Religion Sprüche

Sprüche über Religion

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Die Vernunft ist eine irdische Pflanze, obgleich die schönste und herrlichste; die Religion aber eine himmlische.

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Die Vorstellung, es sei die Pflicht eines Menschen, daß ein anderer Mensch religiös sei, lag allen Religionsverfolgungen zu Grunde, die jemals ins Werk gesetzt wurden, und einmal anerkannt, würde sie dieselben insgesamt vollständig rechtfertigen.

Mill, Über Freiheit (On Liberty), 1859. Übersetzt von Theodor Gomperz, 1869

Wir können ebensogut erwarten, daß Samen auf kahlen Felsen wachsen, als daß eine milde und philosophische Religion unter unwissenden und rohen Wilden eingeführt werden könnte.

Buckle, Geschichte der Zivilisation in England (History of Civilization in England), 2 Bde., 1857-61

Der Protestantismus hat zu seiner Zeit, wenn wir es recht verstehen wollen, seinen Goethe, seinen Napoleon hervorgebracht: die Deutsche Literarische und die Französische Revolution….

Carlyle, Über Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Eine Religion kann nicht dadurch Anhänger gewinnen, daß sie den Begierden schmeichelt, sondern dadurch, daß sie das Heldenhafte, das in jedem Herzen schlummert, wachruft.

Carlyle, Über Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Die Bekenner aller Konfessionen – haben viele Unglaubensgenossen.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Die Religion hat so viele Menschen böse gemacht, tut es noch und wird es immer tun.

Diderot, Unterhaltung eines Philosophen mit der Marschallin von C. (Entretien d'un philosophe avec la maréchale de ***), 1776

Da sie sahen, daß sie ihm keinen katholischen Kopf aufsetzen konnten, so schlugen sie ihm wenigstens seinen protestantischen ab.

Lichtenberg, Sudelbuch D, 1773-1775. [D 581]

Religiosität ist aller weiblichen Vollkommenheit Krone.

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Sonderbar! Und immer ist es die Religion und immer die Moral und immer der Patriotismus, womit alle schlechten Subjekte ihre Angriffe beschönigen!

Heine, H., Aufsätze und Streitschriften. Über den Denunzianten

Milde gegen andere Sekten, die aufrichtigste Nachsicht gegen die Verschiedenheit der Meinungen und ein redliches Bestreben, die Nächstenliebe und das Wohlwollen beiderseits zu fördern – dies sind die wahrsten und die besten Beweise einer Kirche für den göttlichen Ursprung der Religion.

Fox, C. J., Reden

Verachte keine Religion, denn sie ist dem Geist gemeint, und Du weißt nicht, was unter unansehnlichen Bildern verborgen sein könne.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Der Ursprung der Religionen kann ebenso leicht aus der Dankbarkeit, dem Glück, etwas Tödlichem entronnen zu sein, hergeleitet werden als aus der Feigheit, sich einem allmächtigen Beschützer gegen Bedrohungen zu befreunden.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Zoroasters Religion ist zugleich Philosophie, der Griechen Religion ist zugleich Kunst, Moses Religion ist zugleich Staat, Christus Religion ist bloß Seele und Leben, aus welchem alles dies kommen kann.

Herbart, J. F., Rezensionen. Rezension zu: Religion, Wissenschaft, Kunst und Staat, in ihren gegenseitigen Verhältnissen betrachtet von Joh. Jac. Wagner. Erlangen, 1819

Die Religion ist die beste Führerin durch das Leben, die beste Leiterin in frohen Tagen, die beste Trösterin im Unglück.

Seume, Kurzes Pflichten- und Sittenbuch für Landleute (Ein Nachlaß moralisch-religiösen Inhalts von J. G. Seume), 1811 (posthum). Von der Religion

Religion ohne Autorität ist nichts wie Philosophie.

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Der Protestantismus ist gut für's Leben, aber der Katholizismus für's Sterben.

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Gewöhnlich besteht die Religion der Frauen darin, Gott zu dienen, ohne unhöflich gegen den Teufel zu sein.

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Es gibt Völker, die sich gegenseitig dulden – sogar lieben! ... aber Religionen...?

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Keine Religion, die verfolgt, ist göttlich; verfolgende Religion ist erwürgende Liebe.

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Unreinlichkeit, schlotteriges Wesen gehören nicht zur Religiosität; weder 1. Petrus 3.3.4, noch ein anderer Text der Schrift verdammt Nettigkeit der Kleidung; diese ist nichts weniger als Sünde, sie ist sogar Pflicht! Sauberkeit ist in der Tat nahezu Religiosität.

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