Liebe Sprüche – zukunft
213 Sprüche gefunden
Was der Tod getrennt, und was sich liebte, – das wird einst wieder vereinen der Herr, dem Freude ist, Freude zu machen.
Die Liebe ist die einzige Leidenschaft, die weder Vergangenheit noch Zukunft duldet.
Wie dir, so mir Wie Dir geschah, so solls auch mir geschehn, nur wo Du hinkamst, will auch ich hingehn; Ich will ins Licht nur, wirst im Licht Du sein, bist Du in Nacht, so will ich in die Nacht, bist Du in Pein, so will ich in die Pein, Von Dir getrennt hab ich mich nie gedacht, zu Dir, zu Dir will ich allein, allein!
Sicherung Du meinst, daß Nacht und Frost die Glut verscheuchten, Weil Flammen nicht mehr heiß in Dunkel schwellen – Mich sättigt wunschlos das gestillte Leuchten, In dessen Hut sich Weg und Ferne hellen. Ich spüre, wie auf immer uns vereine Der Glanz, den unvergessne Tage spenden, Und trage still, wie in geweihtem Schreine, Ihr Heiligstes in unbeschwerten Händen. Ich weiß mich fahrlos, was mir auch begegnet, Und nah, wie auch ins Ferne Schicksal ladet, Ich fühle jedes Glück von Dir gesegnet Und jede Schönheit nur durch Dich begnadet.
Dämmerung Hell weckt Dunkel Dunkel wehrt Schein Der Raum zersprengt die Räume Fetzen ertrinken in Einsamkeit! Die Seele tanzt Und Schwingt und schwingt Und Bebt im Raum Du! Meine Glieder suchen sich Meine Glieder kosen sich Meine Glieder Schwingen sinken sinken ertrinken In Unermeßlichkeit Du! Hell wehrt Dunkel Dunkel frißt Schein! Der Raum ertrinkt in Einsamkeit Die Seele Strudelt Sträubet Halt! Meine Glieder Wirbeln In Unermeßlichkeit Du! Hell ist Schein! Einsamkeit schlürft! Unermeßlichkeit strömt Zerreißt Mich In Du! Du!
Denn der Ewge herrscht auf Erden, Über Meere herrscht sein Blick; Löwen sollen Lämmer werden, Und die Welle schwankt zurück. Blankes Schwert erstarrt im Hiebe, Glaub und Hoffnung sind erfüllt; Wundertätig ist die Liebe, Die sich im Gebet enthüllt.
Ungerecht bleiben die Männer, und die Zeiten der Liebe vergehen.
Fassung Kaum ruhte ich in ihren Armen Wie nach dem Sturm im Hafen aus, So reißt die Welle ohn' Erbarmen Mich wieder in die See hinaus. So tobt denn, Winde! heule, Brandung! Ihr wilden Fluten meint es gut – Nur nach dem Sturme freut die Landung, Und nur im Kampfes reift der Mut.
An dem kleinen Himmel meiner Liebe An dem kleinen Himmel meiner Liebe will – mich dünkt – ein neuer Stern erscheinen. Werden nun die andern Sterne weinen an dem kleinen Himmel meiner Liebe? Freut euch, meine Sterne, leuchtet heller! Strahlend steht am Himmel, unverrücklich eures jeden Glanz und macht mich glücklich. Freut euch, meine Sterne, leuchtet heller! Kommt ein neuer Stern in eure Mitte, sollt ihr ihn das rechte Leuchten lehren. Junge Glut wird euer Licht vermehren, kommt ein neuer Stern in eure Mitte. An dem kleinen Himmel meiner Liebe ist ein Funkeln, Glitzern, Leuchten, Sprühen. Denn ein neuer Stern beginnt zu glühen an dem kleinen Himmel meiner Liebe.
Die Freude, sie schwindet, Es dauert kein Leid, Die Jahre verrauschen Im Strome der Zeit; Die Sonne wird sterben, Die Erde vergeh'n; Doch Liebe muß ewig Und immer besteh'n.
Die Rose Was sehnst du nach der Sonne dich, Du Rose, jung und schön, Und strebst empor und mühest dich Hinauf nach ihren Höh'n? Sie zieht dich an mit falschem Blick, Wärmt dir die Wangen rot, Und willst du dich darüber freu'n, so wärmt sie dich zu Tod. Was sehnst du nach der Liebe dich, Du Herz mit frischem Fleh'n. Gieb acht, es kann der Rose gleich Dir Leid dabei gescheh'n.
O du lebst! Das arme Zimmer Ist von deinem Schritt erfüllt. Leicht und lächelnd, lächelnd immer, Bleibt, dem Raum vertraut, dein Bild. Samt und Feuer deiner Worte Schwingen noch, verhallen nicht. Gold der Töne! Alle Orte Unserer Stunden sind Gedicht. Kehre wieder! Ach mein Leben Mit dem deinen ist verkettet. Grenzenlos verströmt Vergeben. So vereint sind wir gerettet. Trunken sind die Himmel, fühle! Stern entbrennt! Dich rauscht der Hag! Niemals treibe uns einst Kühle In den schattenlosen Tag.
Um die Zeit der Sonnenwende Ging der Winter auch zu Ende. Mit dem Frühling wuchs der Tag, Mit dem Tage wuchs mein Lieben, Und ich sah in Hof und Hag, Wie die Zweige Blüten trieben. Um die Zeit der Sonnenwende Ging der Sommer auch zu Ende. Mit dem Winter wuchs die Nacht, Mit der Nacht wuchs auch mein Lieben, Denn in meines Herzens Schacht War es Frühlingstag geblieben.
Allgegenwärtig Wenn die Winde sacht Um dein Fenster gehn, Stimmen in der Nacht Von den Hügeln weh'n. Hoher Firnenkranz, Um den See gereiht, Seinen reinen Glanz Deinen Tagen leiht.
Vergangenheit War's nicht ein schöner Morgen? War's nicht ein Maientag, Wo ich, im Glück geborgen, Im Arm der Liebe lag? War nicht es sternenhelle, Und sonnenhell zugleich? Lag nicht an armer Schwelle Ein unermeßlich Reich? Zog nicht vom Himmel nieder Unsterblich tausendmal Die Göttin ew'ger Lieder Mit Kränzen ohne Zahl? Ihr wiegt das Haupt verneinend, Zieht mich zur Welt zurück – Mir selbst gestorben scheinend – Alt Glück, du bist mein Glück! –
Ist nicht die Dämmerung die Zeit der Märchen; ist nicht die Zeit der jungen Liebe die Zeit des Traumes?
Lied des Mädchens Laß schlafen mich und träumen, Was hab' ich zu versäumen In dieser Einsamkeit! Der Reif bedeckt den Garten, Mein Dasein ist ein Warten Auf Liebe nur und Lenzeszeit. Es kommt im Frühlingsglanze Für jede kleine Pflanze Einmal der Blütentag. So wird der Tag auch kommen, Da diesem Frost entnommen Mein Herz in Wonnen blühen mag. Doch bis mir das gegeben, Deucht mir nur halb mein Leben Und kalt wie Winters Wehn; Trüb schauert's in den Bäumen - O laß mich schlafen, träumen, Bis Liebe mich heißt auferstehn!
Februarschnee Februarschnee tut nicht mehr weh, denn der März ist in der Näh! aber im März hüte das Herz, daß es zu früh nicht knospen will! warte, warte und sei still! Und wär der sonnigste Sonnenschein, und wär es noch so grün auf Erden, warte, warte und sei still : es muß erst April gewesen sein, bevor es Mai kann werden!
Wir kommen – niemand weiß, woher? Sind Tropfen nur im Lebensmeer Aus unerschöpftem Grunde. Wir gehen – niemand weiß, wohin? Bemüht um kargen Lohngewinn In brüderlichem Bunde. Aber quäle Dich, o Seele, Nicht im Trüben Nie versiegen Licht und Wärme, wenn wir lieben. Du ew'ge Macht, die unbekannt Die weite Welt so stark umspannt, Daß keiner dir entrinne, Du hältst auch uns im festen Ring; Wer ist so arm, so gar gering, Der nicht sein Teil gewinne? Aus der Ferne Ew'ger Sterne Strömt von drüben Uns hernieder Kraft zu leiden und zu lieben. Wir schaun ins All der Wunderwelt, Darein ein Traum wir sind gestellt, Und wissen's nicht zu deuten, Vom Morgen- bis zum Abendrot, Und balde kommt der Glöckner Tod, Die Nachtruh' einzuläuten. Weh und Wonnen Rasch zerronnen, Nichts geblieben, Als der Trost nur, Daß wir lebten, um zu lieben.
Leer ist der Tag, er geht zu Ende Leer ist der Tag, er geht zu Ende, Fort, heißes, unbarmherziges Licht! Komm, süße Trösterin Nacht und sende Herauf mir mein liebes Traumgesicht. Dann seh' ich ihn wieder mit Entzücken, Den Stern meines Lebens, der mir verblich, Und ich darf an die sehnende Brust ihn drücken, Und es träumet mein Herz, er liebte mich. Seine Hand so warm, seine Lippen so wonnig, Und er spricht es zu mir, das berückende Wort, Seine Stirn so klar, sein Auge so sonnig, Durch alle Himmel trägt er mich fort.
Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle, Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit, Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle Schöne Blumen der Vergangenheit.