Liebe Sprüche – zeit

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Man sieht Männer die höchste Gunst durch dieselben Fehler verlieren, die ihnen dazu verholfen hatten.

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Wehe denen, die mit ihrer Liebe geizen. Sie sterben, bevor ihre Zeit um ist.

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… es kann der Mensch nichts ändern und das Licht des Lebens kommt und scheidet, wie es will.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Was in sich selber wir gegründet finden, erweist als Wesen sich, das nimmer wankt. Doch sehn wir seines Daseins Grund in andern, so stirbt's mit dem, dem es sein Leben dankt.

Ibn Hazm, Das Halsband der Taube oder Von der Liebe und den Liebenden. Über das Wesen der Liebe

Man soll lieben, wie wenn die Geliebte morgen sterben müsste.

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Die Liebe ist wie der Wind, der kommt und geht.

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Liebe vertreibt die Zeit, und Zeit die Liebe.

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Der Mann hat ein Amt, er strebt nach Reichtum und Ehre, das kostet ihm Zeit. Indessen würde ihm doch noch einige für die Liebe übrig bleiben. Aber er hat Freunde, er liebt Vergnügungen, das kostet ihm Zeit. Indessen würde ihm doch noch einige für die Liebe übrig bleiben. Aber wenn er in seinem Hause ist, so ist sein zerstreuter Geist außer demselben, und so bleiben nur ein paar Stunden übrig, in welchem er seinem Weibe ein paar karge Opfer bringt.

Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 27. Oktober 1801

Welke Rosen In einem Buche blätternd fand Ich eine Rose welk, zerdrückt, Und weiß auch nicht mehr, wessen Hand Sie einst für mich gepflückt. Ach, mehr und mehr im Abendhauch Verweht Erinn'rung; bald zerstiebt Mein Erdenlos, dann weiß ich auch Nicht mehr, wer mich geliebt.

Lenau, N., Gedichte

Manche Dinge bleiben immer wahr. Leben und Tod. Erde und Himmel. Die Geschenke der Göttin: Intuition und Liebe.

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Liebe ist Vorwegnahme des Endes im Anfang, daher Sieg über das Vergehen, über die Zeit, also über den Tod.

Hofmannsthal, Andreas oder die Vereinigten, Fragment entstanden ab 1907, Erstdruck 1932 (posthum)

Alles, was wir wirklich lieben, ist unersetzlich, und alles, wofür Ersatz nur denkbar ist, haben wir niemals wahrhaftig geliebt.

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Bei dir ist es traut: Zage Uhren schlagen wie aus weiten Tagen. Komm mir ein Liebes sagen – aber nur nicht laut. Ein Tor geht irgendwo draußen im Blütentreiben. Der Abend horcht an den Scheiben. Laß uns leise bleiben: Keiner weiß uns so.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Advent, 1897

Wo sind die Stunden Wo sind die Stunden Der süßen Zeit, Da ich zuerst empfunden, Wie deine Lieblichkeit Mich dir verbunden? Sie sind verrauscht, es bleibet doch dabei, Daß alle Lust vergänglich sei. Ich schwamm in Freude. Der Liebe Hand Spann mir ein Kleid von Seide; Das Blatt hat sich gewandt, Ich geh im Leide. Ich wein jetzund, daß Lieb und Sonnenschein Stets voller Angst und Wolken sein.

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Unklugheit wundre Keinen am andern; Denn viele befällt sie, Weise zu Toren Wandelt auf Erden Der Minne Macht.

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Nicht länger klag um mich, wenn ich dahin, als dumpf die Totenglocke klagt vom Turm, der Welt bezeugt, daß ich geflohen bin, aus dieser feilen Welt zum niedren Wurm. Nein, denk bei diesen Versen nicht der Hand, die sie Dir schenkt, so sehr lieb ich Dich, daß lieber aus dem Sinn ich Dir entschwand, als daß der Schmerz Dich quälen soll um mich. Ach blickst Du, sag' ich, dann auf dies Gedicht, wenn ich schon Asche bin im dunklen Grund, dann nenne meinen Namen nicht, aus Liebe laß verstummen Deinen Mund, damit die Welt in ihrem klugen Sinn, Dich nicht verspotte, weil ich nicht mehr bin!

Inschrift. Grabinschrift

Auf Schönheit gebaute Liebe stirbt so schnell wie die Schönheit.

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Daß Du weiße Haare hast – so viele, wie ich jetzt habe, das tut mir nicht weh, das liebe ich, daß die Zeit uns zeichnet und das Alter uns würdig macht, mein teurer Schatz. Ob du alt und verrunzelt bist, wie ein alter vertrockneter Nußknacker, das ist mir gleich, wenn nur Deine Seele nicht armselig unbedeutend wird. Sonst ist mir alles lieb, was die Zeit unserem Leben antun muß. Das ist mir heilig.

Dauthendey, M., Briefe. An seine Frau Anny

Die Liebe teilt das Los aller menschlichen Dinge, je fleischlicher etwas ist, desto rascher geht's vorüber, je mehr Geistiges ihm beigemischt ist, desto länger dauert es.

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Ewigkeit. Dieses ist unser Sterben; der Durst nach Ewigkeit ist es, den die Menschen unter sich Liebe nennen. Wer liebt, der will sich in dem anderen verewigen. Was nicht ewig ist, das ist auch nicht wirklich.

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Von den Frauen lasst uns in aller Ewigkeit fernbleiben: sie scheinen das Paradies und sind die Hölle.

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