Liebe Sprüche – romantisch

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O Kind, des Lenzes Fächeln O Kind, des Lenzes Fächeln Ruft schon die Erde wach; Du weilst mit stillem Lächeln Noch träumend im Gemach. Dein liebes Antlitz siehst du Im Spiegel sanft und klar, Die kleinen Blumen ziehst du So zierlich durch dein Haar. Des Taues frische Welle, Bedeckt die Knospe ganz; Dein Auge, sonst so helle, Umflort ein feuchter Glanz. Am Zweig die jungen Triebe Entfalten sich zur Zeit, Dir nahet schon die Liebe, Dir nahet schon das Leid.

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Ohne Liebe kehrt kein Frühling wieder, Ohne Liebe preist kein Wesen Gott!

Schiller, F., Gedichte. Anthologie auf das Jahr 1782. Aus: Phantasie an Laura

Glaube Ich scheide, sprach der Knabe, Doch sei dir, liebe Maid, Herzinnige Treu geschworen In alle Ewigkeit. Nun er in fernen Landen Um blut'gen Lorbeer wirbt, Dem ungetreuen Manne Die Lieb' im Herzen stirbt. Doch immer, immer naget In seiner Brust der Wurm, Er hört die süße Stimme Durch Schlachtengraus und Sturm. Er sieht das klare Auge, Er schlafet oder wacht, Aufleuchtend, aufgeblättert In grabesschwarzer Nacht. Was frommt nur alle Reue? Ruft er in wildem Zorn, Es ist ja doch im Herzen Versiegt der Liebe Born, Das ausgebrannte Feuer, Kein Wille bringt's zurück, So muß ich denn zertreten All ihres Lebens Glück! Ermorden und zertreten ? Du unglückselig Weib! Doch eh' die Seel' ich morde, Mord' ich den zarten Leib. Er lenkt, wie sonst, die Tritte Nach seines Liebchens Haus, Sie streckt, wie sonst, die Arme Nach dem Geliebten aus. Liebst du mich denn noch immer Im tiefsten Herzensgrund? So ruft sie. Stumm und stille Küßt er den süßen Mund. Die Linke hat umschlungen Einst seines Lebens Lust, Die Rechte zuckt am Messer, Durchbohrt die treue Brust. Kind, es geschieht aus Liebe, Der bleiche Mörder spricht. Ich glaub' es, spricht sie leise, Das treue Auge bricht.

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So viele fingen mit der Liebe an, mit der sie wirken wollten, und mußten aufhören mit der Furcht, die sie gaben.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Mai 1799

Liebe und Freundschaft schließen sich gegenseitig aus.

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Nur in die erste Liebe mischt sich keine Eigenliebe.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Die Liebe wirft den Jüngling aus seinem Ich hinaus unter andre Ich, das Mädchen aber aus fremden in das ihrige hinein.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Zweiter Teil. 37. Sektor

Wenn man nicht zuviel liebt, liebt man zu wenig.

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Das ist also euer großartiges Wunder der Zivilisation! Aus der Liebe habt Ihr ein ganz gewöhnliches Geschäft gemacht.

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Die Liebe ist ein Fall des Ehrgeizes; deswegen löscht der Erfolg sie aus.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Die Liebe kennt keine Tugend, kein Verdienst, sie liebt und vergibt alles, weil sie muß.

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Lieben ist einfach – miteinander leben ist schwer.

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Wer liebt, leidet nicht mehr. Er lächelt.

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In der schönen Zeit des Vorjünglings wird dem Freunde alles, sogar das scheueste Lieben, gestanden; nur höchstens [...] der Geliebten nicht.

Jean Paul, Der Komet oder Nikolaus Marggraf. Eine komische Geschichte, 1820-22 (blieb wegen schwerer Schicksalsschläge nur Fragment). Viertes Vorkapitel

Wo der Spanier liebt, da muß der Franzose, da muß jeder andre Bewerber zurücktreten.

Schiller, F., Nachlass

Laß die Liebe aus dem Spiel, wenn du liebst!

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Kleines Operettenlied, in: Die Weltbühne, 17.06.1930, Nr. 25 (Theobald Tiger)

Die Liebe wächst und blüht, sie kann aber auch verwelken.

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Gott gab seiner Schöpfung nur einen einzigen Pfeiler: die Liebe.

Sylva, Vom Amboß, 1890

Das Glück ist Liebe, die Lieb' ist Glück, Ich hab' es gesagt und nehm's nicht zurück.

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Liebe ist auch nur so ein blödsinniges Spektakel unserer Zeit. Kerle mit Wackelhüften, die kleine Jazzmädchen mit Jungs-Popos wie zwei Kragenköpfe ficken! Meinst du diese Art Liebe? Oder die Gütergemeinschaftsliebe, die Mach-was-Gutes-daraus-Liebe, die Mein-Mann-meine-Frau-Liebe?

Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, auch: Lady Chatterley und ihr Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover), 1928

Verratene Liebe Da nachts wir uns küßten, o Mädchen, Hat keiner uns zugeschaut. Die Sterne, die standen am Himmel, Wir haben den Sternen getraut. Es ist ein Stern gefallen, Der hat dem Meer uns verklagt, Da hat das Meer es dem Ruder, Das Ruder dem Schiffer gesagt. Da sang der selbige Schiffer Es seiner Liebsten vor. Nun singen's auf Straßen und Märkten Die Knaben und Mädchen im Chor.

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