Religion Sprüche

Sprüche über Religion

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Religion ist die philosophische Poesie der Welt. Bei ihrer Gestaltung waren die poetischen und philosophischen Kräfte des Menschen zugleich tätig. Sie zu missachten ist darum immer eine Rohheit.

Pauly, Aphorismen, 1905

Nur die Religion kann Europa wieder aufwecken und die Völker versöhnen und die Christenheit mit neuer Herrlichkeit sichtbar auf Erden in ihr altes friedenstiftendes Amt installieren.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Die Christenheit oder Europa

Patriotismus ist ein Korrektiv für den Aberglauben; und je mehr wir uns für unser Vaterland einnehmen lassen, desto weniger interessieren wir uns für unsere Sekte.

Buckle, Geschichte der Zivilisation in England (History of Civilization in England), 2 Bde., 1857-61

Mir ist es klar, daß wir die Pflichten der Religion nur insoferne üben, als deren Dienst unseren Leidenschaften schmeichelt.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Religion ist die Kimm des Gedankenmeeres.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Die Religion scheint den Menschen gegeben, um einander zu hassen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Religion ist die Unfähigkeit des menschlichen Verstandes, Ereignissen ins Gesicht zu sehen, die er nicht versteht.

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Man schilt manchen irreligiös, dessen ganzes Vergehen darin besteht, dass er die übliche Auffassung des Göttlichen zu kleinlich, zu eng, zu menschlich und gewöhnlich findet.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Die ganze Religion, mein Freund, hat sich schlicht und einfach aus dem Betrug, der Angst, dem Vorteil, der Phantasie und aus der Poesie entwickelt.

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Mit dem Verhalten zur Verschiedenartigkeit der Religionen ist es leider wie mit dem Familiensinn, der seine eignen Kinder wunderbar schön findet, während sie andern nicht selten häßlich erscheinen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Die alten Götter ziehen ein, nur mit neuen Masken.

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In dem, was dem Menschen am teuersten ist, in seiner Verbindung mit Gott, darin erkühnst du dich, mir meine Freiheit zu nehmen?

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Die Weltreligionen sind es, welche die größten historischen Krisen herbeiführen.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum). 2. Die Religion

Was die Natur sagt, hat Gott gesagt. Religionen aber sind Menschenantwort.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wahre Religion also ist ein kindlicher Gottesdienst, eine Nachahmung des Höchsten und Schönsten im menschlichen Bilde, mithin die innigste Zufriedenheit, die wirksamste Güte und Menschenliebe.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Erster Teil. Viertes Buch. VI. Zur Humanität und Religion ist der Mensch gebildet

Auf die Dauer kann der Vernunft und der Erfahrung nichts widerstehen, und der Widerspruch der Religion gegen beide ist allzu greifbar.

Freud, Die Zukunft einer Illusion, 1927. X. Das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft

Wer vorgibt, um der Religion willen Krieg zu führen, hat keine Religion.

Much, Akbar. Der Schatten Gottes auf Erden, 1924

Wirkliche und wahre Religiosität ist nicht lediglich betrachtend und beschauend, nicht bloß brütend über andächtigen Gedanken, sondern sie ist notwendig tätig.

Fichte, Die Anweisung zum seligen Leben, oder auch die Religionslehre (Vorlesungen), 1806. 5. Vorlesung

Der Brennpunkt der Religion ist das Menschenherz.

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Wenn das Regenwasser in Rinnen fließt, da scheint uns als käme es aus den Rinnen, wo es doch in Wirklichkeit vom Himmel fällt. Dasselbe gilt auch von den heiligen Lehren, die uns göttliche Männer mitteilen. Es scheint, als kämen sie aus ihnen, in Wirklichkeit kommen sie von Gott.

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Kein Reich ward je von so vielen Bürgerkriegen heimgesucht wie das von Christus.

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