Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Streitsücht'ge Liebe! Du Alles, aus dem Nichts zuerst erschaffen! Schwermüt'ger Leichtsinn! Ernste Tändelei! Entstelltes Chaos glänzender Gestalten! Bleischwinge! Lichter Rauch und kalte Glut! Stets wacher Schlaf, dein eignes Widerspiel! So fühl ich Lieb' und hasse, was ich fühl'!
Wie süß ists, das Geliebte zu beglücken Mit ungehoffter Größe Glanz und Schein!
Die Welt ist so groß und wir sind so klein! Doch sind wir in heißer Umarmung allein, Dann sinket die Welt in Dämmrung zurück – Wie klein ist die Welt, wie groß unser Glück!
Die Liebe ist etwas ganz Persönliches. Wir lieben nicht ein wirkliches Wesen, sondern eines, das wir uns selbst erschaffen haben.
Heimliche Liebe Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß, als heimliche Liebe, von der niemand weiß. Keine Rose, keine Nelke kann blühen so schön, als wenn zwei verliebte Seelen beieinander tun stehn. Setze du mir einen Spiegel ins Herze hinein, damit du kannst sehen, wie so treu ich es mein.
Brautnacht Mit süßem Druck löst sich der Kuß zuletzt. Wie nach dem Sturm die letzten Tropfen fallen Vom Sims – bald dicht – bald einzeln nur verhallen – Klopft noch im Wechselschlag ihr Herz. Und jetzt Löst Brust sich leicht von Brust – ein Stengel trägt Oft so zwei Blüten bräutlich nah beisammen – Und ihre Lippen, die vom Kuß noch flammen, Sind von der Liebe Lächeln sanft bewegt. Noch tiefer als in Traumesflut versinken Läßt sie der Schlaf; die Träume fliehen leise, Dann steigen langsam wie durch Dämmerkreise Der Flut die Seelen auf. Ein traumhaft Blinken Des Tages weckt ihn. – Durch die Seele fliegt Ein tiefes Wundern, weil sie bei ihm liegt.
Das Bedürfnis zu lieben zwingt zu größern Torheiten als die Liebe selber.
Fühltest du etwa [...] daß alles, was die Liebe tut, um zu sterben, nur ein Mittel ist, um wieder zu auferstehen, und daß alle ihre Epilogen nur Prologen zum zweiten Akte sind?
Nicht Gold, nicht Edelsteine können ein Weib wahrhaft glücklich machen, sondern nur das Gefühl, geliebt zu werden, und darin sind sie alle gleich, die Vornehmen und Geringen, die Reichen und die Armen.
Wie lange bleibt man jung? – Solange man liebt!
Liebe kennt kein Alter … Was schadet das Alter, wenn man zu zweit ist!
Wie Gustav die abwesende Beata liebte, errät jeder, der empfunden hat, wie die Liebe nie zärtlicher, nie uneigennütziger ist, als während der Abwesenheit des Gegenstandes.
Die Lieb' umfaßt des Weibes volles Leben, Sie ist ihr Kerker und ihr Himmelreich; Die sich in Demut liebend hingegeben, Sie dient und herrscht zugleich.
Eine Frau, die wahrhaft geliebt, oder wie man ebensogut sagen kann, gelitten hat, sieht die andern flirten mit den Augen einer Mutter, die ein Kind verloren hat und die zusieht, wie kleine Mädchen mit Puppen spielen.
Geheimnis Über meines Liebchens Äugeln Stehn verwundert alle Leute; Ich, der Wissende, dagegen Weiß recht gut, was das bedeute. Denn es heißt: ich liebe diesen, Und nicht etwa den und jenen. Lasset nur, ihr guten Leute, Euer Wundern, euer Sehnen! Ja, mit ungeheuren Mächten Blicket sie wohl in die Runde; Doch sie sucht nur zu verkünden Ihm die nächste süße Stunde.
Des Mädchens Lied Schaust du mir so innig In das Aug' hinein, Sprichst du, ewig bin ich, Meine Liebe, dein; Muß ich dir erscheinen Als ein töricht Blut; Laß mich dann nur weinen, Weinen tut so gut. Fragst du, welch ein Leiden Mich zu Tränen zwingt? Kann's die Harfe meiden, Daß, berührt, sie klingt? Wie der Klang erscheinen Muß, der in ihr ruht, – Sieh, so muß ich weinen; Weinen tut so gut.
Die Liebe ist eine Wirklichkeit im Bereich der Einbildungskraft.
Fern Fern vom Strand, wenn an den Felsenklippen scheidend, glühend-rot der Tag verglomm, hauchen in die Dämmrung meine Lippen still verträumt ein sehnsuchtszittern: "Komm!" Meine Blicke, die noch tränenfeuchten, streifen hoffnungslos den öden Strand. Stille rings! Die See, vom Meeresleuchten überflutet, trägt ihr Prachtgewand. Sinnend weil ich in dem Zauberlande, bis der Vollmund küßt die schwüle Nacht, träum, ich ruht in deinem Arm am Strande, wachgeküßt von deiner Liebesmacht.
Schweige, Mund Schweige, Mund, und redet, Augen! Andre Sendung will ich nicht; Nur so zarte Boten taugen, Wo ein zart Geheimnis spricht. Durch der Wimpern Schattenschleier Dringen Blicke, bang, doch kühn, Süßes, wunderbares Feuer Spiegelnd in der Wangen Glüh'n. Ja, mit Wundermacht entzünden Licht sie im verwandten Sein, Wissen schnell die Bahn zu finden Tief in Herzens Herz hinein. Und die lieblichen Gesandten Führen mächt'ge Sprache dort, Und so schlingt mit Wechselbanden Sich der Blicke Botschaft fort. Unentweiht von äußern Zeugen, Und im heilig stillen Raum, Lang noch weil' im zarten Schweigen, Lichter sel'ger Himmeltraum!
Die Liebe ist das Kind der Illusion und die Mutter der Desillusion.
Selbst bei 30 Grad im Schatten darf die Liebe nicht ermatten.