Liebe Sprüche – romantisch

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Ein Mensch, dem zu lang die Liebe verweigert worden ist, findet dann in einer wirklichen zu wenig Reiz, aus Mangel an Verweigern.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Jenner 1797

Liebe ist mehr als Geld.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Wir Frauen beten an, wenn wir lieben, und wenn wir unsere Anbetung verlieren, verlieren wir alles.

Wilde, Ein idealer Gatte (An Ideal Husband), 1895

Verständige Liebe O Liebe, die ich endlich nun erfaßt und die du mich so ganz ergriffen hast, daß ich nur dir, nur dir zu eigen bin, nimm mich; nimm mich; ich gebe mich dir hin. Wer sich mit seinem Sein in dich versenkt, dem wird von dir ein besseres geschenkt, denn was du von ihm nimmst, gibst du als Glück, als Seligkeit ihm tausendfach zurück. So will ich durch dich und in dir allein nur im Beglücken selbst auch glücklich sein, will nimmer rasten und will nimmer ruhn, nur was du willst, nichts Anderes tun. Jedoch damit ich ja nicht irre geh und unter Lieben schwach zu sein versteh, so gib mir deinen Bruder an die Hand, den klugen Lebensführer, den Verstand!

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Ich liebe ›Ich liebe‹ ist ein Gotteswort ›Ich liebe‹ dringt ins Herz hinein. ›Ich liebe‹ will an jedem Ort gegeben, nur gegeben sein. ›Ich liebe‹ kam vom Himmel einst zu dir, zu mir, zu aller Welt. Doch ist es nicht das, was du meinst und was als Liebe sich verstellt. ›Ich liebe‹ ist nicht ein Begehr; ›Ich liebe‹ dient und opfert nur, und fällt dir eine Liebe schwer, so ist sie himmlischer Natur. Die Erde lebt seit Anbeginn von dem, was ihr der Himmel gibt; er aber lebt und gibt sich hin, denn daß er lebt, heißt, daß er liebt.

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Das macht uns arm bei allem Reichtum, daß wir nicht allein sein können, daß die Liebe in uns, so lange wir leben, nicht erstirbt.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Ohne hervorzubringen, kann kein Mensch lieben, noch kann er verstehen oder erinnern, noch vermag er zu fühlen und zu bestehen.

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Hier im Wald mit dir zu liegen, moosgebettet, windumatmet, in das Flüstern, in das Rauschen leise liebe Worte mischend, öfter aber noch dem Schweigen lange Küsse zugesellend, unerschöpflich – unersättlich, hingegebne, hingenommne, ineinander aufgelöste, zeitvergeßne, weltvergeßne. Hier im Wald mit dir zu liegen, moosgebettet, windumatmet.

Morgenstern, C., Gedichte

Dämmerstunde Im Nebenzimmer saßen ich und du; Die Abendsonne fiel durch die Gardinen; Die fleißigen Hände fügten sich der Ruh, Vom roten Licht war deine Stirn beschienen. Wir schwiegen beid'; ich wußte mir kein Wort, Das in der Stunde Zauber mochte taugen; Nur nebenan die Alten schwatzten fort - Du sahst mich an mit deinen Märchenaugen.

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Die Liebe ist ein Ring und der Ring hat kein Ende.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Feurige Liebe und kühler Verstand gehen selten Hand in Hand.

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Die Liebe schließt die Strenge nicht aus, sie stellt die höchsten Forderungen.

Auerbach, Das Landhaus am Rhein. Roman, 5 Bde., 1869

Liebe ist eine Dummheit, die zu zweit begangen wird.

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Die Liebe ist das Leben! Ihr Fliehn nur überrascht und schmerzt uns, wenn mit Beben Wir unsre Jugend seh'n zu Ende neigen sich. Nichts, was, wo sie nicht ist, besel'ge, strahle, lohne! Die Schönheit ist die Stirn, die Liebe ist die Krone! O, lasse krönen dich!

Hugo, V., Gedichte. Aus: Chants du Crépuscule, 1841

In der Liebe dominiert dauernd immer derjenige, der am wenigsten liebt; mehr noch! der vielleicht gar nicht liebt und sich nur mit Grazie lieben läßt. Wo die Leidenschaft ist nie die Herrschaft; bei der Berechnung ist sie.

Hahn-Hahn, Zwei Frauen, 1845

Der Knabe O Blümelein Vergißmeinnicht! Entzieh dich meinem Auge nicht. Ihr, Veilchen! Nelken! Rosen! Auf euch verweilt der Sonne Licht, Als wollt es mit euch kosen; Doch wenn die Sonne tiefer sinkt, Wenn Nacht die Farben all verschlingt, Da reden süße Düfte Von eurem stillen Leben mir Und die vertrauten Lüfte Die bringen eure Grüße mir. Doch ach! Vergißmeinnicht, von dir Bringt nichts, bringt nichts mir Kunde. Sag, Blümlein, lebst dem Aug du nur? Flieht mit den Farben jede Spur Mir hin von deinem Leben? Hast keine Stimm, die zu mir spricht Wenn Schatten dich umgeben? Vergißmeinnicht Die Stimme ach Süßer, die hab ich nicht. Doch trag ich den Namen Vergißmeinnicht, der, wenn ich auch schweige, dem Herzen spricht.

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Die Liebe kennt keine Mühe, die nicht liebenswert wäre.

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Denn gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen, gegen sie hilft kein Trank, keine Speise, nichts, was in Zaubersprüchen gemurmelt wird, sondern nur Kuß und Umarmung und nackt beieinanderzuliegen.

Longos von Lesbos, Daphnis und Chloe, 2. oder 3. Jhdt. n. Chr

Schöpfungslied Wenn zwei Herzen zueinander drängen, Einend sich im Sehnsuchtsschrei, Wenn vier Lippen aneinander hängen, Fragend scheuen Zagens frei, Wenn der Welten zwei zusammenschlagen Jäh und heiß im fernen All, Ihre Gluten ineinander tragen – Gleiches Lied, nur andrer Schall.

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Und mag mein Strom der Liebe in Unwegsames stürzen! Wie sollte ein Strom nicht endlich den Weg zum Meere finden! Wohl ist ein See in mir, ein einsiedlerischer, selbstgenugsamer; aber mein Strom der Liebe reißt ihn mit sich hinab – zum Meere!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Kind mit dem Spiegel

Lied Kalt und schneidend Weht der Wind, Und mein Herz ist bang und leidend Deinetwegen, schönes Kind! Deinetwegen, Süße Macht, Ist mein Tagwerk ohne Segen Und ist schlaflos meine Nacht. Stürme tosen Winterlich, Aber blühten auch schon Rosen, Was sind Rosen ohne dich?

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