Religion Sprüche

Sprüche über Religion

530 Sprüche in dieser Kategorie

Die Religion ist nichts oder sie ist das Erste.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). Aus dem Vorwort von Benedikt Momme Nissen, 1922

So oft erklungen durch die Reiche Von einem Volk der Sterbeschrei, Ziehn, sich zu werfen auf die Leiche, Die Völkergeier auch herbei. Ihr Flügelschlag ward oft vernommen, Die Weltgeschichte kennt den Ton – Doch wehe wenn die Geier kommen In Deinem Namen – Religion!

Meißner, Zizka. Epos, 1846

Religion und Moral sind sich symmetrisch entgegengesetzt, wie Poesie und Philosophie.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [67]

Wenn man doch immer bedenken wollte, daß die Religion mehr Sache des Gewissens als des Wissens ist!

Polack, Brosamen. Erinnerungen aus dem Leben eines Schulmannes, 5 Bde., 1883-1909

Religion ist die Art, wie man auf sein persönliches Schicksal antwortet.

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Es ist mit den Religionen wie mit den Klosterregeln: sie lockern sich mit der Zeit. Es ist ein Wahn, der nicht standhält gegen den dauernden Einfluß der Natur, die uns immer zu ihrem eigenen Gesetz zurückführt.

Diderot, Unterhaltung eines Philosophen mit der Marschallin von C. (Entretien d'un philosophe avec la maréchale de ***), 1776

Wenn es sich um Fragen der Religion handelt, machen sich die Menschen aller möglichen Unaufrichtigkeiten und intellektuellen Unarten schuldig.

Freud, Die Zukunft einer Illusion, 1927. VI. Die Illusion der religiösen Vorstellungen

Den Menschen so zu machen, wie ihn die Religion haben will, gleicht dem Unternehmen der Stoiker; es ist nur eine andere Stufe des Unmöglichen.

Lichtenberg, Sudelbuch G, 1779-1788. [G 65]

Das ist Religion! Sie schafft Den hohen Sinn der Ruh', sie adelt rohe Triebe Zu Schwüngen edler Leidenschaft. Verzeihn ist ihr Gebot, und ihr Gesetz heißt: Liebe, Und all ihr Tun und Leiden: Kraft! Ihr Blick, ihr Sonnenblick, ergießet Auf den verschlungnen Pilgerlauf Des Lebens, Wärm' und Licht, und schließet Uns dunkle Rätselstellen auf.

Tiedge, Wanderungen durch den Markt des Lebens, 1835

Ich sage und denke nicht, dass es keine gute Religion auf Erden gebe, allein ich sage, und dies ist nur zu wahr, dass keine unter den jetzt herrschenden Religionen ist, welche der Menschheit nicht grausame Wunden geschlagen hat.

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Die Religion verbietet, mehr zu glauben, als sie lehrt.

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Religion: Suchen heißt finden, finden verlieren.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Kämpfe niemals gegen die Religion oder gegen anderes, was von Gott abzuhängen scheint, denn all dies hat zu viel Gewalt über törichte Geister.

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Der Glaube, womit die Religion glaubt, nicht das, was dieser Glaube glaubt, ist die Bedeutung der Religion.

Vischer, Ästhetik oder Wissenschaft des Schönen. Zum Gebrauche für Vorlesungen, 1846

Der Mensch ist das religiöse Tier. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten wie sich selber liebt und, wenn dessen Theologie nicht stimmt, ihm die Kehle abschneidet.

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Ich gebe nicht viel auf die Religion eines Mannes, für dessen Hund oder Katze sie nichts Gutes bedeutet.

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Die Mißachtung der Religion führt zur Mißachtung der menschlichen Pflichten.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Die Religion kann nie schlimmer sinken, als wenn sie solchermaßen zur Staatsreligion erhoben wird.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Vierter Teil. Die Stadt Lucca. Kapitel 14

Religion ist für die meisten etwas, woran man glaubt, weil man glaubt, daß der andere daran glaubt.

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Kain mit Weib und Kind, schicksalergeben, gedankenlos brütend, eine Versteinerung trostloser Ruhe. Dieser Mann hat seinen Bruder getötet, infolge eines Opferzwistes, eines Religionstreits. Ja, die Religion hat den ersten Brudermord verursacht, und seitdem trägt sie das Blutzeichen auf der Stirne.

Heine, Französische Maler (Artikelserie für Cottas »Morgenblatt für gebildete Stände«), 1831. Nachtrag. 1833

Die Menschen sollen sich untereinander als Brüder verhalten; dieser erhabene Grundsatz schließt alles ein, was es an christlicher Religion Göttliches gibt.

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