Liebe Sprüche – sinn

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Offenbare mir, was du wahrhaftig liebst, was du mit deinem ganzen Sehnen suchest und anstrebest, wenn du den wahren Genuss deiner selbst zu finden hoffest – und du hast mir dadurch dein Leben gedeutet.

Fichte, Die Anweisung zum seligen Leben, oder auch die Religionslehre (Vorlesungen), 1806. 1. Vorlesung

Hätten wir ohne die Leidenschaften die Künste gepflegt, und hätte uns Überlegung allein unsere Hilfsmittel, unsere Bedürfnisse und unsere Gaben offenbart?

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Wer lebt, liebt. Wer liebt, leidet. Wer leidet, entwickelt Stärke. Wer stark ist, wird geachtet.

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Zu leben, ohne zu lieben, ist kein richtiges Leben. Nimm dem Leben die Liebe, und du nimmst ihm sein Vergnügen.

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Lern im Leben die Kunst, im Kunstwerk lerne das Leben. Siehst du das Eine recht, siehst du das andere auch.

Hölderlin, F., Gedichte. Pros Heauton (Epigramm für die geplante Zeitschrift »Iduna«)

Diejenigen gehen sorglos mit ihrem Leben um, die aus Liebe weder Vernunft noch Maß kennen; derart aber ist die Maßgabe der Liebe, daß niemand dabei seinen Verstand bewahren kann.

Marie de France, Lais, 12. Jhdt.

Solange man liebt, solange man lebt, solange man strebt und Liebe gibt, ist's Leben auch lebenswert.

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Ohne den Sinn der Liebe ist die Geisterwelt ein unendlicher Abgrund, und es ist besser stumm sein, als Worte haben ohne Liebe.

Loeben, Lotosblätter. Fragmente von Isidorus, 2 Bde., 1817

Denn das Gute, Liebe, Schöne, Leben ist's dem Lebensband.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 3, 1824

Unser Glaube, daß ein Wesen an einem unbekannten Leben teilhat, in das unsere Liebe uns mit hineintragen würde, ist unter allem, was die Liebe zu ihrer Entstehung braucht, das Bedeutungsvollste, demgegenüber alles andere nur noch wenig ins Gewicht fallen kann.

Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (À la recherche du temps perdu), 7 Bde., Erstdruck 1913-27. Band 2: Im Schatten der jungen Mädchen (À l'ombre des jeunes filles en fleurs), 1919. Übersetzt von Walter Benjamin und Franz Hessel, Berlin 1927

Leben bringt Leben hervor. Energie schafft Energie. Indem man sich verschenkt, wird man reich.

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Leben heißt lieben und Liebe erwerben, ein lebloses Leben ist schlimmer als Sterben.

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Gutes für die Menschen? Was heißt Gutes? Nur eins: Liebe.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Eure schenkende Liebe und eure Erkenntnis diene dem Sinn der Erde!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Von der schenkenden Tugend

Durch Erd' und Himmel leise Hinflutet eine Weise Wie sanftes Harfenwehn, Die jedem Dinge kündet, Wozu es ward gegründet, Woran es soll vergehn. Sie spricht zum Adler: »Dringe Zur Sonne, bis die Schwinge Dir trifft ein Wetterschlag!« Spricht zu den Wolken: »Regnet, Und wenn die Flur gesegnet, Zerrinnt am goldnen Tag!« Sie spricht zum Schwan: »Durchwalle Die Flut und dann mit Schalle Ein selig Grab erwirb!« Sie spricht zur Feuernelke: »In Duft glüh' auf und welke!« Zum Weibe: »Lieb' und stirb!«

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte. Lieder aus alter und neuer Zeit, 29.

Und wenn dein Geist die Welt umschriebe Und würde nicht der Selbstsucht los, Was wär's? Mehr wiegt ein Tropfen Liebe Als alle Weisheit Salomos.

Geibel, E., Gedichte. Aus dem Nachlass

Tot ist der Mensch, dem der Genuß Der Liebe nicht das Herz beseelt; Ein Leben, dem die Liebe fehlt, Gereicht der Welt nur zum Verdruß.

Diez, Die Poesie der Troubadours, 1883

Von niemandem geliebt zu sein, großes Leid! Niemanden lieben können: Tod mitten im Leben.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Liebe, der Seele Leben!

Rousseau, Julie oder die neue Héloïse. Briefe zweier Liebender aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen (Julie ou la Nouvelle Héloïse ou Lettres de deux amants, habitants d’une petite ville au pied des Alpes), entstanden 1756-58, Erstdruck 1761

Die Liebe ist das Leben, ist das Wesentliche. Aus ihr entfalten sich die Verse, die Taten und alles Übrige. Die Liebe ist das Herz des Ganzen. Sobald dieses seine Arbeit einstellt, stirbt alles Übrige ab, wird überflüssig, unnütz.

Majakowski, Tagebuchbrief, Anfang 1923

Des Lebens seligstes Bewusstsein ist es, sich in einem andern lebendig zu wissen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899