Religion Sprüche

Sprüche über Religion

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Religion soll Religion bleiben, d. h. Innenkultus des Menschen, mit welchem der äußere Mensch und seine Stellung nichts gemeinsam haben.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Ich möchte keinen Palast als Wohnung haben, denn in diesem Palast würde ich nur ein Zimmer bewohnen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Religion, in welcher Form sie auftritt, bleibt das ideale Bedürfnis der Menschheit. Deshalb ihre unauflösliche Verwandtschaft mit der Kunst.

Feuerbach, Ein Vermächtnis, hg. von Henriette Feuerbach, 2. vermehrte Auflage 1885

Die Religion ist das vom Menschen festgestellte gewisse Verhältnis zwischen sich und der unendlichen, ewigen Welt oder ihrem Ursprung und ihrer ersten Ursache.

Tolstoi, Widersprüche der Empirischen Moral, übersetzt von Louise Flachs 1895

Vom gemeinen Manne geht sie [die christliche Religion] aus. Sie beseelt die große Majorität der Beschränkten auf Erden. Sie ist das Licht, was in der Dunkelheit zu glänzen anfängt.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Religiöse Fragmente

Die Religion kann und muß ihre Wahrheit nachweisen.

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Es ist die Religion, die fromme Gesinnung, worin zu allen Zeiten die Kraft und der Vorzug der besten Menschen beruhte.

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Aus der Verbindung der kernigen und redlichen Tapferkeit des deutschen Nordens, mit einer aus dem Orient gekommenen ganz geistigen Religion, dem Christentum, ging der ritterliche Geist hervor, eine mehr als glänzende, wahrhaft entzückende, und bisher in der Geschichte beispiellose Erscheinung.

Schlegel, A. W., Vorlesungen über schöne Literatur, 1801-1804. Über das Mittelalter, 1803

Ich habe 96 Jahre gelebt, war beständig gesund, gesegnet mit Reichtum und Glück, Ansehen und Sympathie von seiten des Volkes und mit allem, was die Welt geben kann. Doch was mich am meisten jetzt tröstet, ist das Bewußtsein, daß ich stets meinen religiösen Verpflichtungen nachgekommen bin, daß ich stets aufrichtig bemüht war, meinem Gott treu zu dienen.

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Was die Sonne für die Erde ist, ist die Religion für den Menschen.

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Die rechtmäßige Gattin der Bildung aber ist die Religion.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Sogleich folget [...], daß sich die religiöse Tradition keines andern Mittels bedienen konnte, als dessen sich die Vernunft und Sprache selbst bediente, der Symbole. Muß der Gedanke ein Wort werden, wenn er fortgepflanzt sein will, muß jede Einrichtung ein sichtbares Zeichen haben, wenn sie für andre und für die Nachwelt sein soll: wie konnte das Unsichtbare sichtbar oder eine verlebte Geschichte den Nachkommen aufbehalten werden als durch Worte oder Zeichen?

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Zweiter Teil. 9. Buch. V. Religion ist die älteste und heiligste Tradition der Erde

Die Religion soll nicht die Dienerin der Hierarchie, sondern die Hierarchie die Dienerin der Religion sein.

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Die nächstverwandten Religionen sind sich die bittersten Feindinnen.

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Alle Religion geht auf die Idee von Sinn und Wert des Lebens.

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Die Religionsgeschichte des Abendlandes ist fast ausschließlich die Geschichte religiöser Empörungen.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Religionen sind wie Särge und Wiegen: man legt uns hinein, fragt keiner, wie wir liegen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Belästige niemanden wegen seiner Religion. Respektiere den Standpunkt des anderen und verlange, daß man auch deinen respektiert.

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Der religiösen Vorstellung geht die Wahrheit auf, es müsse eine andere Welt geben, als diese, weil in ihr der unerlöschliche Trieb zur Glückseligkeit nicht zu stillen ist, dieser Trieb somit eine andere Welt zu seiner Erlösung fordert.

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In jeder Epoche und in jeder menschlichen Gesellschaft gibt es einen religiösen Sinn dessen, was gut und dessen, was schlecht ist [...] und dieser religiöse Sinn entscheidet über den Wert der durch die Kunst ausgedrückten Gefühle.

Tolstoi, Gegen die moderne Kunst, 1898

Daß die Religion selbst Kriege veranlaßt hat, ist abscheulich.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 53]