist … ein erhabener Anlaß für den einzelnen, zu reifen, in sich etwas zu werden, Welt zu werden für sich um eines anderen willen, es ist ein großer unbescheidener Anspruch an ihn, etwas, was ihn auserwählt und zu Weitem beruft.

Rilke, Briefe an einen jungen Dichter (Franz Xaver Kappus), 1903-1908. 14. Mai 1904

Von Liebesglück erfüllte Menschen haben ein ganz verinnerlichtes Wesen…

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Wie Schatten flieht die Lieb, indem man sie verfolgt; sie folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der ihr folgt.

Shakespeare, Die lustigen Weiber von Windsor (The Merry Wives of Windsor), unautorisierter Erstdruck 1602

Die Liebe ist eine Ausdehnung der Eigenliebe auf das, was wir unser für würdig erachten.

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Die geheime Mischung von Liebe und Interesse kann kein Scheidekünstler der Welt in ihre Urbestandteile auflösen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Mädchenlied Soll ich ihn lieben, Soll ich ihn lassen, Dem sich mein Herz schon heimlich ergab? Soll ich mich üben, Recht ihn zu hassen, Rate mir gut, doch rate nicht ab. Wild ist er freilich, Hastig von Sitten, Keiner begreift es, wie lieb ich ihn hab. Aber so heilig Kann er auch bitten, Rate mir gut, doch rate nicht ab. Reichere könnt' ich, Weisere haben, Gut ist im Leben ein sicherer Stab. Keiner doch gönnt' ich Den wilden Knaben – Rate mir gut, doch rate nicht ab. Laß ich von schlimmer Wahl mich betören, Besser, ich legte mich gleich ins Grab, Klug ist es immer Auf Rat zu hören, Rate mir gut, doch rate nicht ab.

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Liebe, und handle aus Liebe, dann gibt es für dich keinen Winter des Gemüts.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Die Liebe ist ein unwiderstehlicher Hang, alle Persönlichkeit aufzuheben.

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Die Liebe ist der Austausch zweier Phantasien und die Berührung zweier Hautschichten.

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Die Liebe ist jener seltsame Zustand, in dem man bereit ist, die Frau im Singular zu akzeptieren.

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Was wir auch in dieser Welt erlangen mögen, ist doch die Liebe das höchste Glück.

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Ich kann nicht sagen, wie schön es ist, wenn man es fühlt, daß Menschen sich freuen, wenn man da ist. Es ist ganz unwillkürlich, wenn man sich so von allen Seiten von Liebe umgeben fühlt, daß alle besten Eigenschaften in einem erwachen.

Hunnius, Wenn die Zeit erfüllet ist... Briefe und Tagebuchblätter, hg. von Anne-Monika Glasow, 1937

Wenn die Liebe bis ans Knie kommt, steigt sie höher.

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Wenn Liebe sein soll, müßte es ohne Eifersucht und Argwohn sein. Denn sterben ist es, stets zu streiten.

Cruz, Sonette, 17. Jh.

Die Vergeistigung der Sinnlichkeit heißt Liebe.

Nietzsche, Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert, 1889. Moral als Widernatur

Die Sendung An Alexis send' ich dich, Er wird, Rose, dich nun pflegen; Lächle freundlich ihm entgegen, Daß ihm sey, als säh' er mich! Frisch, wie du der Knosp' entquollst, Send ich dich; er wird dich küssen: Dann – jedoch er wird schon wissen, Was du alles sagen sollst. Sag' ihm leise, wie ein Kuß Mit halb aufgeschloßnem Munde, Wo mich, um die heiße Stunde, Sein Gedanke suchen muß.

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Es gibt so viele Ersatzgefühle für die Liebe, daß, wer ihr einmal rein begegnet, verwirrt vor dem Unwahrscheinlichen steht.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Weiß nicht, wo ich steh' Durch der Liebe Hand, Nicht, wohin ich geh' Durch der Liebe Hand. Wohn' in Bergen wild, Blut'ge Träne quillt Immer ungestillt Durch der Liebe Hand. Bogen ward ich nun, Flöte ohne Ruh'n – Klagen all mein Tun Durch der Liebe Hand. Hör mein Jammern an! Meine Scham vertan, Gab mein Haupt ich dran Durch der Liebe Hand. Will mein Sein hingeben, Mich zu Ihm begeben, Nackt und bloß nur leben Durch der Liebe Hand. Sieh, was Yunus tut: Recht ist sein Wort, gut – Immer weint er Blut, Durch der Liebe Hand.

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Die Liebe ist der Zustand, wo der Mensch die Dinge am meisten so sieht, wie sie nicht sind.

Nietzsche, Der Antichrist, 1888 (Erstdruck 1894)

Wenn sich zwei Herzen scheiden Wenn sich zwei Herzen scheiden, Die sich dereinst geliebt, Das ist ein großes Leiden, Wie's größres nimmer gibt. Es klingt das Wort so traurig gar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar! Wenn sich zwei Herzen scheiden, Die sich dereinst geliebt. Als ich zuerst empfunden, Daß Liebe brechen mag, Mir war's, als sei verschwunden Die Sonn' am hellen Tag. Mir klang's im Ohre wunderbar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar, Da ich zuerst empfunden, Daß Liebe brechen mag. Mein Frühling ging zur Rüste, Ich weiß es wohl warum; Die Lippe, die mich küßte, Ist worden kühl und stumm. Das eine Wort nur sprach sie klar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar! Mein Frühling ging zur Rüste, Ich weiß es wohl warum.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Viertes Buch. Escheberg. Sankt Goar