Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Das ist der Schatten Magst du mich ganz in deine Flammen hüllen und mag das Blut, das deinen Leib durchmißt, mein Herz durchpulsen, meine Adern füllen – es bleibt ein Rest, ein Rest, der du nicht bist! Das ist der Schatten unsrer Sonnenliebe, auf unsern Himmelstraum, der Erdenspott. Wenn dieser Rest, du, dieser Rest nicht bliebe: wir wären Gott. –
Stelldichein Es kann ein Augenblick genügen, Ein einziger, zu unserm Glück: In deinen süß belebten Zügen Las ich von diesem Augenblick. Ich las – und alle Pulse schlugen! Dir sagt kein Wort, was ich empfand; Ich las – und alle Sinne frugen, Ob, was ich las, ich recht verstand. Es ist so leicht, mich zu betrügen, Rasch ist ein liebend Herz bethört: O kann dein Auge, kann es lügen, das schwörend lacht und lachend schwört? O komm herab! die Sterne dringen In dieser Bäume Schatten nicht! O komm! die Nachtigallen singen Und Wahrheit wird mein Traumgesicht.
Lieb' und Leid Wie flüchtig rinnt die Stunde, Da in verschwiegner Glut Sich neiget Mund zu Munde Und Herz am Herzen ruht! Der Mond hört auf zu scheinen, Kühl geht des Morgens Hauch – Kurz Lachen, langes Weinen, Das ist der Liebe Brauch. Und doch, wiewohl sie Leiden Allzeit zum Lohne gibt, Nie mag von Liebe scheiden, Wer einmal recht geliebt. Er trägt die heißen Schmerzen Viel lieber in der Brust, Als daß er nie im Herzen Von solchem Glück gewußt.
Lieb' und Lieblichkeit umfächeln Deine Stirne voll Verstand: Ganz bezwingt mich dieses Lächeln, Diese schöne weiche Hand! Deine Hand in meine flechten Durft' ich, was ich längst erbat: Stets gehört zu Deinen Knechten, Wer ans Herz gedrückt sie hat! Schlag', o Herz, entgegen zucke Eine Hand so voll und weich: Ach, in jenem Händedrucke Lag ein ganzes Himmelreich! Ach, es thun sich immer wieder Meinem innern Auge kund Diese Hände, diese Glieder, Dieses Lächeln, dieser Mund! Ewig werd' ich dich vermissen, Ewig fehlst du meinem Glück: Die du ganz an dich gerissen, Meine Seele gieb zurück!
Versprochen Devotionale Schöne du, Erbarmerin, Weil mir deine Augen lachen: Nimm mein Lied in Gnaden hin, – Schöne du, Erbarmerin. Nimm mein Herz in deine Hand, Wieg mein Leid in Trost und Träume Schöne, himmelhergesandt, Nimm mein Herz in deine Hand. Alles wird dann ruhig sein, Denn die Heimat ist gefunden, Kehrt mein Herz in deinem ein, – Alles wird dann ruhig sein.
Weise zu Tröpfen wandelt auf Erden Der Minne Macht.
Das Mondlicht Dein gedenkend irr ich einsam Diesen Strom entlang; Könnten lauschen wir gemeinsam Seinem Wellenklang! Könnten wir zusammen schauen In den Mond empor, Der da drüben aus den Auen Leise taucht hervor. Freundlich streut er meinem Blicke Aus dem Silberschein Stromhinüber eine Brücke Bis zum stillen Hain. – Wo des Stromes frohe Wellen Durch den Schimmer ziehn, Seh ich, wie hinab die schnellen Unaufhaltsam fliehn. Aber wo im schimmerlosen Dunkel geht die Flut, Ist sie nur ein dumpfes Tosen, Das dem Auge ruht. Daß doch mein Geschick mir brächte Einen Blick von dir! Süßes Mondlicht meiner Nächte, Mädchen, bist du mir! Wenn nach dir ich oft vergebens In die Nacht gesehn, Scheint der dunkle Strom des Lebens Trauernd stillzustehn; Wenn du über seinen Wogen Strahlest zauberhell, Seh ich sie dahingezogen, Ach! nur allzuschnell!
Die Frau muss die Stärkere sein, wenn es die Seelenreinheit der Liebe gilt. Der Mann, wenn er liebt, ist zu schwach, um sich nicht zu allen Pflichten niederreißender Leidenschaft hinreißen zu lassen.
Im Traum nur lieb' ich dich… Im Traum nur lieb' ich dich! Wie könnt' in wachen Tagen Ich mich so nah dir wagen – Im Traum nur lieb' ich dich! Im Traum nur lieb' ich dich! Da schwindet alles Zagen – Da darf dein Mund mir sagen: Im Traum auch lieb' ich dich!
Daß wir das Unendliche in die Liebe hineingerührt haben, ist nicht die Schuld der Frauen.
Spätes Finden Ich habe dich erst spät gefunden Nach mancher Lust, die mich entzückt, Nach mancher Spur von alten Narben, Die mir das Leben eingedrückt. Schon ging ich einsam und verschlossen Auf grüner Tage öder Bahn, Da ward es Licht: die Blumen knospen, Du blickst mich hell und freundlich an.
Ist Liebe im Herzen des Mädchens erwacht, Dann wird nur an Lieb' und nichts weiter gedacht.
Ein Stündchen lang Ich hab' an seiner Brust geruht, In seinen Armen schlief ich ein, Und kreuzt er nimmer meinen Weg – Er war doch eine Stunde mein! Und wenn ich diese Stunde Glück Mit meinem Leben zahlen müßt', Ich ginge lächelnd in den Tod – Er hat mich einmal doch geküßt!
Der Lebensfaden eines Menschen sei noch so dick gesponnen, die Liebe weiß doch ihn zur Saite zu spannen, und ihr Stückchen darauf zu spielen.
Flamme Was sträubst du dich der süßen Glut, die züngelnd schon dein Haupt versengt, die liebeheißen Atems dich mit Flammenarmen eng umdrängt?! Die Glut bin ich – und du bist mein! wirf ab, wirf ab das Alltagskleid: gib deine ganze Seele hin in ihrer nackten Herrlichkeit! Umschlingen will ich glühend dich und pressen dich ans heiße Herz, die Kette schmelzen, die dich band, in meinem Kuß wie tropfend Erz! Und flüstern will ich dir ins Ohr ein Wörtlein, zaub'risch wunderfein, daß du nichts andres denken sollst, als mich allein, als mich allein.
Allgegenwart Bin ich auch fern dir, bin ich doch bei dir; denn Du bist in mir und Ich in Dir. In jedem Herzschlag, der mich durchwebt, bist Du's, die bebet, bist du's, die lebt. Aus jedem Atemzug ringsum der Allnatur weht mir entgegen Dein Odem nur, – die wir belauscht, beahnt, die wir erfühlten: Alles in Allem mahnt, Seele, an Dich. In Allem fühl' ich dich: dich in dem Sausen, dich in dem Brausen des Winds im Wald, – fühl' in dem Wisperlaut alles des Lebens Dich, in dem Geflüster traut der Wesen Dich, – dich in der Wiesenluft, dich in dem Wasserduft, die mich umhüllen wie Du so still, – Dich in dem Sonnenstrahl, der mir ins Auge bricht, Dich, meine Sonne, mein Lebenslicht, – Dich in der Thräne jetzt, die mir vom Herzen schleicht, sehnend zitternd zum Auge steigt.
Mein Stern Ich fragt einen Stern am Himmel: Willst du mein Glücksstern sein? So oft ich ihn sah und fragte, Gab er gar lieblichen Schein. Ich sah ihn jeden Abend, Er lächelte stets mir zu Und sandte Trost hernieder Und Frieden mir und Ruh. Er war mein treuer Begleiter Durch manche düstre Nacht, Hat meine Pfade beleuchtet, Mich immer ans Ziel gebracht. Jetzt ist mein Stern verschwunden Mit seinem lieblichen Licht. Mir glänzen unzählige Sterne, Er aber glänzt mir nicht. Von all den unzähligen Sternen Warst du, mein Liebchen, mein Stern, Einst meinem Herzen so nahe, Und jetzt so fern, so fern.
Liebe Die Liebe ist der stolzeste der Triebe, Sie kehrt den Rücken dem, der Gold ihr bot; Und alle Triebe freister ist die Liebe, Sie lächelt nur, wenn ihr mit Ketten droht. Die Liebe ist der treu'ste aller Triebe, Sie harret aus in jeder Erdennot; Und aller Triebe stärkster ist die Liebe, Denn Liebe überwindet selbst den Tod.
Die Liebe ist eine Geisteskrankheit, bei der man an der fixen Idee leidet, jemanden für's Leben besitzen zu müssen, der uns bis dahin völlig gleichgültig war, und nach dem Besitz noch gleichgültiger werden wird.
Lieb' im Glück und Lieb' im Leid Lieb' im Glück, du bist die Rose, Die, getragen von der Flut Duft'gen sonnenklaren Weines, Auf dem goldnen Becher ruht; Lieb' im Leide, du der Tropfen, Der dem Balsamstrauch entquillt, Und der, reich an milden Kräften, Wunden kühlt und Schmerzen stillt.
Wohl lindert die Schmerzen Allmutter Natur, Doch Heilung im Herzen Bringt Liebe uns nur.