Liebe Sprüche – zeit

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Wie schlägt dein Herz beim Schlag der Stunde, Der deiner Gäste Lärm verjagt; Wie glühst du nach dem schönen Munde, Der bald verstummt und nichts versagt. Du eilst, um alles zu vollenden, Mit ihr ins Heiligtum hinein; Das Feuer in des Wächters Händen Wird wie ein Nachtlicht still und klein.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Hochzeitslied

Dieses ist das erste Vorgefühl des Ewigen: Zeit haben zur Liebe.

Rilke, Tagebücher. Schmargendorfer Tagebuch, 1898

Daß unsrer Glut die Zeit nicht schade, Räumt sie kein Recht aus Schwachheit ein, Und ihre Gunst bleibt immer Gnade, Und ich muß immer dankbar sein.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss

Erster Verlust Ach, wer bringt die schönen Tage, Jene Tage der ersten Liebe, Ach, wer bringt nur eine Stunde Jener holden Zeit zurück! Einsam nähr' ich meine Wunde, Und mit stets erneuter Klage Traur' ich ums verlorne Glück. Ach, wer bringt die schönen Tage, Jene holde Zeit zurück!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Lieder

Erde mag zurück in Erde stäuben, Fliegt der Geist doch aus dem morschen Haus! Seine Asche mag der Sturmwind treiben, Seine Liebe dauert ewig aus!

Schiller, F., Gedichte. Elegie auf den Tod eines Jünglings, in: Anthologie auf das Jahr 1782

Ach, allzuschnell nach kurzem Lenze, Entfloh die schöne Liebeszeit.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Ideale, 1795

Liebe wechselt nicht mit Stunde oder Woche, weit reicht ihre Kraft bis zum letzten Tag.

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Liebende verfehlen die Stunde nur, um vor der Zeit zu kommen.

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Zahn der Zeit.

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623

Summa summarum Sag, wie wär es, alter Schragen, Wenn du mal die Brille putztest, Um ein wenig nachzuschlagen, Wie du deine Zeit benutztest. Oft wohl hätten dich so gerne Weiche Arme warm gebettet; Doch du standest kühl von ferne, Unbewegt, wie angekettet. Oft wohl kam's, daß du die schöne Zeit vergrimmtest und vergrolltest, Nur weil diese oder jene Nicht gewollt, so wie du wolltest. Demnach hast du dich vergebens Meistenteils herumgetrieben; Denn die Summe unsres Lebens Sind die Stunden, wo wir lieben.

Busch, Bildergeschichten. Dideldum!, 1874. Originaltext

Dreierlei Menschen haben kein Geld: die Verschwender, die Armen und die Geizigen.

Altenberg, Fechsung, 1915

Nicht so schnell wie Milch geronnen, folgt der Lohn dem bösen Trachten. Glimmt wie Feuer in der Asche und folgt nach dem Schlimmbedachten.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 71. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Wenn dir deine Weisheit einmal davonliefe, ach! Da liefe dir schnell auch meine Liebe noch davon.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Das andere Tanzlied

Wo man nicht mehr lieben kann, da soll man — vorübergehn!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Vom Vorübergehen

Schauder Jetzt bist du da, dann bist du dort. Jetzt bist du nah, dann bist du fort. Kannst du's fassen? Und über eine Zeit gehen wir beide die Ewigkeit dahin – dorthin. Und was blieb? ... Komm, schließ die Augen, und hab' mich lieb!

Morgenstern, C., Gedichte. Melencolia

Eher wird sie bei dem Fliehen Als ich bei dem Verfolgen müd'.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlass. Annette, hier aus: Kunst, die Spröden zu fangen, 1. Erzählung

Wir haben nichts so wenig in der Hand, wie unseres Herzens Stimmung, wir müssen ihm gehorchen, statt daß wir ihm befehlen könnten.

Abaelard, Die Leidensgeschichte Abälards (Historia calamitatum mearum)

Alles ist eins (Einmal, am Rande des Hains) Einmal, am Rande des Hains, stehn wir einsam beisammen und sind festlich, wie Flammen - fühlen: Alles ist Eins. Halten uns fest umfaßt; werden im lauschenden Lande durch die weichen Gewande wachsen wie Ast an Ast. Wiegt ein erwachender Hauch die Dolden des Oleanders: sieh, wir sind nicht mehr anders, und wir wiegen uns auch. Meine Seele spürt, daß wir am Tore tasten. Und sie fragt dich im Rasten: Hast Du mich hergeführt? Und du lächelst darauf so herrlich und heiter und: bald wandern wir weiter: Tore gehn auf. Und wir sind nicht mehr zag, unser Weg wird kein Weh sein, wird eine lange Allee sein aus dem vergangenen Tag.

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Sind es nicht zwei arge Diebe, Junger Lenz und junge Liebe –

Baumhauer, Gedichte, 1882

Seufzend sprach ich zu der Liebe, Als ich sie entschleiert sah: Ach, daß so Dein Antlitz bliebe meinen Blicken ewig nah! Doch wie dich die Sehnsucht freier Schauet einen Augenblick, Senket wieder sich der Schleier Und verdüstert mein Geschick. Liebe sprach: in ewig reinem Lichte strahl' ich, o du Tor; Nicht vor meinem, sondern deinem Angesichte hängt der Flor.

Rückert, Gedichte. Liebesfrühling, entstanden 1821, Erstdruck 1834

Das Fließen des Wassers und die Wege der Liebe haben sich seit Göttergedenken nicht geändert.

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