Liebe Sprüche – romantisch

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Das Entscheidende im Leben ist nicht die Person, die man liebt, sondern die Tatsache, daß man liebt.

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Unbegehrt Es stand eine Rose im tief tiefen Grund Von Liebe und Sehnsucht durchglühet, Kam Keiner, der ihre Schönheit begehrt, Ist einsam und traurig verblüht. Ich weiß eine Seele, die glühte so heiß, Die Liebe, das Glück zu umfangen, Kam Keiner, der ihre Blüte begehrt, Ist einsam zu Grunde gegangen.

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Wir bezeichnen die Liebe nur deshalb als blind, weil ihr Sehvermögen unsere Vorstellungskraft überschreitet.

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Serenade Wenn Birkenblätter wie goldner Schaum wirbeln auf welkenden Matten, spinn unter Dach deinen friedlichen Traum in Mitternachts Wolkenschatten. Wenn der Wind an deinem Fenster erscheint, ein schneebleicher Freiersmann, träume, daß er es gut mit dir meint und dir nichts anhaben kann. Träume vom spielenden Sonnenstaub, dem heiteren, sommerwarmen, und daß du, umhegt von grünem Laub, geschlafen in meinen Armen.

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Im Schweigen liebt man am glühendsten.

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Die Schuld an dem größten Teile des menschlichen Unglücks und Elends trägt die Liebe. Ihre Leiden sind unendlich an Mannigfaltigkeit, unbeschreiblich an Tiefe.

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Scheu und Treu Er liebte sie in aller Stille. Bescheiden, schüchtern und von fern Schielt er nach ihr durch seine Brille Und hat sie doch so schrecklich gern. Ein Mücklein, welches an der Nase Des schönen Kindes saugend saß, Ertränkte sich in seinem Glase. Es schmeckt ihm fast wie Ananas. Sie hatte Haare wie 'ne Puppe, So unvergleichlich blond und kraus. Einst fand er eines in der Suppe Und zog es hochbeglückt heraus. Er rollt es auf zu einem Löckchen, Hat's in ein Medaillon gelegt. Nun hängt es unter seinem Röckchen Da, wo sein treues Herze schlägt.

Busch, W., Gedichte. Zu guter Letzt, 1904

Es gibt so viele Arten von Liebe, daß wir, um sie zu defineren, kaum wissen, auf welche wir unsere Aufmerksamkeit richten sollen. Manche wenden kühn den Namen »Liebe« auf eine leidenschaftliche Neigung weniger Tage, auf eine Verbindung ohne Anhänglichkeit, auf eine Leidenschaft ohne Neigung, auf bloße Zuneigung, auf eine kalte Gewohnheit, auf eine romantische Einbildung, auf einen Geschmack an, dem rasch Ekel folgt. Sie wenden eben den Namen auf tausend Schimären an.

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Um in der Liebe schnell voranzukommen ist es besser, zu reden als zu schreiben.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Widmung Drei schöne Nächte Habe ich an dich gedacht, Hätt' am Morgen meine Lieder Gerne vor dich hingebracht. Drei schöne Nächte Reiht ich zärtlich Lied an Lied; Meine Kerzen brannten nieder, Da mich wach der Morgen sieht. Drei schöne Nächte Hab' ich Blatt für Blatt verbrannt, Da der Morgen meine Lieder Nicht so sanft wie dich erfand.

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"Und geht eines Tages" – fragt man uns höhnisch – "diese Erde in Trümmer, für was war denn dieses Streben nach Vervollkommnung?" – Für uns, für die Menschen, die bis zu jenem Tage, der noch die Kleinigkeit von ein paar Millionen Jahren ausbleiben kann, die Erde bewohnt haben werden. Allerdings ist es nur die Liebe, die einen so erhabenen Gedanken zu fassen vermag. Ist sie verschwunden? Die Liebe, für die es ein Ich oder Du oder Wir nicht gibt, sie ist da; sie wird da sein, solange Menschen wandeln auf Erden, und daß sie im menschlichen Herzen ihren Ursprung hat, macht sie uns nicht weniger wert.

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Liebe zu entbehren – tiefes Leid; keine Liebe erweisen zu können: das tiefste.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Liebe, das ist die gierig quellende Lust am Dasein. Wessen Seele davon erfüllt ist, an dem hat alle Skepsis ihre Macht, das Rätsel des Lebens seinen Sinn verloren. Liebe allein bildet das Leben fort, ist die zeugende Kraft. In Seelen voll Liebe sind alle Leiden in Freuden, alle Fragen in Taten verwandelt und gelöst.

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Um Liebe nur wird Liebe dir gegeben, Und wer mit sprödem Stolz sie will erlangen, Dem ist der Liebe Grundgesetz entgangen, Und er vergeht sich an Natur und Leben.

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Allein die Liebe findet überall einen Weg, durch Feuer, durch Wasser und Nordlandschnee.

Longos von Lesbos, Daphnis und Chloe, 2. oder 3. Jhdt. n. Chr

Die Liebe gibt sich, sie kann sich nicht verkaufen.

Liebknecht, Zu Trutz und Schutz, 1871

Schelmenlied Ich lauscht' dem Fink im grünen Haag, Das hat mich so bethöret. Ach, hätt' ich auf den lust'gen Schlag Des Kecken nicht gehöret! Er sang so süß von Lieb' und Glück, Vom Küssen mir ins Ohr – Vom Scheiden kam im ganzen Stück Kein Sterbenswörtchen vor.

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Die Lieb ist unser Gott, es lebet alls durch Liebe: Wie selig wär ein Mensch, der stets in ihr verbliebe!

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

In Leidenschaft fiel tief mein Herz – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Ich gab mein Haupt an Streit und Schmerz – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Ich weine still in mich hinein, In Blut färbt mich die Liebe ein, Kann nüchtern nicht, verwirrt nicht sein – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Bald weh' ich, wie der Wind es tut, Bald staub' ich, wie ein Weg voll Glut, Bald fließ' ich, wie des Wildbachs Flut – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Blaß meine Haut, mein Auge weint, Mein Herz zerstückelt und versteint, Erfahren und dem Schmerz geeint – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Als armer Yunus wohl bekannt, Von Kopf bis Fuß voll Wundenbrand, Ich schweife fern von Freundeshand – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht!

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So wahr die Sonne scheinet, So wahr die Wolke weinet, So wahr die Flamme sprüht, So wahr der Frühling blüht; So wahr hab' ich empfunden, Wie ich dich halt' umwunden: Du liebst mich, wie ich dich, Dich lieb' ich, wie du mich. Die Sonne mag verscheinen Die Wolke nicht mehr weinen, Die Flamme mag versprühn, Der Frühling nicht mehr blüh'n! Wir wollen uns umwinden Und immer so empfinden: Du liebst mich, wie ich dich; Dich lieb ich, wie du mich.

Rückert, Gedichte. Liebesfrühling, entstanden 1821, Erstdruck 1834

O bleib bei mir Wie die Blümlein draußen zittern in der Abendlüfte Wehn, und du willst mirs Herz verbittern, und du willst von mir nun gehn: O bleib bei mir und geh nicht fort, mein Herz ist ja dein Heimatsort. Hab geliebet dich ohne Ende, hab dir nie was Leids getan, und du drückst mir stumm die Hände und du fängst zu weinen an: O weine nicht, o geh nicht fort, mein Herz ist ja dein Heimatsort. Ach, da draußen in der Ferne sind die Menschen nicht so gut, und ich gäb für dich so gerne all mein Leben, all mein Gut. O bleib bei mir und geh nicht fort, mein Herz ist ja dein Heimatsort.

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