Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Die Blindheit der Minnen Blendet auß' und innen.
Ach, mich tötet ihr Gesinge Von erlognen Liebesschmerzen.
Sonnenwendtag Es war am Sommersonnwendtag, Dein braunes Haar im Nacken lag Wie Gold und schwere Seiden. Da nahmst du mir die feine Hand. Und hinter dir stob auf der Sand Des Feldwegs an den Weiden. Von allen Bäumen floß der Glanz. Dein Ritt war lauter Elfentanz Hin über rote Heiden. Und um mich duftete der Hag, Wie nur am Sommersonnwendtag, Ein Dank und Sichbescheiden.
Liebe, das ist der große Strom der Wonne, An dem die Blumen unseres Lebens blühn.
Sie schreibt Ach, warum von Land und Leuten Schreibst du mir aus deiner Ferne, Wie Gebirg und See dich freuten Und wie golden dort die Sterne! Liebesbriefe will ich lesen, Immer nur das selig Eine, Daß du mein gedenk gewesen, Daß du mein und daß ich deine. Ach, und tauchst an hellen Tagen Du aus deinen Kümmernissen, Sollst du mir es nimmer sagen, Denn ich will dich heiter wissen. Aber nicht dem fremden Neuen Dank es, nicht der fernen Sonne, Daß sie dein Gemüt zerstreuen Und dir spenden frische Wonne. Laß mich glauben, daß der Grüße Zauber, die ich zu dir sende, So das Leben dir versüße, Wie dereinst ein Druck der Hände. Daß mir, auch von dir geschieden, Jene stille Macht verbliebe Und du alle deinen Frieden Nur gewinnst durch meine Liebe!
Letzte Liebe So weiß ich, daß in blauer Ferne dein Herz in Liebe für mich schlägt, daß dich bis hoch ins Reich der Sterne der Sehnsucht Engelsfittich trägt; so seh ich noch im welken Garten dich, lächelnder Gedanken voll, der letzten Rosenknospe warten, weil sie für mich erblühen soll Und mag auf unserer Sehnsucht Flammen hier niedertaun der Reif der Nacht, mag schonungslos die Welt verdammen den Traum, der uns so selig macht, – vergeblich wird sie drohn und schelten: in Treuen bleib ich dir geeint und will's dir königlich vergelten, daß du um mich – um mich geweint. Da bricht aus winterlichem Schweigen ein lichter Sonnenblitz hervor, da lacht auf halbentlaubten Zweigen ein sommerlicher Rosenflor, und aus dem fast erstarrten Herzen, wie einst zur holden Maienzeit, entspringt ein Strom von Lust und Schmerzen, ein heißer Quell der Zärtlichkeit. So mag die Liebe dich behüten, sie, – die nichts Böses sinnt und sucht –; wirst atmen mit dem Duft der Blüten zugleich den Duft der reifen Frucht. So mag denn gleich der goldnen Sage von Frühlingsglück und Auferstehn durch unsrer Jugend Spätherbsttage der Traum der letzten Liebe gehn.
Ich liebe dich, Du Seele, die da irrt im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke, ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt, der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke. Ich liebe deine armen wunden Schwingen, die ungestoßen in mir möchten wohnen; ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen; ich möchte dich in allen Tiefen schonen.
Sie und er Bleich in bleichen Kissen liegst du, süßer Schwäche Bild. Deines Leibes Pein besiegst du durch ein Lächeln mild. Wünschtest du die Schuld der Herzen ungeschehen, sprich? Doch du lächelst unter Schmerzen: Nein – ich liebe dich.
2. Mamillaria Pusilla Sie stehen fremd in einem reinen Rund, Tief in sich eingehüllt wie in Gefieder. Sie gehn in sanfter Wölbung auf und nieder, Sie bergen Zärtlichkeit in ihrem Grund, Der unergründlich ist: sie ragen nah Und sind Entfernte, zauberisch bewehrt. Dann plötzlich, so entfremdet abgekehrt, Scheinen sie näher und vertrauter da, Rufen sie eine sanft verwehte Gier Nach Liebkosungen, darin sie erschlossen Sich öffneten. Doch einem schönen Tier Unfaßbar gleich in ihrer stummen Ruh Stehen sie unbewegt und ungenossen Und sie versagen sich so tief wie Du.
Ich bin wie Leib dem Geist, wie Geist dem Leibe dir! Ich bin wie Weib dem Mann, wie Mann dem Weibe dir! Wen darfst du lieben sonst, da von der Lippe weg Mit ew’gen Küssen ich den Tod vertreibe dir? Ich bin dir Rosenduft, dir Nachtigallgesang, Ich bin der Sonne Pfeil, des Mondes Scheibe dir: Was willst du noch? was blickt die Sehnsucht noch umher? Wirf alles, alles hin: du weißt, ich bleibe dir!
Für heut Ich will dir keine Freude rauben und binde dich mit keiner Pflicht; ich baue nicht auf Treu und Glauben, ein festes Wort begehr ich nicht! Für all die Liebe laß mich danken, die du mir reich und glühend gibst, – und mag dein Herz schon morgen wanken: Ich weiß, daß du mich heute liebst! Noch schäumt der Wein im Goldpokale, noch duftet frisch der Blütenstrauß, die Jugend gießt die volle Schale des Glücks ob unsern Häupten aus; – mit allen seinen Glutgedanken zu eigen nimm mein tiefstes Sein… und mag der Erdball morgen wanken. Für heut, Geliebter, bist du mein!
Wir im Welteninnen Pflanze auf meine Lenden Deiner Liebesküsse Raserei! Sieh: mein Schrei Brüllt wie eine Fackel auf zu Weltenbränden. Laß die Sterne bleich ins Nichts verrinnen, Laß die Erde sich in Asche modern: Wir im Welteninnen Werden wie die Hölle ewig lodern!
Wenn mein Herz auch müde ist, Müde von zu vielen Schmerzen, Ist dies müdeste der Herzen Doch zu dir in Glut entbrannt. Ach, daß du mir ferne bist. Doch mein Herz ist deiner Güte, Wie dem Himmelslicht die Blüte, Sonnenstrahlendzugewandt. Und so wird durch deine Strahlen Aller Schmerzen, aller Qualen Bald mein Herz entladen sein, Denn der Liebe Licht heilt schnelle. Sende, spende deine Helle, Du mein lieber Sonnenschein.
Lieben ist Geben: Gedanken geben, Herz geben.
Die Liebe ist der Stimmhammer des Herzens und setzt dem Ehrgeize und jedem anderen Geize oder Laster Ziel und Maß.
Lieben! Ihr fragt mich, was unglücklicher Liebe Gewinn sei? Ist nicht Liebe für sich schon ein lebend'ger Gewinn?
Wenn Lieb' und Treue stärken, So wird Entbehren einem Manne leicht.
Wie die Pulsschläge sich nach der Beschaffenheit des Leibes richten, so richtet sich die Glückseligkeit des Lebens nach dem Maß der Liebe: So viel Liebe, so viel Glück.
Wo die Liebe herrscht, da fallen alle Schranken, da sinken alle Hüllen der Kultur, und das Letzte ist, was das Erste war: Adam und Eva.
Trübe wird's die Wolken jagen, Und der Regen niederbricht, Und die lauten Winde klagen: "Teich, wo ist dein Sternenlicht?" Suchen den erlosch'nen Schimmer Tief im aufgewühlten See. Deine Liebe lächelt nimmer Nieder in mein tiefes Weh!
Wer liebt, gibt.