Liebe Sprüche – romantisch

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Ich brenne und begehre: Ich verbrenne an dir.

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Liebe ist ein so heiliges Ding, das immer bedeckt und verhüllt stehen muß, damit nicht etwas Unreines hineinfalle.

Merck, Briefe an und von Merck, Darmstadt 1838. An Christoph Martin Wieland, am 4. Januar 1778

Die Liebe erkennt keine Macht über sich an.

Molière, Der Geizige (L'avare), 1669

Ein Frauenherz bricht eher, als es dem Geliebten ein Leid zufügt.

Lewald, Eine Lebensfrage. Roman in zwei Bänden, 1845

Hast du in das Buch der Liebe deinen Namen eingeschrieben, nicht mehr denkst du an Strafe oder an Belohnung drüben.

Chayyam, Strophen des Omar Chiijam, übersetzt von Adolf Friedrich Graf von Schack 1878

Bürschlein, Bürschlein, laß die Liebe! Liebe ist ein schlimmes Feuer, Frißt den, so es angeblasen, Und du bist kein Kohlenbrenner! Komm nach Haus zum grünen Neckar, Komm zu mir zum großen Fasse, 's birgt noch Stoffs genug, du magst drin Löschen deiner Liebe Glut!

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Dreizehntes Stück. Die Werbung

Nichts ist der Liebe so ähnlich als die Begierde, und nichts ist ihr so entgegengesetzt.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Wer am meisten Liebe hat, kommt am leichtesten durch die Welt.

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Das praktische Jahrhundert Wo lodert noch im Herzen wilder Brand?! Nur lind und lauwarm rieseln unsre Triebe; Verlor man sonst aus Liebe den Verstand, Verliert man heute aus Verstand die Liebe.

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Die Liebe zu einem ist eine Barbarei: denn sie wird auf Unkosten aller übrigen ausgeübt. Auch die Liebe zu Gott.

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Das eben ist das Wunder der Liebe: sie will von dem Geliebten lieber mit Füßen getreten, also von ungeliebten Händen geliebkost werden.

Heyse, Kinder der Welt. Roman in sechs Büchern, 1873

Die schönste Liebe wird stets die bleiben, die durch ein großes Mitleid geheiligt wird.

Schubin, Asbéin. Aus dem Leben eines Virtuosen, 1888

[…] daß die Liebe blind macht, wußten schon die Heiden. Und bliebe man denn wenigstens noch blind; aber zur Unzeit gehen einem doch die Augen auf, und man findet sein Täubchen als Geier wieder, der einem die Leber abfrißt.

Kügelgen, Jugenderinnerungen eines alten Mannes, entstanden 1855-1865, Erstdruck 1870 (posthum)

Wenn sich die Wimpern senken Zur nächtlich stillen Ruh, Da bist mein letztes Denken, Mein letzter Herzschlag du! Und wenn sie froh sich heben Zum Tageslicht zurück, Bist du mein erstes Leben, Bist du mein erstes Glück.

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Wer liebt, will lieben und weiter nichts. – Liebe ist die große Feder in dieser Maschine; und hast du je eine so widersinnig künstliche Maschine gesehn, die selbst ein Rad treibt, um sich zu zerstören, und doch noch eine Maschine bleibt?

Leisewitz, Julius von Tarent, 1776. 3. Akt, 3. Auftritt, Julius

Es waren drei junge Leute Die liebten ein Mädchen so sehr. Der eine war der Gescheute, Floh zeitig über das Meer. Er fand eine gute Stelle Und ward seiner Jugend froh, Und lebt als Junggeselle Noch heute auf Borneo. Der Zweite schied mit Weinen. Er sang seiner Liebe Leid Und ließ es gebunden erscheinen Just um die Weihnachtszeit. Das kalte Herz der Dame, Die Quelle all seines Wehs, Macht ihm die schönste Reklame Auf allen ästhetischen Tees. Der Dritte nur war dämlich, Wie sich die Welt erzählt. Er liebte die Holde nämlich Und sich mit ihr vermählt; Und sitzt jetzt ganz bescheiden Dabei mit dummem Gesicht, Wenn sie von den anderen beiden Mit Tränen im Auge spricht ....

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Zu deinen Füßen will ich ruhn Und dir ins Auge schaun, Die blaue Nacht mag leise nun Auf uns herniedertaun. Schon tauchet aus dem stillen See Des Mondes Bild empor, Und kühner schweift das scheue Reh Durch Wald und Wiesenmoor. Mein Haupt laß ruhn auf deinem Schoß, Da ruht es sanft und weich. Wie ist der Himmel weit und groß, Wie ist die Erde reich! Der schönste Stern in blauer Nacht, Der schönste Stern bist du, In deines Lichtes sanfter Pracht, O gönne mir die Ruh! An deinem Herzen laß mich ruhn, Nur kurze sel'ge Zeit! Kein Lauscher kündet unser Tun, Die Welt ist traumgefeit. An Deinen Lippen laß mich ruhn, Eh' noch die Nacht verglimmt, Bis unsre Seele träumend nun In Seligkeit verschwimmt!

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Wer auf meine Liebe nicht sündigt, glaubt nicht an sie.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, Parabeln, Märchen und Gedichte, 1905

So mancher mag in deiner süßen Nähe begeistert sein – mich aber macht erst liebeskrank die Ferne!

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Die Liebe gleicht einem Kino, dessen großes Portal allen ohne Eintrittsgeld offen steht. Im verdunkelten Vorführungsraum werden Phantasie, Schwärmerei und Leidenschaft auf die Leinwand gezaubert, wobei die Ungebildeten vorne sitzen, um alles recht deutlich zu sehen, während die Kenner ganz hinten sitzen. Beim Verlassen des Theaters müssen alle, Arm und Reich, Jung und Alt, Klug und Dumm durch eine schmale Sperre hindurch und den Geschlechtstrieb als Entgelt an der Kasse abgeben.

Sacks, Kabarett des Lebens, o.J. [1925]

Rasch, wie ein Blitz dahinfährt, kaum gesehen auch schon verschwunden, erwachte in der Seele des Knaben die Vorstellung, dass es von Mensch zu Mensch keinen andern Besitz gibt als die Liebe.

Auerbach, Das Landhaus am Rhein. Roman, 5 Bde., 1869