Religion Sprüche
Sprüche über Religion
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Moralität und Religion sind absolut Eins; beides ein Ergreifen des Übersinnlichen, das erste durch Tun, das zweite durch Glauben.
Religion und Sittenlehre werden in unseren Betrachtungen unterschieden, in Wirklichkeit sind sie aber eins und dasselbe.
Die Basis der Staatsreligion ist die Gewalt, die Basis des Christentums ist die Liebe.
Groß ist die Religion der Macht, aber größer ist die Religion der Liebe. Groß ist die Religion der unversöhnlichen Gerechtigkeit, aber größer ist die Religion der verzeihenden Barmherzigkeit.
Es gibt in England sechzig verschiedene religiöse Sekten, aber alle in einer Brühe.
Nicht durch Gelehrte und Philosophen, besonders nicht durch Skeptiker sind die großen Religionen, welche die Welt regiert haben und die riesigen Reiche, die sich von einer Hemisphäre zur andern erstreckten, geschaffen worden.
Wenn unsere Arbeit uns zu einem Ergebnis führt, das die Religion auf eine Menschheitsneurose reduziert und ihre großartige Macht in der gleichen Weise aufklärt wie den neurotischen Zwang bei den einzelnen unserer Patienten, so sind wir sicher, den stärksten Unwillen der bei uns herrschenden Mächte auf uns zu ziehen.
Den Glauben, das religiöse Gefühl zu pflegen, überlassen wir der Kirche und stören sie darin nicht. Aber sie überlasse es dann auch uns, die Wissenschaft zu pflegen, die freie Wissenschaft, welche allein Wissenschaft ist. Das Ziel der Wissenschaft ist ja Wahrheit, und nur die Wahrheit kann uns frei machen.
Die protestantischen Länder wurden später [im 16. Jhdt.] Stätten der »Geistesfreiheit«, nicht weil sie protestantisch, sondern insofern sie es nicht mehr mit Eifer waren.
Laßt die Religion frei, und es wird eine neue Menschheit beginnen.
Sammel eine Gruppe von Menschen auf der Grundlage ihrer starken religiösen Überzeugungen, und du hast einen – garantiert – morbiden Zustand, der sich in Kriminalität, Anomalitäten und Paranoia ausdrückt.
Die Religionen behaupten ihre Idealität am ehesten, solange sie sich gegen den Staat leidend, protestierend verhalten. [...]
Religion: Tochter der Hoffnung und der Furcht, welche der Unwissenheit die Natur der Unbegreiflichkeit erklärt.
Der Mensch ohne Religion verarmt im Gemüt. Für diese Verarmung gibt es kein Heilmittel. Und besäßest du alle Schätze und blendenden Geist, dein Zustand wäre nur glänzendes Elend.
Die religiösen Fehler sind gefährlich, die philosophischen nur lächerlich.
Wenn Heiligkeiten sich in einem Menschen bekriegen, das setzt die fürchterlichsten Schlachten.
Religion und Mathematik sind nur verschiedene Ausdrucksformen derselben göttlichen Exaktheit.
Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.
Napoleon und Cäsar, wären sie irgendwo einander begegnet, hätten gelächelt wie Auguren. Doch Christus und Mohammed, fürcht' ich, hätten einander ernst genommen.